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bluemchen
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Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 17. Feb 2017, 15:42

EIN SCHRITT ZURÜCK - ZWEI VORWÄRTS

Zum Mitbeförderungsvertrag für die ISS - NASA / ROSKOSMOS - kurz skizziert:
Dieser Vertrag läuft bekanntermaßen 2018 aus und dabei wollte es die Nasa belassen. Vorsorglich allerdings kaufte sie voriges Jahr noch 6 Sojus-Plätze für 2018, man weiß ja nie ...
Hintergrund: Washington will sich künftig auf eigene Raumschiffe verlassen. Wir werden bereit sein, sie werden 2017 fertig, erklärte Gerstenmaier, ein Vertreter der US-Raumfahrtbehörde. Nasa-Plänen zufolge sollte Ende ´17 der erste bemannte Start erfolgen.

Der US-Rechnungshof hat der US-Raumfahrtbehörde nach Recherche von "Sputnik" allerdings empfohlen, für den Fall unvorhergesehener Umstände weitere Plätze in russischen Sojus-Raumschiffen zu kaufen, um die US-Präsenz auch nach 2018 auf der ISS in jedem Falle aufrecht zu erhalten und zwar als ununterbrochene Präsenz! Dazu muß noch ein Plan konzipiert und dem Kongress zur Erörterung vorgelegt werden.
(Zu Plänen kann man allerdings die DDR leider auch nicht mehr befragen, wo man sich auskannte >grins< )

Die NASA Vertragspartner SpaceX und Boeing für die Astronautenbeförderung zur ISS haben aber für 2017 keine Zertifikate für ihre Raumschiffe mehr bekommen können, was auf Verzögerungen für die Testflüge zurückzuführen sei.
Mit anderen Worten - es wurden bis dato noch keine Testflüge realisiert !
Ergo erwägt die Nasa noch den Kauf weiterer 3 Sojus-Plätze. Offene Ohren bei Roskosmos gibt es natürlich immer und es sieht auch nicht danach aus, das die Tickettpreise ins uferlose schwimmen

An den Testflügen versuche ich dran zu bleiben
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 17. Feb 2017, 16:10

Was die US-amerikanische bemannte Raumfahrt anbetrifft (welche?), würde ich der NASA auch empfehlen, sich eine Jahreskarte bei Roskosmos zu kaufen. Das ist billiger als diese Einzelfahrscheine zur ISS.
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Thomas
Reformation, Renaissance und Aufklärung - soll das alles umsonst gewesen sein? Offenbar ja.

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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 18. Feb 2017, 12:56

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Was die US-amerikanische bemannte Raumfahrt anbetrifft (welche?), würde ich der NASA auch empfehlen, sich eine Jahreskarte bei Roskosmos zu kaufen. Das ist billiger als diese Einzelfahrscheine zur ISS.

>grins< Das wäre gewiß die super Idee, es ist nur so, daß der Tickettverkauf/Buchung anders als bei der Berliner BVB bei Roskosmos drei Jahre vor "dem Einsteigen" erfolgt sein soll/muß, und somit  wäre der Bestelltermin bereits abgelaufen.
Nichts für ungut -
Die NASA und der Staatskonzern GK Roskosmos erörtern deshalb derzeit unter anderem eine neue gemeinsame Jahres-Mission in der Station, die Ende 2018 beginnen würde. Dadurch könnten die USA auf ihren ISS-(Mitnahme)Platz Mitte 2019 verzichten. Mal sehen, wie es kommt.

Dennoch, das Jahres-Abo ist schon was >grins<
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P.S.: Was hier sichtbar wird - sitzen beide Seiten am Tisch, kann etwas vernünftiges dabei herauskommen. Warum zum Teufel funktioniert das mit dem transatlantischen Bündnis in der Politik nicht?
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 1. Mär 2017, 13:34

Um den ISS-Betrieb unabhängig von den Fortschritten der amerikanischen bemannten Raumfahrt nach 2017/18/19 zu sichern, wurden die ob. erwähnten Modalitäten zu zusätzlichen Sojus-Plätzen zur ISS nun vertraglich gefaßt.
"SpaceNews" berichtet dazu:
http://spacenews.com/nasa-signs-agreeme ... yuz-seats/

