Verträge

bluemchen
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 2. Nov 2017, 00:54

Kein Vertrag, aber ein Abkommen auf den gegenwärtigen 22. russisch - chinesischen Regierungskonsultationen in China.

China und Russland legen sich einen Fahrplan für ihre Raumfahrtkooperation für die Jahre 2018 bis 2022 zurecht.
Dazu soll es 6 Schwerpunktgebiete geben:
- gemeinsame Erforschung des Mondes und des tieferen Weltraums
- gemeinsamer Bau und Einsatz von Weltraumtechnik mit Ausbau der elektronischen Komponentenbasis
- Zusammenarbeit bei der Erdfernerkundung

Nach Premier Medwedjew (in Peking) rechnet die RF mit der Beibehaltung des gegenwärtigen Wachtstumstempos beim Warenaustausch, der allein dieses Jahr um 35% stieg. Hier redet man über 100 Mrd. $ (aber nicht als Obergrenze) und über gemeinsame Zahlungssysteme.
Ich würde hier auch deutliche Zeichen sehen in einer Verschiebung/Verstärkung des eurasischen Wirtschaftsraumes, spekulativ befördert von Trump.
Ambitioniert
China will 2020 eine eigene wiederverwendbare Raumfähre starten. DIeser orbitale Flugkörper soll einfacher zu warten sein, als herkömmliche Raumkapseln nach CAST mit höheren Startzahlen rsp.geringeren Kosten.
Wenngleich das abzuwarten gilt - ähnliche Projekte wie Spiral e.t.c. wurden letztlich auch nicht realisiert- im Riesenreich sind aber viele Dinge in Bewegung und das läßt hoffen.
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Re: Russ.-Chin. GroßraumJet

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mo 13. Nov 2017, 22:36

bluemchen hat geschrieben:Es tröpfelt weiter: Putin zu Studenten "Die Entwicklung der Luftfahrt ist für Russland eine der obersten Prioritäten"
... Nach dem ersten neu geschaffenen Motor nach 29 Jahren (da klingt Kritik mit), dem PD-14 wurde die MC-21 als wettbewerbsfähiges Luftfahrzeug entwickelt und gebaut. Das ist aber nicht genug, so Putin.

Es gelte jetzt, ein neues Triebwerk für das Großraumflugzeug zu schaffen - nicht mit den herkömmlichen Schub von 14 ... 15 t, sondern mit definitivem Schub von 30 ...35 Tonnen!
Ihm zufolge wird Russland solch einen Motor entweder unabhängig oder in Zusammenarbeit mit anderen Ländern, zum Beispiel mit China entwickeln und bauen.
Подробнее на ТАСС:
https://translate.googleusercontent.com ... vAOriginal Tass: http://tass.ru/ekonomika/4524897

Das dürfte wohl der letzte Impuls für das "Wintergewitter" gewesen sein, wenn mich nicht alles täuscht

Um her aktuell anzuknüpfen -
am Rande der Dubai-Air-Show hat der russische Technologiekonzern Rostec bestätigt, gemeinsam mit China ein Triebwerk für ein supermodernes Großraumflugzeug zu entwickeln.
Der Generaldirektor von Rostec, Sergej Tschemesow, sagte heute: Sowohl das Triebwerk PD-35 als auch das Großraumflugzeug sollen in russisch-chinesischer Koproduktion entstehen. Den größten Teil dabei (wohl bezogen auf den Motor) werde aber Russland übernehmen.
Die gemeinsame Maschine wird die Bezeichnung CR929 erhalten und voraussichtlich im Jahr 2025-2027 auf den Markt kommen. Vorgesehen sind drei Baureihen -
1) Die Basic-Version als CR 929-600 benannt ,
2) Die kleinere Version-CR 929-500 und
3) eine spätere Version-CR-929-700. Dabei will mir scheinen, das das "C" für Comac stehen soll.

Für weitere Informationen in der Tass von heute: http://tass.ru/ekonomika/4723031
oder auch "Sputnik" : https://de.sputniknews.com/wirtschaft/2 ... anktionen/

Es wäre beiden Ländern zu wünschen - mit Blick auf die Entwicklung des Eurasischen Wirtschaftsraum - hier echte Nägel mit echten Köpfen zu machen :-)
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 18. Jan 2018, 20:59

Die Pläne der NASA für das Jahr 2018 sind hier in einem YT Spot aufgelistet:
NASA 1.png
NASA 1.png (231.78 KiB) 98 mal betrachtet
>>> https://www.youtube.com/watch?v=CxguTV-xwiI

Was die Frage der bemannten Weltraumflüge betrifft, ist sich die Oberste Kontrollbehörde GAO nicht ganz sicher, denn sie befürchtet, daß die dazu benötigten Raumschiffe Dragon von SpaceX und CST 100 Starliner von Boeing nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen.
Beide Konzerne haben Fertigstellungsprobleme und damit sind die Zertifizierungen durchaus in Gefahr (an anderer Stelle im Forum war das schon früher angesprochen).
Die Tests der Kapseln sollten ursprünglich in 2018 beginnen, sind inzwischen auf Frühjahr 2019 verschoben. Verzögert es sich weiter, sind die geplanten Starts vom eigenen Territorium weiterhin nicht möglich.

