Absturz Metrojet Airbus 321

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Re: Absturz Metrojet Airbus 321

Ungelesener Beitragvon EA-Soeren » Do 4. Aug 2016, 19:31

Wobei auch das Selbstsuchen immer schwerer fällt, weil man immer weniger Quellen vertrauen kann.
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Gruß Sören!

Kilo Mike Sierra
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Re: Absturz Metrojet Airbus 321

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 6. Sep 2016, 16:12

Die ägyptische Untersuchungskommision arbeitet zur Zeit daran, mit Hilfe von Fachleuten von Airbus und CFM International die Sequenz des Auseinanderbrechens des Flugzeuges zu rekonstruieren. Ziel ist es, den Ausgangs- oder Startpunkt des Strukturbruches zu ermitteln.

Auch wenn ich mich wieder weit aus dem Fenster lehne, weil mir die Bombentheorie nicht plausibel erscheint, folgere ich daraus, daß man keine Hinweise auf eine Bombenexplosion hat. In diesem Fall wüßte man aufgrund des charakteristischen Spurenbildes sehr genau, wo die Zerstörung ihren Ausgangspunkt genommen hat. Stattdessen sucht man wohl die Ursache für einen technischen Defekt, der zum Strukturversagen geführt haben könnte.

Die Bombentheorie wurde nicht von der Untersuchungskommission in die Welt gesetzt, sondern ausschließlich von Politikern, Geheimdiensten und natürlich von unseren um die Wahrheit bemühten Medien.

Im Internet kursieren Fotos von Trümmerteilen, die angeblich die Spuren von (von innen nach außen) durchgeschlagenen Bombensplittern zeigen.
Eines dieser Fotos zeigt die APU-Sektion mit einem (von hinten nach vorn !) durchschlagenen Brandschott. Diese Loch gibt es jedoch an jeder Maschine der A320-Serie. Es ist eine Öffnung zur Durchführung eines Kabels. Beim Auseinanderreißen des Rumpfhecks ist der Stecker des Kabels nach vorn durch dieses Loch gerissen worden, so daß es am Ende wie ein Durchschuß aussah.
Das zweite Foto zeigt eine runde "Durchschuß"-Öffnung (von innen nach außen) in der Rumpfaußenhaut etwas unterhalb der Kabinenfenster. Das Loch ist jedoch durch das horizontale Trägerrohr einer 3er-Sitzgruppe verursacht worden, was beim Aufschlag in Kontakt mit der Rumpfwand gekommen ist. Der Durchmesser des Loches entspricht zudem dem Durchmesser des Trägerrohrs.
(Diese Dinge hätte auch ein Journalist ohne Luftfahrt-Fachkenntnisse leicht im Internet recherchieren können.)

Die Frage, warum Höhenleitwerk, Seitendruder, APU-Sektion und Heckkonus, d.h. alle Bestandteile hinter dem Druckspant, sich in der Luft vom Flugzeug gelöst haben und ganz am Anfang des Trümmerfelds niedergegangen sind, harrt also nach wie vor der Beantwortung.
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Thomas
Seitdem ich die Zeitung abbestellt habe und keine Nachrichten mehr einschalte, bin ich viel besser informiert.

bluemchen
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Re: Absturz Metrojet Airbus 321

Ungelesener Beitragvon bluemchen » So 30. Okt 2016, 19:19

Es ist inzwischen der Jahrestag - ein leider sehr Denkwürdiger

Die bisher schwerste Katastrophe in der Geschichte der sowjetischen bzw. russischen Zivilluftfahrt hatte sich am 31. Oktober 2015 ereignet. Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der von Scharm al-Scheich nach Sankt Petersburg unterwegs war, stürzte über der Halbinsel Sinai ab. Niemand von den 224 Insassen überlebte
Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/2016 ... tragoedie/

Die Ermittlung verläuft zwiespältig, es sollte hier nur erinnert werden, der Opfer wegen
R.
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*Träger der Roten Mainelke und des aberkannten Status GDR, gedient in Fremden Streitkräften*

Kilo Mike Sierra
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Re: Absturz Metrojet Airbus 321

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 21. Feb 2017, 00:33

Die Berichterstattung über diesen Fall ist irgendwie schizophren.
Sie besteht zum überwiegenden Teil nur aus Schnellschüssen aus den Tagen unmittelbar nach dem Absturz, wo naturgemäß niemand etwas genaues oder wenigstens offizielles weiß.
Seitdem die mediale Sensationswelle abgeebbt ist, gibt es so gut wie gar keine Berichterstattung mehr. Damit werden die obligatorischen Gerüchte und Falschmeldungen der ersten Tage automatisch zum gesicherten Nachrichtenstand. Das kann man sehr gut bei den zugehörigen Wikipedia-Artikeln sehen. Die Massenmedien wären für mich die wirklich allerletzte Quelle für einen wahrheitsgemäßen Bericht über das Geschehen in der Welt.
Die publizierten Hinweise auf einen Anschlag stammen durchweg aus windigen Quellen: Geheimdienste, Politiker, Terror-Organisationen, Soziale Netzwerke, anonyme Quellen usw.
Wenn Reuters im ersten Absatz einer Meldung anonyme Quellen für die Bombentheorie zitiert und im zweiten schreibt, daß all diese Hinweise (Verhaftung verdächtiger Flughafen-Mitarbeiter und Polizisten) jedoch nicht verifiziert werden konnten oder sogar von offiziellen Stellen dementiert worden sind, dann bringt die gesamte Weltpresse (und Wikipedia) nur den ersten Absatz der Reuters-Meldung. Was Reuters korrekterweise als unbestätigte Behauptungen deklariert, wird von den Medien trotzdem als Fakt unter die Leute gebracht. Ein feiner Journalismus ist das!

Anfang Februar 2017 hat das ägyptische Außenministerium eine Erklärung über die Notwendigkeit einer neuen Anti-Terrorismus-Strategie abgegeben und dabei auch den "Absturz des russischen Flugzeugs" erwähnt. Die ägyptische Untersuchungskommission hat jedoch nach wie vor keine gleichlautende Erklärung abgegeben. Das wird langsam auch schizophren. Gibt es da im Hintergrund ein politisches Tauziehen um die Wahrheit?


Jetzt noch ein wenig "Theoriefindung", die direkt an meine früheren Beiträge anschließt.
Wenn tatsächlich an Gepäckstücken und an der Kleidung von Passagieren Spuren eines Sprengstoffes gefunden worden sind, so muß sich die zugehörige Bombe in einem der Unterflur-Frachträume oder in der Kabine befunden haben. Wie hat es diese Bombe jedoch geschafft, daß die Flugzeugstruktur hinter der Kabine (Leitwerk, APU, Heckkonus) zerstört wird, die Kabine aber nicht?
War die Bombe jedoch im Heck plaziert (wofür es keine sichtbaren Anzeichen gibt), dann lautet die Rätselfrage, wie kommen die Sprengstoffspuren an das Passagiergepäck?
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Thomas
Seitdem ich die Zeitung abbestellt habe und keine Nachrichten mehr einschalte, bin ich viel besser informiert.


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