Was war GST

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Flieger Bernd
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Was war GST

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Di 1. Nov 2005, 21:17

Gesellschaft für Sport und Technik

wikipedia

:idea: FlieBe.
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Endeground

LongAway
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Ungelesener Beitragvon LongAway » Mi 2. Nov 2005, 18:45

BeitragVerfasst am: Di 01 Nov, 2005 21:07
OT

GST - Gesellschaft für Sport und Technik

Eine staatliche Einrichtung in der DDR zwecks sportlicher und technischer Ausbildung
der Jugend (habe ich jetzt "by hart" geschrieben)
Die GST umfaßte z.B. Fliegen, Wassersport, Auto und Lkw Fahrschule, ... Ausbildung an der Waffe / welcher Junge schießt nicht gerne ?

Der anfangs sportliche Charakter wurde Ende der 60. der Jahre zur
vormilitärischen Ausbildung.

http://www.flugsport-stoelln.de/index.php?id=verein Klick

Und hier http://www.flugsport-stoelln.de/index.p ... b=historie



Und auch hier im Forum gibt es ein Eckchen GST (und dort geht es weiter !!)
Das Forum gibt es nicht mehr - Nachtrag Dez. 2008 FlieBe

Na ich denke das hilft mehr in Sachen GST !

FlieBe.

==edit== kleine Korrekturen ==edit==
_________________
The sky is the limit,
Denkste - the ground is the limit Wink

Zuletzt bearbeitet von Flieger Bernd am Mi 02 Nov, 2005 19:06, insgesamt 10-mal bearbeitet


Na FlieBe.
das gehört doch hierher :roll:

8-) LA
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Flieger Bernd
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Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Mi 2. Nov 2005, 19:35

Richtig LA,
aber die Frage wurde an anderer Stelle geschrieben und dort
beantwortet.
Hier noch ein Bild, welches den Umfang der GST veranschaulicht.
Bild
Die GST war natürlich staatlich finanziert - dadurch waren die Beiträge
auch vom Taschengeld eines Schülers tragbar.

moin, FlieBe.
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spez7893
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Ungelesener Beitragvon spez7893 » Do 2. Feb 2006, 20:36

in fast jeder der GST Sektionen gab es neben den offiziellen Erlebnisbereichen viel, viel mehr. Während meiner Ausbildung wurde für die Segelflieger der IF (Standort Friedersdorf ???)ich war kein Mitglied.
ein Super Floß gebaut. Ich denke 6 IL 62 Schläuche bildeten die Basis.
Ein ökologischer Antrieb sorgte für die Fotbewegung. Ein Wasserrad von Muskelkraft angetrieben.
Die gemeinsamen GST/ ZV Lager zu Beginn jeden Lehrjahres waren die beste Ebene sich kennen zu lernen. Am Abend zu den Tanzveranstaltungen war nicht mehr viel von Militär zu erkennen.
Das Leben war eben manchmal anders als es Historiker und Journalisten heute darstellen. Irren ist eben menschlich.
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LongAway
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Ungelesener Beitragvon LongAway » Fr 3. Feb 2006, 20:25

spez7893 hat geschrieben:...
Ein ökologischer Antrieb sorgte für die Fotbewegung. ...
Fett von LA

Hi spez7893,
nun werde mal nicht putzig (ökologischer Antrieb) :-P
Ansonsten bin ich Deiner Meinung - GST war nix böses sondern
hat der Jugend viel geboten und das politische wurde bis
etwa mitte der 70-er klein gehalten.


:-) LA
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Cpt. Holle
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Ungelesener Beitragvon Cpt. Holle » Sa 4. Feb 2006, 21:19

LongAway hat geschrieben:... Ansonsten bin ich Deiner Meinung - GST war nix böses sondern
hat der Jugend viel geboten und das politische wurde bis
etwa mitte der 70-er klein gehalten.
:-) LA



... außer daß man in der Praxis kaum ne Chance auf eine Segelflugausbildung hatte (zumindest dann in den 80ern) , wenn man sich nicht schon als Kandidat "für Kamenz" gemeldet oder zumindet für 3 Jahre Armee selbstverpflichtet hatte. :twisted:
Zuletzt geändert von Cpt. Holle am Sa 4. Feb 2006, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
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EA-Henning
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Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Sa 4. Feb 2006, 21:21

Nun ja, aber heute hast Du dafür ohne Kohle überhaupt keine Chance.
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Flieger sterben nicht, sie fliegen nur höher!

Cpt. Holle
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Ungelesener Beitragvon Cpt. Holle » Sa 4. Feb 2006, 21:35

Das stimmt natürlich, aber unterm Strich war es in Sachen Gleichberechtigung damals eben nicht besser. Seinerzeit war "mangelnde Staatstreue" das potentielle Knockout, heute ist es eben das Geld.

