Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

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Kilo Mike Sierra
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 20. Okt 2015, 19:53

Viele halten ein Versehen oder eine schlecht ausgebildete Bedienungsmannschaft für ein mögliches Szenario.
Eine üble Provokation zur Anheizung des Konfliktes käme auch noch in Frage.
Manche denken sogar an eine "Bestrafung" des abtrünnigen Malaysias, wozu sie einen Zusammenhang mit der anderen, wahrscheinlich im Indischen Ozean verschwundenen 777 herstellen.
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Thomas
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 31. Okt 2016, 18:16

Es gibt da noch eine Frage, die ich gern an unsere Politiker, an die deren Lied singenden Leitmedien und verschiedene investigative Journalisten richten würde.

Welches Motiv sollte Russland gehabt haben, ein malaysisches Verkehrsflugzeug aus dem ukrainischen Himmel zu schießen?
Es ist im höchstem Maße erstaunlich, daß diese Frage nicht einmal mit einer Million Lichtjahren Entfernung gestreift wird.

Wenn es kein plausibles Motiv gibt, dann würde ein versehentlicher Abschuß naheliegen. Doch dann müsste zumindest das eigentliche Angriffsziel identifiziert werden und die Motive für diesen Angriff plausibel gemacht werden.
Auch das geschieht nicht.

Werden andere Akteure überhaupt in Erwägung gezogen?
Nein. Sieht man von Meteoriten einmal ab (s.o.). Diese sehr naheliegende Frage wird ebenfalls nicht gestellt.

Liegt das vielleicht daran, daß sich unbeteiligte Politiker und eilfertige Medien hier zum Richter in einer Sache gemacht haben, über die sie gar nichts wissen?
Wenn Politiker aus politischem Kalkül Vorverurteilungen in die Welt setzen, dann sollten die Medien dieses unseriöse Verhalten publik machen - nicht sich diese Vorurteile zu eigen machen. Kritische Distanz nennt man das auf der Journalistenschule.

Investigativer Journalismus, der loszieht, um eine fertige These (aka Vorurteil) zu beweisen, ist nicht investigativ, sondern suggestiv.
Richtiger wäre es, ähnlich wie Kriminalisten vorzugehen. Zuerst die Faktenlage vollständig analysieren und erst dann die Schlußfolgerungen erarbeiten.
Dabei sollte folgende Reihenfolge beachtet werden. Was ist geschehen? Wie ist es geschehen? Wer hat es getan? Warum wurde es getan?
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Mo 31. Okt 2016, 19:05

Wenn Politiker aus politischem Kalkül Vorverurteilungen in die Welt setzen, dann sollten die Medien dieses unseriöse Verhalten publik machen - nicht sich diese Vorurteile zu eigen machen. Kritische Distanz nennt man das auf der Journalistenschule.


Ich glaube, hier haben wir ein zu ehrenwertes Denken. Journalismus jedoch ist lediglich die Herstellung und der Verkauf von Informationen. Und das nach Kundenwunsch. Und unterm Strich gibts nicht mehr soooo viele verschiedene Anbieter. Naja, namentlich schon, aber hinsichtlich Eigentümerstruktur ebend nicht.

Im Fall selbst glaube ich nicht mehr an eine Aufklärung. Mir ist aber weiterhin schleierhaft, dass in einer nach meiner Auffassung stark überwachten Zone keine aussagekräftigen Daten vorhanden sein sollen.
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 31. Okt 2016, 22:42

EA-Henning hat geschrieben:
Wenn Politiker aus politischem Kalkül Vorverurteilungen in die Welt setzen, dann sollten die Medien dieses unseriöse Verhalten publik machen - nicht sich diese Vorurteile zu eigen machen. Kritische Distanz nennt man das auf der Journalistenschule.


Ich glaube, hier haben wir ein zu ehrenwertes Denken. Journalismus jedoch ist lediglich die Herstellung und der Verkauf von Informationen.
...

Die Medien sollten eigentlich die sogenannte vierte Gewalt im Staat darstellen und dessen Verhalten überwachen und öffentlich machen. Kommerziell beeinflußten Journalismus gibt es, seitdem es Anzeigenkunden gibt. Doch jetzt erleben wir das Komplettversagen dieser vierten Gewalt. Der inhaltliche und ethische Niedergang der öffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktionen in Deutschland kann es deutlicher nicht zeigen.

