Der Blanik - eine tschechische Legende

Trainer29
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Trainer29 » Mo 10. Apr 2017, 23:02

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Die Zlín Z-26/126 Trenér Serien waren von diesem Problem nicht betroffen, so weit ich weiß, sondern Z-226/326/526.
Nach einem Unfall einer zwei Jahre alten und zu knapp 25 Prozent "abgeflogenen" Z-526A wurden ca. 100 Z-526A untersucht und bei zwei weiteren, ebenfalls sehr jungen Maschinen gleichartige Ermüdungsrisse festgestellt. Das waren Flugzeuge, die für +6/-3 g bei maximal 2.200 Flugstunden im Kunstflug zugelassen waren.
Als einzelne Z-526A "sicherheitshalber" auch für +7/-4,5 g zugelassen wurden, mußte ihre Lebensdauer bei reiner Kunstflugnutzung auf 100 Flugstunden begrenzt werden. Das spricht Bände.


Hallo,

auf wie viele Kunstflugstunden kommt denn ein Flugzeug das für den Kunstflug zugelassen ist im Jahr?(ob Motor oder Segelflugzeug ist erst mal egal)
Wie werden die Stunden zusammen gerechnet?
Und wer überprüft es?

Gruß Jürgen
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Wenn sich alle gegen dich stellen, denke immer daran: Flugzeuge starten gegen den Wind.

bluemchen
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 11. Apr 2017, 17:17

Hallo Jürgen,
die Frage ist a) berechtigt wie b) nicht pauschal zu beantworten.

Anders als z.B. in den Rennmaschinen, die in der Red Bull Air-Race Startliste stehen, haben die hier betrachteten Flugzeuge kein installiertes Meßgerät, welches die Vektorkräfte / -spitzen aufzeichnet und im Speicher summiert. Beim Air-Race erhält ein Pilot dagegen Strafpunkte von der Jury, wenn er ein vorgegebenes Lastvielfaches im Wettbewerbsflug überschreitet.

Somit bleibt hier nur eine schriftliche Nachweisführung nach LuVG. Nachweisdokumente sind - das Flugbuch des Piloten (PIC)
- das Startbuch / Startkladde des Startleiters mit der Start-Nr., Start- und Landezeit des jeweiligen Lfz., demzufolge Flugzeit, Flugaufgabe, Besonderheiten (kann auch eine harte Landung / Außenlandung sein; Seilriß beim Schlepp ... ; jedwede Beschädigung)
Am Ende des Tages werden diese Zeiten aus der Kladde (in Minuten-Genauigkeit) in die jeweiligen Bordbücher der Lfz. summiert übertragen.
Das Bordbuch des Lfz ist das entscheidende Dokument für die technischen Aussagen zur Nutzung.

Die Frage der Objektivität steht durchaus im Raum, denn anders als zu Zeiten des gemeinschaftlichen Fliegens, in der dieses Reglement preusischer Hoheit unterworfen war, bin ich mir beim privaten Fliegen heute dessen nicht ganz so sicher.
Zum Verständnis Kunstflug: Hierunter fällt tatsächlich nicht der einfache Kunstflug mit den ob. gen. Figuren wie Steilkreise. Die Flugaufgabe weist das exakt aus, jedoch die Zeitzuteilung ist subjektiv zur Flugzeit prozentual anzurechnen.
Somit ergeben sich dann summierte Startzahlen / Flugzeiten /Kunstflugzeiten auf die Periode (Saison, Jahr) . Daraus ergeben sich dann in der Planung die Wartungsaufgaben / Checks.
Bei dem ob.gen. Segler Blanik 1 war die konstruktive Flugleistung bei 3.750 Stunden mit einem 10%-igem Kunstfluganteil konzipiert.

Die Dokumentenkontrolle vorgesetzter Stellen war, wegen unendlicher Fehlermöglichkeiten in der Masse und penibler Durchführung, immer etwas gefürchtet bis zum Stempel der Erleichterung.
Festzustellen ist aber auch: Diese Bücher sind Urkunden und Urkunden zu fälschen, vorsätzlich oder fahrlässig, zieht strafrechtliche Verfolgung nach sich. Das heißt, wegen problematischer Lizenzerhaltung mal was zu schreiben, oder wegen schieben von Checks etwas nicht zu schreiben, wäre ein heißes Eisen.
Soweit eine Überlegung dazu
R.
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mi 7. Jun 2017, 02:09

Die Bordwand des Blaník ist vergleichsweise hoch.

Bild
L-13 Blanik by Aleksander Markin. Александр Маркин, on Flickr

Eine nette Szene aufgenommen auf dem Flugplatz Schewlino, ca. 65 km nordwestlich von Moskau.
Wer hat behauptet, es gäbe keine Gentlemen mehr?
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Thomas

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bluemchen
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mo 11. Sep 2017, 16:08

Die Ode an den Blanik ist noch nicht zu Ende geschrieben, wie das Red-Bull- Blanix Team
(siehe auch hier: http://www.sagach.ch/Deutsch/flugzeuge/blanik.htm )

eindrucksvoll demonstriert - Anfang August zum Flugplatzfest in Spitzerberg / Österreich:

Hier am Tage:
Blanix Team.png
Blanix Team.png (626.56 KiB) 1069 mal betrachtet
und hier bei ihrer Nachtflugvorführung:
Blanix Team Nacht 1.png
Blanix Team Nacht 1.png (280.21 KiB) 1069 mal betrachtet
Blanix Team Nacht.png
Blanix Team Nacht.png (370.14 KiB) 1069 mal betrachtet
Quelle: https://www.austrianwings.info/2017/08/ ... berg-2017/

Das ist schon zum Träumen, doch gerade hier sollten die Akteure hellwach sein. Ein buchstäblich nicht alltägliches Level.

