Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

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Kilo Mike Sierra
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Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 26. Mai 2008, 16:58

Es soll bei der GST einen Flugunfall mit Zlin Z-42 gegeben haben, der auf Strukturversagen während des Fluges zurückzuführen war. Mir sind leider keine weiteren Details bekannt.
Wer kann diesen Vorfall bestätigen oder hat sogar weitere Informationen dazu?
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Thomas
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon DDR-WMK » Mo 26. Mai 2008, 18:19

Genaues kann ich dazu nichts sagen . Es sind einige Unfälle wohl passiert , weil das Trudelverhalten der Zlin sehr problematisch war .
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DDA
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon DDA » Mo 26. Mai 2008, 23:27

DDR-WMK hat geschrieben:Genaues kann ich dazu nichts sagen . Es sind einige Unfälle wohl passiert , weil das Trudelverhalten der Zlin sehr problematisch war .


Stimmt, ich kann mich daran erinnern, daß man in meiner Ausbildung die Lehrmeinung zum Ausleiten des Trudelns modifizierte. (neu: Höhenruder nachlassen, Seitenruder voll gegen die Drehrichtung, unter Berücksichtigung des Lastvielfachen abfangen). Die Reihenfolge sei wichtig, weil sonst bei der Z-42 ein Ruder im Schatten des anderen läge ind das Trudeln nicht (oder schwer) ausleitbar sei.


Axel
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 27. Mai 2008, 16:01

DDA hat geschrieben:Stimmt, ich kann mich daran erinnern, daß man in meiner Ausbildung die Lehrmeinung zum Ausleiten des Trudelns modifizierte. (neu: Höhenruder nachlassen, Seitenruder voll gegen die Drehrichtung, unter Berücksichtigung des Lastvielfachen abfangen). Die Reihenfolge sei wichtig, weil sonst bei der Z-42 ein Ruder im Schatten des anderen läge ind das Trudeln nicht (oder schwer) ausleitbar sei.

Axel

Wir sind vom Thema abgekommen. Dennoch möchte ich gern wissen, wie denn die alte Lehrmeinung zum Ausleiten des Trudelns gewesen ist?
Zuletzt geändert von Kilo Mike Sierra am Di 27. Mai 2008, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unterstreichung ergänzt
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Thomas
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon DDR-WMK » Di 27. Mai 2008, 16:08

Das kann ich mit Bestimmtheit wohl auch nicht sagen , da meine Flüge (auch Trudeln) Mitte der 80er Jahre waren .Dazu hätte ich dann aber Ausführungen aus meinem Lehrheft !
Oleg
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Hirsch
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon Hirsch » Mi 28. Mai 2008, 18:58

Das Ausleiten des Trudelns ist normalerweise: Seitenruder normal/ gegen die Drehrichtung, bis die Rotation aufhört, anschließend(!) Knüppel drücken und Fahrt aufholen. Das hat seine Ursachen in der Aerodynamik bzw. Anströmung beim Trudeln: eingeleitet wird es, indem bei Minimalfahrt das Seitenruder getreten wird. Damit reißt auf der Innenseite die Strömung ab, außen nicht. Wenn ich diese ungleiche Anströmung so belasse, kann ich am Knüppel drücken, wie ich will, normalerweise schaffe ich es auf der Innenseite nicht, die Strömung wieder anzulegen und genügend Auftrieb zu schaffen. Daher also die genau umgekehrte (im Vergleich zum Einleiten) Steuertechnik beim Ausleiten.
Aus meiner Sicht wurde es bei der Z-42 auch 1985/86 so geflogen, als ich da oben war :shock: . Ich kann mich nicht an ein vorheriges Nachlassen/ Drücken des Steuerknüppels erinnern. Gleich anschließend die Kampfkurve...
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DDR-WMK
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon DDR-WMK » Mi 4. Jun 2008, 12:20

hirsch hat geschrieben:Das Ausleiten des Trudelns ist normalerweise: Seitenruder normal/ gegen die Drehrichtung, bis die Rotation aufhört, anschließend(!) Knüppel drücken und Fahrt aufholen. Das hat seine Ursachen in der Aerodynamik bzw. Anströmung beim Trudeln: eingeleitet wird es, indem bei Minimalfahrt das Seitenruder getreten wird. Damit reißt auf der Innenseite die Strömung ab, außen nicht. Wenn ich diese ungleiche Anströmung so belasse, kann ich am Knüppel drücken, wie ich will, normalerweise schaffe ich es auf der Innenseite nicht, die Strömung wieder anzulegen und genügend Auftrieb zu schaffen. Daher also die genau umgekehrte (im Vergleich zum Einleiten) Steuertechnik beim Ausleiten.
Aus meiner Sicht wurde es bei der Z-42 auch 1985/86 so geflogen, als ich da oben war :shock: . Ich kann mich nicht an ein vorheriges Nachlassen/ Drücken des Steuerknüppels erinnern. Gleich anschließend die Kampfkurve...


Hallo " hirsch " !

Wo bist Du mit der Z-42 geflogen ? In Schönhagen oder Jahnsdorf ?

Oleg
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Flugi
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon Flugi » Mi 4. Jun 2008, 17:15

Über ein Strukturversagen bei der Z-42 ist mir nix bekannt.
Der wohl gab es aber eine ganze Reihe, zum Teil tragischer Abstürze mit einigen toten Kameraden, die wie schon gesagt, auf das Trudelverhalten der ersten Z-42 zurückzuführen waren. Zeitweise durften Flugzustände, die ein Trudeln ermöglichen konnten, nicht herbeigeführt werden.
Erst mit der Einführung neuerer Serien und dem Nachrüsten alter Z-42 mit den sogenannten Trudelleisten, brachte eine Besserung beim Ausleiten.
Die „Trudelleisten“ waren rechts und links, oberhalb der aufklappbaren Motorklappen angebracht und bewirkten ein verändertes Anströmverhalten.
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MFG Flugi

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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon Hirsch » Mi 4. Jun 2008, 19:38

DDR-WMK hat geschrieben:Wo bist Du mit der Z-42 geflogen ? In Schönhagen oder Jahnsdorf ?

Der kluge Mann weiß : in Jahnsdorf! :shock:
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EDCM-WNO
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Re: Gab es Strukturversagen bei Zlin Z-42?

Ungelesener Beitragvon EDCM-WNO » Mo 28. Jul 2008, 11:36

Hallo auch,

soweit ich mich erinnern kann ist die beschriebene Verfahrensweise von Hirsch korrekt. Jedoch sollte das Trudeln spätestens nach 3 (glaub ich waren es) Umdrehungen wieder ausgeleitet werden um nicht ins stationäre Trudeln zu gelangen welches dann doch eher schwieriger wieder auszuleiten war.
Natürlich war ich auch in Jahnsdorf--88/89
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