Das "Irkut"-Projekt MS-21

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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 16. Mai 2019, 01:02

Wie im "aerosieger" https://www.aerosieger.de/news/12923/mc ... skau.html/ gestern berichtet, wurde im Schukowski (Ramenskoje) die ob. erwähnte dritte Maschine zu weiteren Flug-/Zertifizierungstests empfangen.-Im "aerosieger" noch im grünen Grundlack vor der Überführung nach Uljanowsk
(Wie aus dem Unternehmen hervorgeht, wurde der Liner am 25. Dezember von der Endmontagewerkstatt in die Flugprüfstelle des Luftfahrtwerks Irkutsk, der Niederlassung der Irkut Corporation, verlegt).

13.05. nach russianplanes Schukowski /M.M.Gromow
249297.jpg
Q.: https://russianplanes.net/id249297

Die drei Flugmuster sind dann mit
der WN: MC.0001 Bordnummer: 73051/ 001 (2017)
der WN: MC.0003 Bordnummer: 73053/ 002 (2018)
der WN: MC.0004 Bordnummer: 73054/ 003 (2019) - Bild oben

die weiteren vergebenen Bordnummern sind die 73056 (0006) und 73057 (0007) - im Bau ohne Zeitangabe
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21 / Zertifizierung

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 19. Jun 2019, 19:56

Die Zertifizierung der MC-21 läuft offensichtlich wie geplant

- Die Piloten der EASA haben die zweite Testflugetappe der MS-21-300 abgeschlossen (ihre Typlizenz erwarben sie voriges Jahr).
Experten bewerteten das Verhalten der MS-21-Flugzeuge diesmal in verschiedenen Modi bis zu einer Höhe von 12.000 Metern, wie der Pressedienst
der Irkut Corporation berichtete.

Aerosieger berichtet dazu: https://www.aerosieger.de/news/13027/mc ... n-ab.html/
wie auch "sibnet nowosti" ebenfalls https://info.sibnet.ru/article/552535/ und sicher woanders auch noch.

Der Abschluß wird für Mitte 2020 erwartet, "gleichzeitig setzen wir im Luftfahrtwerk Irkutsk die Produktion von Flugzeugen für die Auslieferung an die ersten Kunden ein", wie Yuri Slusar, Präsident der United Aviation Corporation, sagte.

- Die Probleme mit den (sanktionsbedingten) Kompositmaterialien wird man sicher mit eigenen Kapazitäten zu lösen im Stande sein. Insofern sollte die Politik erkennen, welchen Unfug sie in den internat. Kooperationsverträgen treibt und letztlich durch Substitution (wenn auch aufwändig) verpufft. Und Russland wird sicher auch daraus lernen, eigene wissenschaftliche Arbeiten konsequenter voranzutreiben, Abhängigkeiten zu reduzieren ...
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 8. Nov 2019, 23:07

Um den vorstehenden Beitrag aktuell zu ergänzen: Die EASA Piloten vollenden die dritte Testflugreihe der МС-21
siehe:
https://www.aerosieger.de/news/13510/21 ... eihe.html/

Detaillierter berichtet Sibnet.ru zum Testprogramm - Flugverhalten der Maschine, das die EASA-Piloten zu bewerten haben https://info.sibnet.ru/article/552535/

Wie Yuri Slyusar, Präsident der United Aircraft Corporation sagte, wird
"parallel dazu im Luftfahrtwerk Irkutsk die Produktion von Flugzeugen für die Auslieferung an unsere ersten Kunden gestartet"

# # #
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 10. Nov 2019, 18:31

...Flugverhalten der Maschine, das die EASA-Piloten zu bewerten haben ...

Das klingt sehr nach subjektiver Bewertung. Flugzeuge werden jedoch nach objektiven Kriterien zugelassen (leider recht veraltete Kriterien).
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Thomas

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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 23. Jan 2020, 11:29

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Das klingt sehr nach subjektiver Bewertung.

- da habe ich mich sicher unglücklich ausgedrückt, die Kollegen werden sicher objektive Diagramme vorlegen. Ich meinte nur, daß der mentale Eindruck der Testpiloten vermutlich mit einfließt.