Es hat mich schon etwas wütend gemacht zu hören, daß ich als begeisterter Aviatiker "leider derzeit nicht berücksichtigt werden könnte, weil Anwärter auf eine Offizierslaufbahn bei den LSK/LV bevorzugt berücksichtigt werden müßten und die Kapazitäten limitiert sind."

Ein Mitschüler und (potentieller NVA-Flieger) hatte es hingegen geschafft. Ich habe dann nach jeder seiner Theoriestunden am nächsten Tag in der Schule seine Mitschriften abgeschrieben und so die Ausbildung quasi inoffiziell halb mitgemacht. Ganz ohne "Aufbaustunden" in Friedersdorf leisten zu müssen... :)

Cpt. Holle - der theoretische Segelflieger :wink:
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spez7893
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Ungelesener Beitragvon spez7893 » So 5. Feb 2006, 13:45

hallo cpt. holle,
das leben ist immer ein kompromis. Für mich war die Fliegerei immer das größte. Um meine berufliche Entwicklung im Bereich der Flugtechnik zu beschleunigen, hatte ich keine Probleme bei der Armee zu studieren. Wenn ich es gewollt hätte, Segel-oder Motorflieger zu sein, wäre eine Verpflichtung zum Militärflieger kein Problem gewesen. Trotz 15 Jahren Belehrung über die Bosheit der DDR habe ich auch heut kein Problem das Leben in diesem Staat positiv zu sehen.
Die heutigen finanziellen Schranken sind mit sicherheit schwieriger zu überwinden.
Was kostet ein PPL? Was muß der Pilot für ein Type Rating bezahlen?
Die Liste der finanziellen Schranken im Freizeit- und Berufsbereich ließe sich fortsetzen.
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EA-Henning
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Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 5. Feb 2006, 14:34

Ich muss hier, mal ganz ohne politische Wertung, zustimmen. Ein Beispiel aus dem Leben.
Ich habe am Freitag ein Vorstellungstermin gehabt. Bei einem ganztägigen Test mit 100 Kanditaten für einen Arbeitsplatz bei der telefonischen Hotline für ein deutsches Computer-Unternehmen "überlebten" 6 Leute, darunter ich. Hierbei ging es speziell um Leute, die die schwierigen Probleme Lösen, was der normale Kundendienst nicht Schafft. Dabei wird mit Telefon und mittels VPN (Fernwartung) gearbeitet. Leider wird es an kleinen Problemen haken. Die Entscheidung sollte bis Morgen erfolgen und dann gleich 8 Wochen einarbeiten. Natürlich unentgeldlich (Weil ich ja geringfügig verdiene) oder zu (für die anderen) HArz-4 Konditionen. Gleichzeitig wird jedoch Buissness-Kleidung vorausgesetzt, natürlich nicht jeden Tag dieselbe. Ausserdem bedeutet es, täglich 150 km Autofahrt. Plus 5 Euro Parkgebühr. Sicher, für einige kein Problem. Für Leute jedoch, die mit 1400 Euro für 4 Personen auskommen müssen (was im Osten ja eigentlich schon wieder viel Geld, einkommenmässig, ist, andererseits tatsächlich nix ist) ist das schlicht nicht finanzierbar. Ich bin z.B. im letzten Jahr das erste mal in einem Flugzeug geflogen, aber nur weil mein Sponsor mir das ermöglichte. Ich gehöre wohl, wie viele zu den Verlierern der Einheit (die eher ein Beitritt war). Ich will und woltte die DDR, wie sie teilweise war sicher nicht, ich wollte aber auch keine BRD. Es hätte andere Wege geben können, wenn man nicht unbedingt auf die Leute gehört hätte (soviele waren es gar nicht, aber sie brüllten Laut), die nach Bananen brüllten (Sie schmeckten mir damals nicht und heute auch nicht). Und mal ehrlich, wieviel Arschkriechertum gibts es heute, nur um etwas zu ermöglichen? Ausserdem wird man heute wesentlich m,ehr auspioniert als von der sogenannten "Stasi". Ich für meine Person werde wohl aus meinem niederen Daseinstum herrauskommen, dafür gibt es nicht wirklich Möglichkeiten. Ich hoffe nur, das dies meinen Kindern gelingt, den ich leider nicht sehr viel bieten kann. Ein Flugschein erst gar nicht. Das sollte man mal Bedenken, wenn man mal über die DDR-Diktatur Schreibt. Ja, es war vermutlich eine Diktatur. Heute gibt es dafür ganz viele kleine Diktaturen.
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