Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Weiterentwicklung der sowjetischen Iljuschin Il-14 aus dem VEB Flugzeugwerke Dresden (FWD) - oft auch nicht ganz korrekt als VEB Il-14 bezeichnet

Moderatoren: Kilo Mike Sierra, EA-Henning

Peter
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Peter » Mo 18. Nov 2013, 22:27

Es war nicht gewollt, daß ich so lange nur passiv am Leben des Forums teilnehmen konnte. Am Rechner hat es nicht gelegen, denn wenn selbst die Festplatte ausgefallen wäre, hätte ich in den USA den NSA angerufen und mir eine Kopie meiner Festplatte schicken lassen :-) Es waren andere Probleme.
Hatte vieles, was ich zum Leben des Forums beitragen wollte und konnte, aber es ging nicht. Habe immer nur lesen müssen, wie andere Mitglieder mir vorweg kamen. Aber es war trotzdem gut zu lesen.

Eines hat mich aber immer beschäftigt. Es ist ja nun schon ein Jahr her, daß auch wir an der Spendenaktion zum weiterleben der 3066 beigetragen hatten. Ist euch der aktuelle Stand bekannt??? Im Register der russischen hp http://russianplanes.net/reginfo/43472 habe ich nur gelesen, daß sie stillgelegt wäre. Wer weiß etwas genaueres oder kennt die Adresse des Herrn Poddubny, um einmal nachfragen zu können ?
Wir hoffen ja alle, daß sie noch einmal nach Deutschland kommt und dann werde ich mich auch um ein Flugticket bemühen.
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Kilo Mike Sierra
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 19. Nov 2013, 11:34

Ja, die Il-14 von Herrn Poddubny ist gegenwärtig nicht im Luftfahrtregister eingetragen und das Kennzeichen daher übermalt.
Solange die finanziellen Probleme nicht gelöst sind, möchte Herr Poddubny die hohe jährliche Luftfahrzeugsteuer nicht zahlen müssen.

Ich werde mich noch einmal umhören, ob es neue Entwicklungen gibt.

Die Maschine ist auf jeden Fall noch flugfähig, an einem sicheren Ort geparkt und wird weiterhin gepflegt.
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » So 24. Nov 2013, 20:12

Kilo Mike Sierra hat geschrieben: ... Solange die finanziellen Probleme nicht gelöst sind, möchte Herr Poddubny die hohe jährliche Luftfahrzeugsteuer nicht zahlen müssen.


Finanzielle Probleme lassen sich wohl lösen .... aber eine Steuer wird man nicht los Bild
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Kilo Mike Sierra
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 11. Sep 2014, 16:24

Um die Il-14P von Alexander Poddubny aus St. Petersburg ist es in letzter Zeit etwas ruhig geworden. Das liegt aber hauptsächlich daran, daß es keine weiteren spektakulären Situationen gegeben hat. Die Maschine aus Dresdner Fertigung ist seit dem 9. November 2011 noch nicht wieder geflogen. Wenig später ist sie auch aus dem Luftfahrtregister genommen worden, um die hohe Flugzeugsteuer nicht aufbringen zu müssen.

Gegenwärtig ist eine kleine Gruppe von Enthusiasten bemüht, das Flugzeug zu überholen.
Unter anderem ist beabsichtigt,
- Querruder, Höhenruder, Seitenruder und Landeklappen wieder anzubauen
- das Hydrauliköl zu erneuern
- die Türen abzudichten
- alle Fenster, Fensterrahmen und Fensterdichtungen zu erneuern
- das Flugzeug zum Testen des Fahrwerks aufzubocken
- den Innenraum aufzufrischen
- das Flugzeug gründlich zu waschen

Besonders dringend scheint das Problem mit der Erneuerung der Fenster und Fensterrahmen zu sein.
Könnte da nicht das Autohaus Barnath helfen? Für die DM-ZZA hat man doch dort alle Fensterrahmen neu angefertigt.

Außerdem hofft man auf Spenden für die benötigten Betriebsstoffe: Stickstoff, Motorenöl MS-20 und natürlich Flugbenzin B-91 (Avgas 100LL).
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Mo 20. Okt 2014, 20:16

Gibt es Neuigkeiten zur Maschine?
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 25. Nov 2014, 19:08

Das Fluzeug steht offenbar zum Verkauf:

weiter zum Artikel
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 31. Aug 2017, 17:32

Nachdem im Dezember 2016 seine Il-14P nun doch beschlagnahmt worden war, konnte Alexander Poddubny am 21. Februar 2017 seine gesamte Steuerschuld (Luftfahrtsteuer) in Höhe von 2.653.843 Rubel (45.000 Dollar) abzahlen. Dies war möglich, nachdem ihm ein einzelner Spender den größten Teil der Summe zur Verfügung gestellt hatte.
Leider sind die finanziellen Probleme damit immer noch nicht gelöst, da die Kosten weiterlaufen (u.a. 8.000 Dollar Luftfahrtsteuer pro Jahr). Herr Poddubny sträubt sich, seine Il-14P vom Luftfahrtregister abzumelden, weil ihre spätere Wiederzulassung aufgrund vieler zu erfüllender Auflagen sehr schwierig und nur mit Einschränkungen möglich ist. Er will dieses Flugzeug unbedingt als flugfähig erhalten, nicht als rottendes Museumsstück.

Beunruhigend ist, daß das Flugzeug derzeit bei flugzeug24.com zum Verkauf steht.
Dazu ist zumindest anzumerken, daß das Flugzeug auch früher schon einmal ohne Wissen oder Zustimmung von Herrn Poddubny im Internet zum Verkauf ausgeschrieben wurde.
Auf Herrn Poddubny's Website bei VK ist nirgendwo die Rede von einer aktuellen Verkaufsabsicht.
Heute habe ich jedoch eine "unbestätigte" Meldung gehört, daß Flugzeug sei verkauft worden.
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 31. Aug 2017, 18:42

Das ist krass!
Ich wollte eben die Frage zur Luftverkehrssteuer stellen - ob es denn kein "H-Kennzeichen" dafür gibt,
als mir das Ende die Sprache verschlug:
Nach welchen Recht kann denn ein Eigentum verkauft werden, wenn der Eigentümer weder enteignet noch unter Vormundschaft steht ???
Wer zum Teufel macht denn so etwas, modernes Piratentum >frage< Bürgerliches Recht kann das nicht sein,
da fehlen einem glatt die Worte
R.
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Re: Letzte flugfähige IL-14P aus Dresden in Gefahr!

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 1. Sep 2017, 10:55

Den genauen Hintergrund der damaligen Verkaufsaktion kann ich nicht beurteilen. Vielleicht war es ein schlechter Scherz oder jemand wollte Herrn Poddubny in Miskredit bringen. Möglicherweise waren es Betrüger, die ein Flugzeug verkaufen wollten, ohne es zu besitzen. Allein die vor Auffliegen der Transaktion einkassierte Anzahlung wäre ja schon ein schönes Sümmchen gewesen.
Ich hatte damals mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen und ein paar unverdächtige Fragen gestellt. Er stellte sich als Holländer heraus, der dem Anschein nach für ein russisches Energieunternhemen arbeitet. Er sicherte sofort zu, es sei kein Problem, das Flugzeug auf dem Luftweg zu überführen (obwohl es zu diesem Zeitpunkt auf dem ehemaligen Flugplatz Rschewka wegen der auf lange Sicht blockierten Startbahn mehr als festsaß).
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