DDR-Flieger in Äthiopien

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heiko76
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DDR-Flieger in Äthiopien

Ungelesener Beitragvon heiko76 » Sa 7. Okt 2017, 14:16

http://www.youtube.com/watch?v=J3RPj-OJ-FE

Bin mir nicht sicher ob es schon einmal im Forum eine Erwähnung fand die SuFu brachte kein Ergebniss.
Sollte es schon bekannt sein dann kann der Beitrag wieder gelöscht werden.

VG Heiko
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Kilo Mike Sierra
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Re: DDR-Flieger in Äthiopien

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 7. Okt 2017, 21:50

Das ist eine sehr sehenswerte solide Reportage über den Einsatz von INTERFLUG- und NVA-Piloten bei der internationalen Dürrehilfe für Äthiopien. Hiermit spreche ich eine Empfehlung aus. Diese 42 Minuten sind keine verschwendete Lebenszeit.
In dem Film sehen wir Aufnahmen von der Iljuschin Il-18 DDR-STK der INTERFLUG sowie von den Antonow An-26 DDR-SBA und DDR-SBB der NVA.

Ich hätte noch vor wenigen Jahren nie so eine Aussage gemacht, aber der in dieser TV-Reportage des DDR-Fernsehens gezeigte Journalismus hat ein erfreuliches Niveau. Das war keinesfalls überall Standard in der DDR-Medienberichterstattung, aber mir ist der Kontrast zu dem heutigen, wohl nicht mehr so freien Journalismus der großen westlichen Medien aufgefallen.
Was meine ich damit?
Die Macher dieser Reportage belästigen den Zuschauer nicht mit ihrer eigenen oder gar der Regierungsmeinung, sondern berichten einfach nur von dem, was sich vor ihren Augen abspielt. Sie lassen die Akteure häufig zu Wort kommen und verzichten völlig darauf, deren Aussagen "einzuordnen" oder zu werten. Was für eine kleine Wohltat angesichts des heute ständig erhobenen medialen Zeigefingers. Der Journalismus ist zum betreuten Denken verkommen.

Dieser Film erinnert auch daran, daß nur Vorort-Hilfe wirkliche Hilfe ist. Nicht nur weil sie schneller, flexibler und wesentlich kosteneffektiver ist, sondern auch weil sie direkt bei den Menschen ankommt, die diese Hilfe brauchen.
Sehr interessant finde ich auch, daß Äthiopien diese groß angelegte Hilfsaktion selbst koordiniert und geleitet hat.
Daraus gäbe es eine Menge zu lernen für die Gegenwart ...
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Re: DDR-Flieger in Äthiopien

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 19. Okt 2017, 00:28

Heiko hat hier ein beeindruckendes Stück Geschichte aufgestöbert, wo nichts, aber auch gar nicht zu löschen wäre, selbst wenn es bekannt ist.
Im Gegenteil, solche Geschichte muß manifestiert bleiben und wenn es doppelt wäre.
Das haben die Männer verdient, die sich nicht geschont haben unter diesen extremen Bedingungen für Mensch und Material der Interflug und der Transportfliegerkräfte.

Zur Transportfliegerstaffel-24 fand ich ergänzend die folgenden Seiten zum Thema "Aethiopien":

http://www.luroko.de/einsatz/aethiopien/aethiopien.html

(wie auch Mosambik bis 1990) u.a.

Es gehört zu unserer Geschichte und es ist gut dafür sorgen, das sie unvergessen bleibt für uns und die Generationen nach uns.
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Re: DDR-Flieger in Äthiopien

Ungelesener Beitragvon Qurth1951 » Sa 4. Nov 2017, 17:00

Da kamen jetzt aber richtig Erinnerungen hoch.....Ich hatte auch die Ehre mit dabei zu sein und kann nur den Aussagen des Kollegen von der NVA zustimmen, der da sagte, soviel Elend auf einem Haufen erschlägt einen fast.
Auch wir Interflügler hatten ab und zu die Möglichkeit die Flüchtlinge in ihren Camps zu besuchen.....Kinder, die einzelne Getreidekörner in ihre Blechtassen gesammelt haben .... da dreht sich einem die Seele um, speziell dann wenn man weiss, dass auch in der damaligen DDR Brot als Tierfutter verwendet wurde.
Es war wichtig und sehr notwendig damals und es war für mich persönlich eine tiefgreifende Lebenserfahrung.
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Re: DDR-Flieger in Äthiopien

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Sa 4. Nov 2017, 21:19

Qurth1951 hat geschrieben:Da kamen jetzt aber richtig Erinnerungen hoch.....Ich hatte auch die Ehre mit dabei zu sein und kann nur den Aussagen des Kollegen von der NVA zustimmen, der da sagte, soviel Elend auf einem Haufen erschlägt einen fast.
Auch wir Interflügler hatten ab und zu die Möglichkeit die Flüchtlinge in ihren Camps zu besuchen.....Kinder, die einzelne Getreidekörner in ihre Blechtassen gesammelt haben .... da dreht sich einem die Seele um, speziell dann wenn man weiss, dass auch in der damaligen DDR Brot als Tierfutter verwendet wurde.
Es war wichtig und sehr notwendig damals und es war für mich persönlich eine tiefgreifende Lebenserfahrung.

Na, dann öffne bei Gelegenheit mal das Nähkästchen...... :-)
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