...aber das können wir hier in diesem Forum nicht weiter vertiefen.

Um auf die Vorverurteilung Russlands zurückzukommen. Auch bei dieser Tragödie zeigt es sich wieder. Cui bono? (Wem gereicht es zum Vorteil?) ist die Frage aller Fragen, die man sich unbedingt stellen muß - während man all dem Mediengeschwätz zum Thema lauscht. Dann erscheint der Vorfall in einem anderen neuen Licht und es kommen Zweifel an der übereinstimmenden Berichterstattung auf.

Wie man die Sache auch dreht und wendet. Russland gereicht ein solcher Abschuß in einem fremden Luftraum nur zum größten Nachteil, selbst wenn die malaysische 777 gar nicht das anvisierte Ziel gewesen ist.
Auch der Ukraine würde aus einem gezielten Angriff auf ein Zivilflugzeug keinerlei Nutzen ziehen können, dafür aber jede Menge Schaden. Ein Angriff auf eine Militärmaschine im ukrainischen Luftraum ist allerdings fast ausgeschlossen, da dort keine fremden Militärmaschinen unterwegs waren. Im Vorfeld gab es auch keine Proteste gegen derartige Eindringlinge.
Beide Länder hatten kein Interesse an einem solchen Vorfall. Die Sache ergibt einfach keinen Sinn.
Foul Play muß ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Es könnte jemand den Zwischenfall inszeniert und alle Spuren so gelegt haben, daß sie auf Russland weisen. Bei diesem Szenario gibt es sofort jemanden, der daraus Nutzen ziehen würde (ein Gegner Russlands). Auch ergibt der Angriff auf das zivile Ziel plötzlich einen Sinn: weltweites Schüren von Wut und Entsetzen, was dann nur noch auf den noch am gleichen Tag ausfindig gemachten Übeltäter projiziert werden muß.
Solche Fälle hat es in der Geschichte schon mehrfach gegeben (z.B. Zwischenfall in der Tomkin-Bucht --> Beginn des Vietnam-Krieges) - und fast immer dienten sie der Kriegsvorbereitung oder der Disziplinierung einer zu unabhängig handelnden Regierung.

Nun schaue man sich das Mandat der holländisch geleiteten gemeinsamen Untersuchungskommission an. Die darf nur das berichten, was die ukrainische Regierung vorher genehmigt. Das ist der reine Hohn auf rechtsstaatliche Prinzipien. Die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission ist ein völlig richtiger Ansatz, aber man unterwirft sie im gleichen Atemzug der Autorität einer der am Konflikt beteiligten Parteien. Warum läßt man sich auf derartiges ein? Da drängt sich schon wieder diese berühmte lateinische Frage nach dem Nutznießer auf.
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 1. Nov 2016, 02:19

Die Entwicklung dieses traurigen Falls in der "Aufklärung" läßt wenig andere Schlüsse zu, als vorstehend von KMS analysiert.

Romeo Victor hatte 2014 schon den Finger in der Wunde denke ich.
Und der Anderwelt Verlag auch ...
Romeo Victor hat geschrieben: ... Ich will mich an Spekulationen nicht beteiligen, denke aber, die Wahrheit ist schon lange gestorben, wie es zum Abschuss kam. Warum bisher keine Veröffentlichung der Auswertung von Sprachaufzeichnung oder Daten des Flugschreibers erfolgten, ist mir unklar.
Die Zuspitzung der Situation in und um die Ukraine machen mir Angst. EU und USA kippen einen Haufen Öl ins Feuer.
Auch hierzu eine interessante Meinung
http://www.anderweltonline.com/klartext ... forderung/

http://www.anderweltonline.com/wirtscha ... dertkrise/


Position zu beziehen, steht dem Anliegen hier im Forum nicht entgegen. Ich bin der Meinung, es ist hilfreich, auch diese -sich politisch aufdrängende- Diskussion durchaus weiterzuführen.

