AN-2 "Von Ozean bis Ozean"

Oleg K. Antonow's erster Geniestreich

Moderator: Kilo Mike Sierra

Peter
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Re: AN-2 "Von Ozean bis Ozean"

Ungelesener Beitragvon Peter » Mo 21. Jan 2013, 09:42

Nicht nur das schlechte Wetter über Europa hat den Überführungsflug extrem verzögert. Verständlich , denn im Sichtflug bei den Witterungsbedingungen über die Alpen, birgt doch große Risiken in sich. Die Besatzung wollte ja schon zum Neujahr in Südafrika sein, aber über Afrika gab es andere Probleme, wie Flugbenzinbereitstellung, Überfluggenehmigungen usw. Mir steht es nicht an, darüber zu polemisieren. Bei den heutigen Kommunikationsmitteln kann man sicher einen solchen Flug konkret vorbereiten. Um so mehr bewundere ich die Menschen, die zum Beginn der Luftfahrt solche Abenteuer auf sich genommen haben.

Ende 2003 wurde ja die D-FKMI nach Namibia in etwa zwei Wochen überflogen. Sie ist wohl jetzt noch dort unten im Einsatz. Es soll darüber eine CD geben. Woher kann ich diese beziehen oder wer kann sie mir mal kurz ausleihen? Großes Pionierehrenwort, ich schicke sie dann sofort auch wieder zurück.
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Kilo Mike Sierra
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Re: AN-2 "Von Ozean bis Ozean"

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 21. Jan 2013, 16:23

Wollten die wirklich mit einer An-2 die Alpen überqueren oder besser gesagt durchqueren - und das noch im Winter?
Das Umfliegen des Gebirges wäre doch wesentlich vernünftiger.
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Thomas

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist jetzt überraschenderweise auch von der Politik aufgegriffen worden.
Glaubt man dort, damit den Mangel an menschlicher Intelligenz kompensieren zu können?

Kilo Mike Sierra
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Re: AN-2 "Von Ozean bis Ozean"

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 21. Jan 2013, 16:30

Laut der auf der Website dargestellten Flugroute haben Sie die Alpen gemieden und westlich umflogen (Augsburg-Lyon).
Dann ist es ja gut...
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Thomas

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist jetzt überraschenderweise auch von der Politik aufgegriffen worden.
Glaubt man dort, damit den Mangel an menschlicher Intelligenz kompensieren zu können?

Peter
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Re: AN-2 "Von Ozean bis Ozean"

Ungelesener Beitragvon Peter » Di 26. Mär 2013, 22:30

Für die Überführung der AN-2 aus Rußland nach Südafrika mit der Überschrift "Von Ozean zu Ozean" waren etwa 4 Wochen geplant. Es ließ sich ja auch anfangs sehr interessant an, aber das Wetter über Europa zwang ständig zu erheblichen Pausen. Dafür konnte niemand verantwortlich gemacht werden. Aber ebensolche Pausen mußten dann mehrfach in Afrika eingelegt werden, die jedoch hausgemachter Art waren. Überfluggenehmigungen mußte erst eingeholt und Visafragen geklärt werden. Besonders in Nigeria saß die gesamte Mannschaft etwa 14 Tage fest, weil erst Visaprobleme geklärt waren und der Spezialtreibstofft nach dieser Zeit beschafft wurde.
Solche ungelösten Probleme sind sicher in der Luftfahrtbranche Rußlands nicht bekannt. Notfalls wird improvisiert und in der Planung werden ja auch Ausweichvarianten vorgesehen gewesen sein .Ich hatte deshalb diesen Flug ab der Hälfte mit auf Sparflamme gesetztem Interesse verfolgt.
Der Start erfolgte (auch erst nach wetterbedingten Pausen) am 5 Dezember und angekommen ist die Besatzung am 24. Februar in Capetown, südlich von Johannesburg.
Die Flugstrecke betrug wie geplant etwa 20.000 km, die durchschnittliche Fluggeschwindigkeit etwa 190km/h. Es wurden 21 Staaten überflogen, von denen sie in 18 Staaten landeten. Es gab insgesamt 31 Landungen. Bedingt durch das Wetter und die anderen Zwangsaufenthalte verbrachte die Besatzung 8 Wochen am Boden.
Wie hat dies nur die deutsche Besatzung bei der Überführung der AN-2 (Kennung D-FKMI, Besitzer Herr Nicolai) im Jahre 2004 geschafft, die 16.000 Kilometer ab Deutschland bis Johannesburg in zwei Wochen zu absolvieren?
Trotzdem gilt sicher unser aller Hochachtung der Besatzung, die unabhängig von allen Schwierigkeiten die Anna überflogen hat und einer humanitären Organisation als Geschenk übergab. Die Anna soll zu humanitären Zwecken eingesetzt werden und unter anderem Waisenkindern, deren Eltern in bewaffneten Auseinandersetzungen ums Leben kamen, als Erlebnis Rundflüge über ihre Heimat ermöglichen.
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