2x pech in Portugal

Texasstyle
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2x pech in Portugal

Ungelesener Beitragvon Texasstyle » Di 13. Nov 2018, 02:41

Hallo mal wieder
Also gestern ein Zwischefall mit Air Astana Embraer. Die ist von Alverca aus gestartet und danach Instrumenten Ausfall komplett. Von F16 begleitet worden und dann nach einiger Zeit in Beja beim 2. versuch sicher gelandet.Es wurde beim Tower Lissabon angefragt ob im Tejo oder im Atlantik gelandet werden kann wenn' s nit anders geht Die 6 köpfige Besatzung kam mit Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus.Die Embraer kam aus Alverca aus einer Wartung(Lol)

Und heute Mittag Transavia B737 tail-strike in Madeira und dann Von F16 nach Faro geleitet. Sollte eigentlich von Madeira nach Amsterdam fliegen.
Aber alles ohne verletzte, nur leichter Blechschaden
Eine Besinnlich Vorweihnachtszeit wünsche ich Euch allen von hier
Martin
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Kilo Mike Sierra
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Re: 2x pech in Portugal

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 13. Nov 2018, 03:34

Da dürfte mehr als nur die Instrumente ausgefallen sein. Der Flugweg über Grund sieht aus, als ob man größte Probleme hatte, überhaupt die Steuergewalt über das Flugzeug zu bekommen. Dafür sprechen auch die Probleme bei den zwei abgebrochenen Anflügen. Erst der dritte Versuch gelang.
Das ganze erinnert ein wenig an die Tu-154 mit dem nach der Wartung "verpolten" Gierdämpfer, aber hier war der Flugverlauf wesentlich dramatischer.
Fliegt denn die ERJ-190 nicht mehr eigenstabil?
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Thomas

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Re: 2x pech in Portugal

Ungelesener Beitragvon Texasstyle » Di 13. Nov 2018, 13:54

Moin Moin
So wie es jetzt aussieht sollen erst alle Instrumente ausgefallen sein. Da wurde gefragt ob sie im Tejo oder an der Küste landen können, das wurde aber wegen schlechter Wetterverhältnisse abgelehnt und so sind sie in den Wolken irr los rum geflogen. Nach und nach kamen dann aber doch noch ein paar Instrumente zum leben und so konnten sie dann nach 2 abgebrochenen Landungen beim dritten Mal sicher landen. Die Maschine befand sich von Alverca nach Minsk. Pilot war ein Kasache und ein Engländer. Es wird hier nur von Instrumenten Ausfall und Kontrollverlust berichtet. Es wurde ein FL von 2500ft zugewiesen,das verneinte die Crew aber und stieg auf 1000ft, danach funktionierten die Instrumente zum teil wieder und hatten mehr Kontrolle über die Maschine. Dasb Wetter war schlecht die Sicht war mittelprächtig wegen vielen Wolken und Zeitweisem Regen und Windböen. Bin mal gespannt was zur OGMA gesagt wird die die Wartung der Embraer getätigt haben.
Hab mir auch schon gedacht ob da nicht andere Systeme betroffen waren bei dem Instrumenten Ausfall wie etwa Hydraulik etc.
Merkwürdig ist es allemal. Ich denke der Kasache fungierte als Co-Pilot da er den Funkverkehr regelte und bei den Mitschnitten sprach der so schlecht English das ich nur die Hälfte verstanden hab.
Gruß Martin
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Re: 2x pech in Portugal

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 16. Nov 2018, 12:04

Es gab keinen Ausfall der Instrumente bei diesem Flug, sondern massive Probleme mit der Flugsteuerung und sogar mehrfach vorübergehenden verlust der Steuergewalt über das Flugzeug. Daraus resultierend war man über längere Zeit nicht in der Lage, das Flugzeug auf einem stabilen Kurs zu halten, geschweige denn auf einem gewünschten Kurs. Hauptproblem war die Steuerbarkeit um die Längsachse, also die Querruder-Steuerung.

Beim Aviation Herald wurde nun ein Foto von der Flight Control Synoptic auf einem der Cockpit-Bildschirme gezeigt. Darauf fällt auf, daß bei nach links ausgeschlagenem Querruder die Roll-Spoiler entgegengesetzt ausschlagen. Das bedeutet, an diesem Flugzeug wurde etwas vertauscht. Querruder und Roll-Spoiler haben gegeneinander gearbeitet. Ich könnte mir vorstellen, daß das zu größeren kombinierten Roll-Gier-Schwingungen geführt hat, die mit einer derartig verpolten Steuerung kaum zu beruhigen waren.

Derartiges kommt leider hin und wieder einmal vor. Es gab so einen Fall mit einer A320 der Lufthansa (äußerst haariger Start) und mit der oben schon von mir erwähnten Tu-154 (äußerst haariger Flug). In beiden Fällen kamen die Flugzeuge aus der Wartung - so wie auch die Embraer ERJ-190 der Air Astana.

Das Problem hätte durch den nach Arbeiten am Steuerungssystem vorgeschriebenen Funktionstest erkannt werden müssen. Auch der vor jedem Start routinemäßig ausgeführte Funktionstest der Steuerung durch beide Piloten hätte diesen Flug an der Grenze zum Desaster verhindern müssen. Leider gibt es wohl immer noch genügend Piloten, die bei diesem Test nur darauf achten, ob sich die Steuerflächen überhaupt bewegen, nicht aber ob sie in die richtige Richtung ausschlagen.
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Thomas

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