Mir drängte sich immer schon ein Gedanke auf: Eine -unsichtbar- fremdgesteuerte Ukraine, die alles sperrt, läßt einen Luftraum über Kampfgebiet international völlig außer acht...
Zur (kriminalistisch sich aufdrängenden Frage) Motiv - nee, diese Frage stellt sich nicht. Eine Allianz gegen Russland bemüht keine Motive mehr.
Ich gestatte mit zwei Beispiele - mit der notwendigen Bemerkung, jeder Krieg ist schrecklich, antihuman: 1. Mossul - US-Allianz schlägt auch mit B-52 bedenkenlos in Wohngebieten zu >>> die Medien sind im Einklang
2. Aleppo - Russland unterstützt das Regime (gewählter Präsident) >>> Bezichtigung von Menschenrechtsverbrechen, Ausschluß aus Gremien, dafür werden die Saudis -als Halssbschneider im eigenen Land- hineingewählt. Soviel zu "Menschenrechts-Organisationen". Natürlich haben die Saudis auch das größe Volumen deutscher Waffenexporte (ob Dank Herrn Gabriel oder zufällig, weiß ich nicht). Das nur am Rande, sich aufdrängend.
Das schlimmste allerdings sind die Opfer, die unschuldig zwischen die Fronten geraten sind, und genau diese Frage bewegt uns: Mit Kalkül?
KMS hat diese Frage oben auseinandergenommen
Wird es jemals eine Antwort darauf geben (können)?
Die Zweifel am Reformationstag dazu sind nicht weniger geworden.
Leider
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 24. Aug 2017, 22:29

MH-17 Aufklärung
und es nimmt doch nicht Wunder, das gerade Russland an dieser interessiert ist - als Verurteilter, noch bevor das Wrack den ukrainischen Erdboden erreichte.

Die Internationale Forschergruppe erhielt aus Russland zusätzliche Daten aus Radaren zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs von Boeing in der Ukraine im Juni 2014. Dies wurde am Donnerstag in der niederländischen Staatsanwaltschaft berichtet, deren Vertreter Mitglieder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (SSG) sind, die in der Strafverfolgung der Tragödie tätig sind.

Подробнее на ТАСС:
https://translate.google.com/translate? ... edit-text=

Das ist zunächst nichts Neues, es war aber auch bekannt, daß in Den Haag angeblich die Daten nicht gelesen werden konnten, da diese nicht im üblichen(?) ASTERIX Verfahren übermittelt wurden.
In "naher Zukunft" werden nun diese Daten entschlüsselt und untersucht!
Es wäre auch zu augenfällig, das Material zu negieren.

Gleichzeitig gaben Experten zu, dass sie keine Zeit hätten, die von der russischen Seite bereitgestellten Informationen zu studieren.
Die russische Analyse der Primärradardaten widerlegt die Möglichkeit, eine Boeing-Flugabwehr-Rakete aus dem Gebiet östlich der Katastrophe, einschließlich der Snezhnoye-Siedlung, zu starten.

Tass im Original: http://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/4505731 (oben der Translator)
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 25. Aug 2017, 13:53

Ukrainische Primär-Radardaten gibt es nicht. An diesem Tag sollen alle zivilen Primär-Radaranlagen im betreffenden Gebiet wegen Wartungsarbeiten nicht in Betrieb gewesen sein. Die Primär-Radaranlagen des ukrainischen Militärs sollen zudem auch nicht gearbeitet haben, weil keine ukrainischen Militäflugzeuge in dem Gebiet unterwegs gewesen wären. [Quelle: Abschlußbericht des Dutch Safety Board, S. 39]

Völlig egal was dahintersteckt, das ist recht unglaubwürdig.
Jeder Betreiber von Radaranlagen, der noch mindestens eine Tasse im Schrank hat, schaltet zur Wartung immer nur eine Anlage ab.
Für die Abschaltung ziviler Radaranlagen müssten u.U. NOTAM's vorliegen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die Nichtverfügbarkeit von Primär-Radaranlagen heute noch als NOTAM-würdig angesehen wird.

Ein Militär, was in einem deartigen Kriegszustand (incl. Luftkrieg) seine Radaraugen zugemacht haben will, ist auch etwas sehr spezielles. Zur Erinnerung: Der untere und mittlere Bereich des Luftraums wurde wegen Kampfhandlungen per NOTAM gesperrt, aber das Militär schaltet genau dort sein Radar vollständig ab.
Vielleicht mußte das Radar als abgeschaltet deklariert werden, um der Behauptung über nicht eingesetzte Militäflugzeuge etwas mehr Gewicht zu verleihen. Außerdem muß man dann auch keine Daten vorzeigen.