Demnach hat die NASA von Boeing fünf Plätze in russischen Sojus-Raumschiffen für Flüge von amerikanischen Astronauten zur ISS in den Jahren 2017-2019 erworben.
Je ein Flug soll Ende 2017 und Anfang 2018 stattfinden, die anderen drei Plätze würden in Reserve gehalten. Das Handelsvolumen soll den Angaben zufolge gute ~373 Millionen Dollar betragen.
Zum Hintergrund des Deals ist zu bemerken, daß Boeing zwei der Plätze als Kompensation für die Schulden des russischen Raumfahrtkonzerns RKK Energija im Zusammenhang mit der Insolvents des multinationalen Unternehmens Sea Launch erhalten hat.
(Meines Wissens beliefen sich die Boeing Anteile auf ~ 300 Mio am SeaLaunch, den Energija übernahm).
Zudem hatte Energija-Chef W. Solnzew mitgeteilt,  sein Unternehmen habe mit  Boeing  auch eine Option für drei weitere Plätze für Ende 2018 und 2019 vereinbart - (falls SpaceX und Boeing nicht wie geplant aus der Hüfte kommen), wenngleich der Präsident Druck macht.
Warten wir ab
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 1. Mär 2017, 13:47

Wer sich für diese Sea Launch System interessiert, kann hier mal reinschauen: http://www.sea-launch.com/launch/10004

Auf der Basis eines Commander- und der Odyssey Plattform werden die Zenit-3SL als Träger äquatorial gestartet. Die Grundidee hoch interessant, ob die aber jemals Kapital erwirtschaftet haben, weiß ich nicht.
Aerial%20of%20Home%20Port.jpg
Quelle: LaunchSystemsOverviews

Nach der Pressemitteilung von September 2016 ist die größte russische private Airline S 7 mit SeaLaunch in das Satelliten Geschäft mit eingestiegen.
Wegen S-7 wiederum ist es für uns interessant
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 4. Mär 2017, 14:35

SFN bestätigt am 01. März nochmal den Nasa-Deal über die Boeing Vermittlung mit Roskosmos zum Kauf der fünf Sojus-Plätze.

Die ersten beiden Realisierungen werden danach im September ´17 und März ´18 erfolgen.
32520529330_9cc94957ea_k.jpg
32520529330_9cc94957ea_k.jpg (150.16 KiB) 851 mal betrachtet
Quelle: SFN https://spaceflightnow.com/2017/03/01/n ... -missions/

Hintergrund ist auch die Möglichkeit aufgrund der Reduzierung des russischen Kontigentes bis zum Start ihres Wissenschaftsmodules zur ISS von jeweils zwei auf nur einen Kosmonauten je Start (und damit der russischen Crew auf nur Zwei ).
Damit könnten die Anderen auf 4 erhöhen. Der Nasa/Esa/Jaxa wurde das schon angeboten. "Touristen" Flüge werden das allerdings nicht sein, da einfach die Vorbereitung zu kurz wäre.
# # #
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 30. Jun 2017, 22:15

US-Sanktionen hin oder her - wo es den Amis hilft, gelten diese nicht - Bsp.: Raumfahrt

Mitten in der dicken US-amerikanischen Sanktionssuppe liefert das russische NPO - "Energomash" 4 Raketenmotoren des Typs "RD-180" an den amerikanischen Kunden zum Einsatz in der Trägerrakete "Atlas-5" als Starttriebwerk.
Bisher haben diese Träger 77 aufeinanderfolgende Starts mit dem besagten RD-180 Triebwerk erfolgreich durchgeführt.

Zuvor wurde gesagt, das das Unternehmen in 2017 die Lieferung von 19 Motoren zugesagt hat - davon 11 Stück "RD-180" für die Atlas der ULA (United Launch Alliance) und 8 Stück "RD-181" für die "Antares" des Unternehmens "Orbital Sciences Corporation" (4 davon wurden 2015 geliefert).
Ferner wird gesagt, das die Lieferung russischer Triebwerke bis in die Jahre 2024 /-25 andauern werde, da - kurz gesagt, die vor 10 Jahren lizensierten amerikanischen Unternehmen nicht in der Lage sind, diese wie Analogien herzustellen (können oder wollen lasse ich mal offen).

Dieses Moskau - Washington - Abkommen, welches 1997 abgeschlossen wurde, sah die Lieferung von 101 RD-180 Motoren vor.
Aufgrund der Kellerbeziehungen zu Russland wollte der Kongreß ein Verbot dieser Motoren nach 2019. Nach der Einsicht, das die eigenen Unternehmen hier keine Kompensationen leisten können, wurde das wieder aufgebrochen.
Unmittelbar danach beauftragte das ULA-Konsortium eine zusätzlich Tranche von 20 Stück der RD-180 an NPO Energomash bis zum Jahr 2020 >grins<
(um vielleicht eine Reserve zu haben, falls Trump ... etwas anderes einfallen sollte - meine Spekulaton)
Die Unberechenbarkeit hat ja Hochkonjunktur.