Ein Rückblick zu "unserer" Zeit, wie mir eben einfällt: Nach der SBO (Segelflugbetriebsordnung) von 1957 gehörten zum Nachtflug a) die Erlaubnis, - dabei hatte "Nachtflug" nicht unmittelbar etwas mit Dunkelheit zu tun, es galt 1 Std. nach SU bis 1 Std. vor SA - und b) die Ausrüstung der Maschine - Instrumentenbeleuchtung / Positionsbeleuchtung / Leuchtpistole mit Munition !!! - gab ja keinen Flugfunk; Bei Ausfall z.B. eines Positionslämpchens o.a. war vom Piloten "Rot" zu schießen ...
(Dazu: vor dem Nachtstart - leichtes Essen, 7...8 Std. Schlaf und körperliche Anstrengungen waren verboten )
>grins<
Grüße
Rainer
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Mucha100 » Do 2. Mai 2019, 13:47

So richtig glauben konnte ich es gar nicht, was mir da auf "Fääzbuug" reinflatterte
Das hier: Ein L-13s "Blanik"
L-13s Blanik.png
Aber "Ein" ist auch falsch, die Geschichte dahinter aus dem Land, wo alles etwas größer, schwerer, weiter, höher ist, ist folgende:
Die Amerikaner schicken da drei "Blanik´s (zu den Blanik-Lebensläufen war hier schon geschrieben) einfach mal nach Prag zur Schwachstellen Reparatur und jetzt ist die Rücksendung per Container wieder da (jetzt = Herbst ´18).
Seht selbst:
Das Video:
https://www.facebook.com/soaringbozeman ... 120208294/
Aufgerüstet https://www.facebook.com/soaringbozeman ... 981089260/ und vor die Halle geschoben https://www.facebook.com/soaringbozeman ... 209776046/ Sie schreiben vor 6 Monaten : Oktober ´18! Schließlich wird der Blanik L13 wieder flugbereit gemacht.
Eine lange Reise und eine lange Geschichte-vom jahrelangen grounding über die Verschiffung in einem Container nach Prag, repariert und mit neuem Interieur ausgestattet, um in die USA zurückgeschickt und wieder zusammengebaut zu werden, drei Blanik L13 werden wieder fliegen :-)

Die Höhenflugsaison 2019 ist eröffnet
59273959_2232116477102807_4472928028959178752_o.jpg

Schauen wir mal, was von den Jungs noch kommt
- der Blanik bleibt eine Legende
Grüße
Mucha 100
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Mucha100 » Do 27. Jun 2019, 00:51

Eine Blanik-Faszination

Auch von der Wiener Neustadt in Anlehnung an die Bilder Nachthimmel Spitzerberg (s.o.) ein Video von Blanik Aircraft - das Red Bull Blanix-Team in Aktion https://www.facebook.com/watch/?v=272555903375139
Eine unglaubliche Harmonie und Präzision in den dynamischen Bildern, die das einmalige Blanix-Team in den Himmel zaubert

und außerdem (fast unbeachtet) voriges Jahr …
Blanik 2018 1.png
und >sup<
Blanik 2018.png
Blanik 2018.png (597.53 KiB) 91 mal betrachtet

VG mal wieder
Mucha100
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 27. Jun 2019, 19:53

Was?! Der Blaník wird wieder produziert?
Nachdem auch der Heim-Computer Commodore 64 ab Ende des Jahres wieder produziert werden wird - und nun auch der Blaník - da kann ich mir ja Hoffnung machen, daß ich auch noch die Wiederaufnahme der An-2 Produktion erleben werde.
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Thomas

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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Mucha100 » Fr 28. Jun 2019, 21:58

Das ist eine großartige Idee
Kilo Mike Sierra hat geschrieben:… die Wiederaufnahme der An-2 Produktion ...
die hätte schon längst passieren müssen und man sollte das an die entsprechenden staatlichen Stellen umgehend weiterleiten ... >grins<

Und nicht nur das, auch die Podwa viewtopic.php?f=228&t=2516 gehörte in dieser vertrackten Mikrochip-Cyber-Hacker-Zeit für das einfache Volk als einfaches unsinkbares analoges Luftfahrtvehikel wieder ins Programm. Wer zum Mond möchte, kann ja trotzdem dorthin …
Es ist so einfach, jemandem eine Freude zu machen, denn es gäbe so viel Potential …
Das Eine oder Andere machen die Tschechen schon wie wir sehen, die haben das wohl erkannt - aber im Ernst, bei einem Markt von den Staaten bis Neuseeland sind sie ja auch gut beraten dazu
VG
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Re: Der Blanik - eine tschechische Legende

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 29. Jun 2019, 00:12

Mir schweben da noch andere Neuauflagen vor.
Ich finde, auch die Tu-154 und die Jak-40 sollten mit moderneren Triebwerken und Bordgeräten wieder auf Kiel gelegt werden.


Ich vermute, der Blaník ist vor allem deshalb so populär, weil er aufgrund der Metallbauweise so langlebig ist. Oder was ist der Grund für seine Wiederauferstehung?
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Thomas

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