Und ausgerechnet an diesem radarfreien Tag schießt dann jemand das malaysische Verkehrsflugzeug ab...


NOTAM - Notice to Airmen (Nachricht für Luftfahrer)
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 25. Aug 2017, 14:31

Es wird auch immer wieder geschrieben, daß der Anschlag eigentlich dem russischen Präsidentenflugzeug mit Wladimir Putin an Bord gegolten haben könnte und es die Malaysian Airlines nur aufgrund einer Verwechslung getroffen habe. Dabei wird auch auf die ähnliche Farbgebung der russischen Regierungsmaschine vom Typ Il-96 und der malaysischen 777 verwiesen.

Präsident Putin war tatsächlich an Bord seiner Il-96, unterwegs von Brasilien nach Moskau-Wnukowo. Den Vertretern dieser interessanten Theorie müsste jedoch auffallen, daß man auf dieser Flugroute nicht einmal in die Nähe des Ereignisortes kommt, sondern ca. 850 km nördlich davon vorbeifliegt.
Die Flugwege der beiden Flugzeuge hatten sich im Osten Polens in gleicher Flughöhe gekreuzt, aber Putin's Flugzeug überflog diesen Kreuzungspunkt 37 Minuten nach der malaysischen 777.
Also was soll diese Theorie? Mir fällt dazu nichts ein.


Man sollte lieber einmal untersuchen, warum die neue ukrainische Regierung, den Luftraum trotz vorausgegangener Flugzeugabschüsse aus immerhin "verdächtig" großen Flughöhen nicht für den zivilen Luftverkehr gesperrt hat.
"Verdächtig" deshalb, weil da keine Ein-Mann-Boden-Luft-Raketen im Spiel gewesen sein können (wirksam bis ca. 16.000 ft Höhe), sondern größeres und höher reichendes Gerät.
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Sa 26. Aug 2017, 08:49

Letzteres macht es für mich besonders "verdächtig". Man hat von offizieller ukrainischer Seite vermutlich nichts abngeschossen, jedoch offensichtlich in Kauf genommen. Denn wie KMS bereits schrieb, "fielen in der Gegend bereits zuvor Flugzeuge vom Himmel", wenngleich auch militärische.
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Re: Abschuß einer Boeing 777-200 der Malaysia Airlines

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 26. Aug 2017, 20:20

@ Thomas
..."Man sollte lieber einmal untersuchen, warum die neue ukrainische Regierung, den Luftraum trotz vorausgegangener Flugzeugabschüsse aus immerhin "verdächtig" großen Flughöhen nicht für den zivilen Luftverkehr gesperrt hat"...

>>> das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben, auf Lebenszeit. (Auch eine Radarfreiheit ist ja wahrgenommenes Freiheitsrecht eine freien Nation).

>>> Genauso, wie die US-Daten mit Sicherheit nicht das Licht der Weltöffentlichkeit erblicken werden. Ein Schelm, wer böses dabei ahnt.

Ich gebe eine Prognose ab:
Die zur Verfügung gestellten russischen Daten werden - da verständlicherweise keine Zeit ist - bis frühestens Jahresende einer Prüfung und Auswertung unterzogen.
Man wird hierbei vermuten, daß eine Manipulation, ähh Datennachbearbeitung vorliegen könnte und deswegen wird eine Expertise beauftragt werden, um dies auszuschließen zu können.
US-Spezialisten werden hierzu hinzugezogen und diese werden belegen, das eine Nachbearbeitung vordergründig nicht festgestellt, aber endgültig auch nicht ausgeschlossen werden kann.
Aus diesem Grunde wird dem Gericht empfohlen werden, diese Daten zur Urteilsfindung nicht zu berücksichtigen.

Man muß schon etwas dafür tun, falls man daran denkt, eine Ukraine zu einem möglichen exterritorialen 51. US-Bundesstaat werden zu lassen - so wie sich US Außen- und Kriegsminister dort die Klinke in die Hände geben... (Für die Feinfühligen: Das war grobe Satire von mir!) Wie bei Erdogan muß man ja aufpassen.
Auf jeden Fall kämen sich dann aber Moskau und Washington wieder sehr nahe... mit dieser Radarfreien Ukraine.

Optimismus klingt also anders, leider
R.
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