Mich interessierte, wie es denn nun weitergeht, denn ursprünglich sollte 2020 die Auslieferung an Aeroflot erfolgen. Sanktionsbedingt war das nicht zu halten, Irkut mußte, wie bekannt, den Verbundflügel komplett substituieren. Das scheint gelungen, die Auslieferung verschiebt sich somit auf 2021.
Was die Zertifizierung betrifft, sind diese Bedingungen vergleichbar mit der SSJ 100-Flugzeugmusterzulassung, die 6,5 Jahre dauerte.

Neu ist: Nach https://ircity.ru/news/43778/
wurden die ersten PD-14-Triebwerke für die MS-21 an das Irkutsker Luftfahrtwerk geliefert.
Vorher schon - Februar 2019 - berichtete der russische Vize-Premier Juri Borissow, dass die Flugzeughersteller bereit seien, die Triebwerke der amerikanischen Firma Pratt & Whitney zugunsten der einheimischen PD-14 aufzugeben.
Auf diesen hatte die MS-21 zwar das "Fliegen gelernt", was gut und richtig war, aber nun wird umgerüstet und das Zertifizierungsverfahren wird über 20/21 mit der neuen Konfiguration fortgesetzt werden.

Was ist der Plan, auch wenn er sich bescheiden gibt:
2021 die Auslieferung von 6 Maschinen,
2022 Verdoppelung auf 12 Maschinen,
2023 ein Ausstoß vom 25 Maschinen.
Mitte November sagte der Chef der UAC, Yuri Slyusar, dass der Konzern die Jahresproduktion der MS-21 auf 120 Flugzeuge erhöhen will. Bisher erlaubt die Produktionskapazität die Herstellung von 70 Flugzeugen pro Jahr.

Da die MS-21 die bisherigen treuen Tu-154 und Tu-134 ersetzen soll, wird es aber auch tatsächlich Zeit, daß sie wirklich aus den Puschen auf den Markt kommt.
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 11. Nov 2020, 12:25

Wegen der Frage -
bluemchen hat geschrieben:... wie es denn nun weitergeht, denn ursprünglich sollte 2020 die Auslieferung ... erfolgen
- gibt es tatsächlich eine Wortmeldung in https://irkutskmedia.ru/news/1020956/

Es geht weiter, und zwar mit dem inländischen Perm-Motor PD-14, wie berichtet wird.
Das MS-21Testmuster mit dem PD-14 ist im Luftfahrtwerk Irkutsk fertiggestellt und wird von der Endmontage der Flugversuchsabteilung übergeben.
Das ist doch schon mal gut.
Nach Aussage soll der Flugtest noch in diesem Jahr erfolgen. Herauszulesen ist durchaus der Stolz, daß die bevorstehenden Tests der MS-21 mit inländischen Triebwerken ein Meilenstein für die Branche, eine klare Bestätigung sind, daß die heimische Zivilluftfahrtindustrie eine Zukunft hat
Zustimmung,
denn das PD-14 ist tatsächlich das erste vollkommen neu entwickelte inländische TW dieser Klasse seit dem Zusammenbruch der UdSSR.

Nochmal zurückblickend
, fand der erste Flug der MS-21 am 28. Mai 2017 in Irkutsk statt. Nach den Testflügen über Irkutsk absolvierte die erste MS-21-300 dann den längsten Flug von Irkutsk zum Flugplatz des Gromow-Instituts / Region Moskau. Der Liner legte in 6 Stunden etwa 4,5 Tkm ohne Zwischenlandung zurück bei einer Flughöhe von ~ 10.000 Meter ( ausgerüstet mit den amerikanischen Pratt & Whitney PW1400G-Triebwerken).

Angemerkt wird auch, daß die Pandemie Einfluß auf die Zertifizierung hatte, mithin rechnet man mit den ersten Auslieferungen nun Ende 2021 (P&W),
mit dem PD-14 die Zertifizierung 2022 (nach ATO von gestern http://www.ato.ru/content/zavershena-po ... 6vG8dYZ_hk )
Beide Varianten sollen den Airlines dann zur Auswahl stehen.
# # #
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 15. Dez 2020, 22:34

Sie fliegt, verdammt nochmal. Sie fliegt, die MS-21, mit ihren russischen "PD-14" Triebwerken
- Heute, am 15. Dezember, das erste Mal :-) berichtete der Pressedienst des Staatskonzerns Rostec.