Insofern - es lebe der Deal [zum Nachlesen in der Tacc http://tass.ru/kosmos/4376063 ]
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 29. Aug 2017, 21:08

Im Zusammenhang mit den neuen Impulsen für die IL-96 -400 fiel mir wieder die Vereinbarung über das russisch-chinesische Gemeinschaftsprojekt "Großraumflugzeug" ein:

Das ist das von Russland und China unterzeichnete Memorandum über die Schaffung des Liners aus dem Jahr 2014 Подробнее на ТАСС:
http://tass.ru/ekonomika/4498843

Bekannt ist zudem, dass die Maschine in Russland entwickelt werden soll und deren Montage in China.
Denis Manturow (RF) informierte dazu Journalisten am 22. August in Kubinka.
Betreiber des russisch-chinesischen Joint Venture soll die Commercial Aircraft International Corporation werden. Wie der Präsident der UAC,
Yuri Slusar. mitteilte, soll die Zertifizierung 2025 ... 2027 erfolgen.

Ich weiß nicht, ob der Jet schon auf dem "Reißbrett" ist, glaube aber eher, man ist noch beim Schneidern. Denn nach Manturow klang es so "... muß zuerst entwickelt werden ... dann die Wende 2025 zum Zertifizieren", was zeitlich schon optimistisch wäre.

Viel ist zu dem Langstrecken Liner Projekt nicht bekannt, 250 ...300 Passagiere und 13 Mrd. (!) $ veranschlagte Entwicklungskosten.
Wenngleich der russisch-chinesische Markt riesig ist, fragt man sich ob der Summe schon - es gibt ja eigentlich alles auf dem Markt - gerechtfertigt?
Man kann ja mal fragen
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Re: Russ.-Chin. GroßraumJet

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 31. Aug 2017, 23:19

Da tröpfelt wieder etwas durch - Für Journalisten zur Motorproblematik des gemeinsamen Langstrecken Jets

vom директор по международному сотрудничеству и региональной политике госкорпорации "Ростех" Виктор Кладов
(Direktor für internationale Zusammenarbeit und Regionalpolitik bei Rostekh State Corporation)

Подробнее на ТАСС: http://tass.ru/transport/4521194

Viktor Kladow meint, auf Grund der (ob. erwähnten) Zeitspanne ... 2025 sei "keine Zeit mehr" ... und so seien die Chinesen eingeladen, an der Entwicklung des neuen Triebwerkes mitzuarbeiten... Es sei ein "großes Thema und brauche finanzielle Ressourcen" , will damit sagen - mit gemeinsamen Anstrengungen könnte es einfacher sein.
Das ist sicher nicht ganz unlogisch und womöglich verabschiedet man sich etwas vom Konzept - der eine entwickelt/konstruiert - der andere baut.
Der neue Motor mit der Bezeichnung PD-35 ist auf russischer Seite in der Entwicklung und man werde auch selbst das Ergebnis erzielen, denn er wird gebraucht.
Eingeräumt wird, das anfänglich ein ausländischer Motor installiert wird, für die Zukunft ist aber das eigene Design geplant. Um die technologische Abhängigkeit zu beenden, müsse der Motor russisch-chinesisch sein. Punkt.
Partnerschaften mit GE und/oder Rolls-Royce werden nicht ausgeschlossen (ich denke eher, die müssen sein), das ist vor allem der erste Schritt, den Zuverlässigkeiten geschuldet.

Wie bereits in der Zentrale von COMAC in Shanghai, Vladislav Masalov berichtet, wird das Gesamtbudget des Programms etwa 13 Milliarden Dollar sein.
Gebaut wird in Shanghai,
in der Anfangskonfiguration soll der Liner 280 Sitzplätze verfügen und für eine Strecke von 12.000 Km ausgelegt werden.

(- mehr zufällig drauf gestoßen)
Wir werden sehen, aber wenn nicht ein Wintergewitter passiert, sind die ambitionierten Ziele kaum zu halten
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Re: Russ.-Chin. GroßraumJet

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 1. Sep 2017, 15:04

Es tröpfelt weiter: Putin zu Studenten "Die Entwicklung der Luftfahrt ist für Russland eine der obersten Prioritäten"

Na da ist doch eine Aussage!
... Nach dem ersten neu geschaffenen Motor nach 29 Jahren (da klingt Kritik mit), dem PD-14 wurde die MC-21 als wettbewerbsfähiges Luftfahrzeug
entwickelt und gebaut.
Das ist aber nicht genug, so Putin.

Es gelte jetzt, ein neues Triebwerk für das Großraumflugzeug zu schaffen - nicht mit den herkömmlichen Schub von 14 ... 15 t, sondern mit definitivem Schub von 30 ...35 Tonnen!
Ihm zufolge wird Russland solch einen Motor entweder unabhängig oder in Zusammenarbeit mit anderen Ländern, zum Beispiel mit China entwickeln und bauen.
Подробнее на ТАСС:
https://translate.googleusercontent.com ... _0Pso0ROvA

Original Tass: http://tass.ru/ekonomika/4524897

Das dürfte wohl der letzte Impuls für das "Wintergewitter" gewesen sein, wenn mich nicht alles täuscht
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