EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

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EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Mi 16. Mär 2022, 17:16

Die EASA erklärt die Zulassung von Suchoi SSJ-100, TU-204/214 und Beriev Be-220-ES-E ausser Kraft. Die MS-21 soll gar nicht erst zertifiziert werden.

Nun sind nicht sonderlich viele russische Typen im Westen unterwegs. Aber immerhin werden in Kanada und der Schweiz der russische Hubschrazbertyp Kamiw KA-32-A11 betrieben. Und auch in Russland treffen die Sanktionen auch gar nicht den Staat.

https://www.aerotelegraph.com/superjet- ... ZKWJ7yI5yw
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 20. Mär 2022, 12:35

Ich wußte gar nicht, daß es in der EU politische Zulassungskriterien für Luftfahrzeuge gibt und diese sogar willkürlich rückwirkend angewendet werden können. Da hat man die EASA als unabhängige und strikt gesetzlich handelnde Behörde ganz schön vorgeführt.
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Thomas

Sollte man nicht die Vernunft anbeten, anstatt alle ihre Gegner?

E-Spez
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon E-Spez » So 20. Mär 2022, 13:05

Jeder im Westen denkt,er müsse einen Anteil dazu bringen,Russland zu sanktionieren.
Pure Heuchelei,ich bin auch nicht dafür,was in der Ukraine geschieht....Aber,warum kauft ESSO in Russland 715000 Barrel ÖL zum Preis von 28 Dollar???Beim weltmarktpreis von ca 110 $. Und an der Tankstelle ist davon nichts zu spüren. Und kommendes Jahr,bei der Bilanzkonferenz wird das Jahr 2022 als das beste Jahr der Konzerngeschichte präsentiert.

Ich hoffe mal sehr,das es nach dem Ende des Krieges in der Ukraine wieder normaler wird.

Dann steht Airbus und Boing wieder Schlange und hofft auf Verkäufe nach Russland

Wenn ich da was zu sagen hätte....verkauft eure Flieger an Polen,wobei,sorry,unsere östlichen Nachbarn wollen ja alles geschenkt bekommen oder die EU soll es zahlen.
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Sa 26. Mär 2022, 22:40

Nun hat die EASA das Typ-Certificate für die Kamow KA-32 zurückgezogen.

Ich kann das Theater im Westen nicht mehr verstehen.
Leidtragende sind hier eine handvoll nichtrussische Hubschrauber-Betreiber. Wo soll die derzeitige Situation eigentlich noch hinführen?
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon E-Spez » So 27. Mär 2022, 13:50

Es wird wohl dazu führen,das wir in Zukunft auf vieles verzichten müssen,was unseren gewohnten Lebensstandart betrift.
Es wird alles viel Teurer,Dank unserer "Solidarität" mit der Ukraine.
Ich Persönlich denke,das die Sanktionen des Westens dazu führen werden,das Russland künftig noch stärker wird. Für alles was der Westen Sanktioniert,wird Russland eigene Dinge entwickeln,siehe die Tragflächen der MS-21,bzw die Triebwerke PD-14 bzw PD-35.
Russland ist ein grosses Volk,mit unschätzbaren grossen Resourcen,und vor allem,das Volk ist leiden gewohnt. So werden die Russen auch ohne Coca-Cola und MC-Donalds überleben.
Und nicht zu vergessen,ihr Nationalstolz,der noch in grossen Teilen auf den Sieg über Hitler beruht.

Ich habe in meiner Zeit im TG-44 viele Russen erlebt,ob es Besatzungen gelandeter Flugzeugen waren,oder auch Werksvertreter von Tupolew,nach der einführung der 154

Es waren immer super Menschen. Wir hatten oft Kontakt zu ihnen.

