Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Wo sind die Flieger geblieben?
Kilo Mike Sierra
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 28. Mär 2024, 06:28

Hier ein paar Fotos von dem Flugzeug vom Juni 2023.

Der Flughafen Leipzig hat für das ex PIA Flugzeug eigene Sicherheitskarten drucken lassen. Darauf steht "A310 operated by LEJ". Betrieben wird hier jedoch gar nichts, was man am beginnenden Verfall sehen kann, besonders im Cockpit.
Es scheint keinen Plan zu geben, den Erhaltungszustand des Flugzeuges zu sichern. Dazu gehört als Minimum Außen- und Innenreinigung sowie Lüften der Kabine in regelmäßigen Abständen - plus Trockenhaltung der Scheibenzwischenräume. Irgendwann später dann auch die Abdichtung der Fenster und Türen.
Man könnte einen am Flughafen ansässigen luftfahrttechnischen Betrieb damit beauftragen.
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Thomas

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bluemchen
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 28. Mär 2024, 19:55

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Man könnte ...
... es ist ein halbwegs unsägliches Thema - auch wenn ich an "Manfreds" IL-18 in Erfurt -Stichwort "Fliegendes Klassenzimmer", denke u.v.m.
und von daher mal gefragt: Ist das ein augenscheinlich ostdeutsches Szenarium, wie seht Ihr das >frage<
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Fr 29. Mär 2024, 11:15

Ja, wohin man schaut, fast überall vergammelt alles. Man schaue nur nach Gatow.
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Kilo Mike Sierra
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 30. Mär 2024, 18:46

Es ist kein typisch ostdeutsches oder deutsches Problem. Nahezu alle Luftfahrtmuseen werden von der Realität eingeholt, allen voran die mit Freiluftexponaten.

Jeder, der etwas im Freien aufbewahrt, muß irgendwann begreifen, daß man gegen Staub, Feuchtigkeit, Schimmel, Korrosion und UV-Strahlung langfristig keine Chance hat. Glücklich ist das Museumsflugzeug, das in einen vorhandenen Hangar paßt und dort auf ewig bleiben darf.

Bei den Eisenbahnfreunden sieht es etwas besser aus. Gut, daß Eisenbahnfahrzeuge keine sperrigen Flügel haben.
Geradezu aussichtslos ist die Situation bei Schiffen, die museal erhalten werden sollen. Da gibt es von Haus aus keine Hangars und ewig im Wasser liegen geht auch nicht. Das RMS Queen Mary in Long Beach verdient Geld, verschlingt gleichzeitig aber Millionen nur für die "dringendsten" Instandhaltungsmaßnahmen.
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 30. Mär 2024, 18:57

Das ex PIA-Flugzeug, um das es hier geht, ist übrigens (nicht wichtig) eine A310-308 - keine A310-304.
Der Unterschied liegt im maximalen Startschub der General Electric Triebwerke, der bei der Version CF6-80C2A8 der A310-308 um 13,5% höher ist als bei der Version CF6-80C2A2 der A310-304.
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 31. Mär 2024, 16:18

Bei Eisenbahn fahrzeuge siehts nicht besser aus. Viele Vereine haben nicht genug Geld. Allein die erste HU der Eisenacher 41 kostete mehr als 7 stellig.
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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon E-Spez » So 31. Mär 2024, 17:37

Auch wenn das etwas doof klingt

Auch als Museum muss ich überlegen,ob ich dieses oder jenes Exponat dauerhaft erhalten kann,mitsammt aller Kosten. Wünschenswert ist es,denn gerade Museen stellen Dinge aus,die Teil der Geschichte sind.Leider sieht die Realität anders aus. Geld hat Deutschland genug,es wird in meinen Augen nur falsch ausgegeben.
Ich Pflege seit 5 Jahren meine Mutter,24 Stunden täglich. Dadurch kann ich nicht arbeiten gehen. Mein Antrag auf Bürgergeld wurde abgelehnt,mit der Begründung,ich erhalte Pflegegeld. Dazu muss ich die gesammten Kosten der Krankenversicherung aus eigener Tasche zahlen.Meine Mutter hat Jahrzentelang in die Sozialsysteme eingezahlt,ich selber auch,seit 42 Jahren ununterbrochen.
Nun kommen viele sogenannte "Schutzsuchende",die meisten davon sind ja nicht mal aus den Kriegsgebieten...haben Autos,sind Toll gekleidet,die neusten Telefone....fahren zum Heimaturlaub in das Land ihrer Herkunft....und bekommen ohne Probleme Unterstützung vom Deutschen Staat.und dann sehe ich in einer Talkshow Ricarda Lang,Grüne,keinen Berufsabschluss,nie gearbeitet...und die möchte den Menschen ein"Emotionales Angebot" machen.
Ich kann garnicht so viel Essen,wie ich das Kotzen könnte.

Wer den Fehler findet,darf ihn behalten

Sorry für den Ausflug in die Politik
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Der Kohleausstieg der Grünen war erfolgreich,der Bürger hat keine Kohle mehr

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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 31. Mär 2024, 20:22

Bei der Eisenbahn sieht es deshalb besser aus, weil ein Eisenbahnfahrzeug einfach weniger Fläche braucht und meist recht unkompliziert bewegt werden kann. Flugzeuge "stranden" und müssen für jeden späteren Standortwechsel zerlegt werden. Das geschieht oft unfachmännisch und hinterläßt teilweise drastische Spuren. Stichwort Trennschleifer. (Selbst die an ein deutsches Museum übergebene Concorde wurde gleich nach ihrer letzten Landung noch auf dem Flugplatz mit einer Flex traktiert, was dazu noch völlig unnötig gewesen ist.)
In einem Hangar benötigen Flugzeuge sehr viel Grundfläche und auch Höhe, was besonders hohe Kosten nach sich zieht. Ich spreche hier natürlich von den großen Flugzeugen.
Eisenbahnfahrzeuge können mit vertretbarem Aufwand betriebsfähig erhalten werden, was ihren langfristigen Erhalt sehr viel sicherer macht und einen bestmöglichen Zustand garantiert. Bei großen Luftfahrzeugen ist das die äußerst seltene Ausnahme. Es gibt einfach nicht genug Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftungen, Breitlings oder etablierte Fluggesellschaften, die sich ein Museumsflugzeug - flugfähig oder nicht - leisten wollen oder können.
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Thomas

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Re: Airbus 310-304 von PIA für Museum in Deutschland?

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 31. Mär 2024, 23:31

Ja, aber dafuer muss die Anbindung EA-Konform sein. Selbst Rollbescheinigungen gibt's nur noch nach intensiver Begutachtung. Ja, klar, Fläche braucht man selbst weniger. Aber, wenn man Nerzanbindung braucht, braucht man auch Fläche, da Gleise ja nicht "um die Ecke" gehen.
Ein grosses Flugzeug ist aber tatsächliche andere Hausnummer.
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