... mit einem wunderschönem Motiv aus Irkutsk
8fccfa9cd5bf0605112f65fda29e399c.jpg
8fccfa9cd5bf0605112f65fda29e399c.jpg (122.97 KiB) 1678 mal betrachtet
Q.: https://aif.ru/society/ptransport/letae ... _vozmi_ms-

- Ein Kommentar und ein Rückblick zur Entwicklung des Projektes im Diretlink

Es berichten auch https://iz.ru/1100118/2020-12-15/eksper ... vukh-tipov und ... Weitere, vermutlich alle.

Verständlich und nachvollziehbar die Freude, die Mühe war sicherlich unendlich
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 18. Mai 2021, 20:08

Auch wenn es gedauert hat -
Das Projekt MS-21 mit einer weiteren gelungenen Substitution

- Da auch aeroTELEGRAPH nicht an dem Thema vorbei kommt, einige russische Veröffentlichungen zum Thema:

D. Manturow /Tass: https://tass.ru/ekonomika/11371299
"Der erste Flug der russischen MS-21-Maschine mit dem inländischen Verbundflügel könnte noch vor Ende des Jahres stattfinden", sagte der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturov über den Pressedienst.
Bezug: Die Irkut Corporation berichtete auch, dass eine 17,5-Meter-Flügelkonsole der MS-21-300 aus russischen Verbundwerkstoffen an das Irkutsk Air Plant geliefert wurde...

MS-21 Projekt / Sanktionsfolgen https://vz.ru/economy/2021/5/15/1099240.html
"Innerhalb von zwei Jahren gelang es Russland, Verbundwerkstoffe aus den Vereinigten Staaten und Japan zu ersetzen, die verboten (sanktioniert) wurden.
Jetzt hat Russland nicht nur Technologien für die Schaffung des "schwarzen" Flügels patentiert, sondern auch heimische Materialien für seine Herstellung... Wie haben die USA Russland unwissentlich (auf die Füße) geholfen ?

Mehr zum Thema
"Die erste Flügelkonsole der MS-21-300 aus russischen Verbundwerkstoffen"
im Livejournal https://bmpd.livejournal.com/4308863.html
"Die 17,5 Meter lange Konsole wurde von Uljanowsk nach Irkutsk auf der Straße geliefert.
Irkut und AeroComposit haben ein spezielles Rig mit einem System von Anbaugeräten und Sensoren entwickelt, um strukturelle Schäden während des Transports zu verhindern....

".... Die Technologie zur Herstellung von großformatigen Caisson-Flügelprodukten auf Basis von Infusionstechnologien wurde von AeroComposite entwickelt und in Russland patentiert".

((Hierbei soll es sich um eine andere Fertigungstechnologie handeln mit höherer Festigkeit im Ergebnis)

Da der neue Verbundflügel baugleich mit dem bisherigen Modell ist, wird erwartet, daß es keine neue Zertifizierung benötigt. Im Verbund mit dem russ. TW PD-14 gibt es einen weiteren Schritt, sich unabhängig (von Sanktionen) zu machen.

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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 18. Mai 2021, 20:18

Das Ding fliegt gerade, und nun basteln die schon wieder an der Struktur?
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Re: Das "Irkut"-Projekt MS-21

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 18. Mai 2021, 21:53

EA-Henning hat geschrieben:Das Ding fliegt gerade, und nun basteln die schon wieder an der Struktur?

Nee,
der bisherige Flügel ist den Sanktionen zum Opfer gefallen. Man hatte auf internat. Kooperation gesetzt - und verloren. Damit haben die Amerikaner dem Projekt rd. zwei Jahre gestohlen für eine Serienproduktion,
aber nun mit dem Ergebnis, daß die Russen aus dem Desaster lernend, endlich auch ihre eigenen Ressourcen (mit Qualität) von Grundstoff bis Fertigprodukt zur Geltung bringen.
Jetzt ist der Flügel (mit gleicher Struktur) rein russisches Produkt
Soweit nach meinem Verständnis
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