Ist leider 30 Jahre her und die politische Situation hat sich grundlegend Verändert

Auch wenn ich nun als"Putin-Versteher" vieleicht angesehen werde...Ich stehe eben zu meiner Meinung und nicht wie viele andere zun den offerierten und staatlichen Meinungen im Staatsfernsen bzw in den Parteinahen Zeitungen.
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 27. Mär 2022, 14:13

Abgesehen vom Thema hier:
Werksvertreter von Tupolew,nach der Einführung der 154

Könntest Du dazu etwas berichten!
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 27. Mär 2022, 19:27

Folgende Luftfahrzeuge werden von der EASA explizit erwähnt.

Irkut SSJ 100/95,
Beriev BE-103
Beriev BE-200ES-E,
Tupolev Tu-204,
Russian Helicopters
(Kamow) Ka-32. (KA-32-A11M)
Augur AL-30 (Fesselballon als Aussichtsplattform)
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon E-Spez » Di 29. Mär 2022, 17:04

Ja,mit Ankunft der 154 in Marxwalde,kamen auch 5 Werksvertreter von Tupolew nach Marxwalde. Sie bekamen Wohnungen in Marxwalde und fühlten sich auch sehr wohl.Die DDR war der Westen des Ostens,sagten sie damals.
Ihre Aufgabe war Technische Unterstützung bei Einführung der Maschienen,zumal es ja auch die Werksgarantie gab.
Auf dem Flugplatz waren sie eher selten zu sehen,denn die 154 stellte sich,im Gegensatz zur 134 als sehr zuverlässig dar.
Ich kann mich an keinen einzigen technischen Ausfall erinnern,welcher die Einsatzfähigkeit der 154 gefährdet hat.

Am Tag vor der Einführung der D-Mark wurden diese Menschen durch eine 134A des TG-44 nach Russland zurück geflogen.
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 8. Apr 2022, 16:20

Ein Schritt vorwärts - zwei zurück

Es zeichnet sich ein signifikanter Engpass an Lufttransportkapazität für (Groß)Satelliten ab
"ein Mangel an Großraum-Flugzeugen erhöht die Aussicht auf weitere Verzögerungen bei Satellitenprojekten, die bereits durch Lieferkettenprobleme festgefahren sind ..."

- denn von den bisher darauf wie zugeschnittenen AN-124-ern sind diejenigen, die in der Ukraine stationiert waren, entweder zerstört oder beschädigt; die im VDA Besitz befindlichen Maschinen fliegen wegen Embargo nur noch im Inland rsp. freundliche Länder.
Schuß ins eigene Knie vom Weißen Haus und den EU Kommissaren >frage<

Geprüft wird natürlich die Option "Christliche Seefahrt", inwieweit also Schiffstransporte (Wochenüberfahrt) bzw auch Airbus A330 Beluga XL (noch kein Zertifikat) rsp. LKW Tieflader Transporte durch die USA nach Florida hier ersatzweise einspringen können ...
"...Wir setzen unsere Vorbereitungen für das Projekt Beluga Transport fort. Es ist noch zu früh, um aus der Situation für den Moment irgendwelche Schlüsse zu ziehen."
- GEO-Kommunikationssatelliten erfordern (für den Lufttransport) zusätzliche Sicherheitszulassungen, da sie unter Druck stehende Wärmeübertragungsvorrichtungen und andere Gefahren enthalten.

Den robusten Russen wurde das ja vorher einfach zugeschrieben ... - also die Spezialcontainer brachten eben ihre Tonnage mit, war rel. unwichtig für die Antonows.

---> SN (engl.) https://spacenews.com/antonov-aircraft- ... atellites/

# # #
R.
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Re: EASA setzt Zertifikate russischer Flugzeugtypen aus

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Fr 8. Apr 2022, 16:38

Antonow Airlines hatte wohl bereits vor dem Kriwgsausbruch nur 5 AN-124, wovon sich eine (UR-82009)Gerade in Reperatur befand. Eine weitere Maschine ist wohl dauerhaft in der Abstellung.
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