Dies bedeutet schlicht, die NASA muß für 2019 vorsorglich Sojus-Plätze kaufen. Es stehen dafür noch 3 Plätze zur Verfügung zu je 74,7 Mio § und diese hat sie bei Boeing eingekauft. Damit sind alle 5 Sojus-Plätze, die Boeing im Zuge des Finanzausgleichs von Roskosmos erhalten hat, an die NASA gegangen (auch das war früher schon thematisiert ).

Siehe dazu auch hier: https://finance.yahoo.com/news/nasa-buy ... 00238.html
# # #
R.
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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 19. Jan 2018, 18:12

Die am Betrieb der ISS beteiligten Raumfahrtbehörden sollten den Vernunftsnobelpreis verliehen bekommen.

Die NASA wird wohl bis auf weiteres jeden Vertrag mit Roskosmos unterzeichnen. Am 8. Juli 2011, d.h. vor 6 1/2 Jahren, war der letzte US-Astronaut aus "eigener Kraft" in den Orbit um die Erde gestartet.

Warum hat man nur das Space Transportation System (STS) mit dem so versatilen Space Shuttle Orbiter eingestellt, anstatt die Hardware weiterzuentwickeln und weiterzubauen?
Der Shuttle Orbiter war eine überaus nützliche Universal-Arbeitsplatform. Das war kein reiner Besatzungstransporter wie Saturn-Apollo oder Sojus-Sojus.
So ist es wohl ein Glücksfall, daß die Sowjetunion mit der bereits absehbaren Indienststellung des Energija-Buran-Systems das Sojus-Programm nicht voreilig eingestellt hat. Die USA stoppten die Verwendung des Saturn-Apollo-Systems 1975, sechs Jahre vor der Einsatzreife des Space Shuttles.
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Thomas
Seitdem ich die Zeitung abbestellt habe und keine Nachrichten mehr einschalte, bin ich viel besser informiert.

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Re: Verträge

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 20. Jan 2018, 23:29

Ja, zwei oder mehrere Gedanken schließen sich natürlich an:

- Zum Einen muß man anerkennen, daß die Zeit so gereift ist und die (finanziellen) Ressourcen es einfach hergeben, das die Amerikaner über kurz oder lang (wenngleich eher nicht kurz) ihre Fähigkeiten zurückgewinnen werden, unabhängig vom eigenen Territorium aus ihre bemannten Missionen zu absolvieren.
Wir sind ja keine Deppen.
Und Roskosmos ist es auch nicht, das ist der Punkt.
- Was die Zusammenarbeit beider Raumnationen trotz der einseitigen Sanktionen betrifft -ohne das Problem hier auszuweiten - reichen die gegenwärtigen lieferverträge mit NPO Energomasch bis ins Jahr 2020 (schwere Triebwerke für die Erststufen Atlas ...), was die ISS anbetrifft - mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 2024. Was darüber hinausgeht, wäre Spekulation. Wenn das russische Wissenschaftsmodul "NAUKA" mit ... Jahren Verzögerung Ende des Jahres (?) endlich oben sein wird, gibt es denkbarerweise eine Gedankenrichtung.

- Nach D. Rogosin, der maßgeblich verantwortliche Politiker für Militär und Raumfahrt, stellt sich die RF derzeit darauf ein, daß nach 2019 die USA nicht mehr auf die guten Dienste des Partners Roskosmos bei der ISS angewiesen sind und die bisherigen Triebwerksimporte durch Eigenproduktionen ersetzt werden (sollen).
Das diese dann 1 1/2 bis 2x teurer werden für die Launch Allianz spielt im schuldenüberladenen Amerika keine Rolle. Eine andere Frage ist dann immer noch die Zuverlässigkeit, die erst einmal nachgewiesen werden muß. Das ist eher der Punkt.

- Wenn derzeit US-Medien trommeln, daß die russische Raumfahrt von den amerikanischen Triebwerkskäufen abhängig wäre rsp. den Verkauf von Sojusplätzen, ist das ein übliches Marionettentheater, über das es sich nicht zu Reden lohnt.

Einen Tass-Artikel dazu gibt es dennoch mit D. Rogosin: http://tass.ru/kosmos/4884533 Ein klares Wort zu einer klaren Sache.
Auch wenn Rogosin einräumte, dass es bei der laufenden Reform der GK Roskosmos objektive und subjektive Probleme gibt.
Wo gibt es die denn nicht? Es sei denn, man gibt den astronomischen Schuldenbergen einen Unbedenklichkeits-Stempel.
(Staatsdiener werden dann eben mal in den Zwangsurlaub geschickt bei ausbleibender Löhnung in Transatlantien).

Der Staat - die RF - werde jedoch die Branche unterstützen, so Rogosin. Er verfüge über das dafür erforderliche menschliche und technologische Potenzial.

- Das Roskosmos die [i]Kommerzialisierung des russischen Segment der ISS
erwägt, ist ein eingehender Gedanke, die NASA macht nichts anderes (ESA, JAXA ... sind hier unbedeutende Partner). Tass dazu: http://tass.ru/kosmos/4884500

Международная космическая станция.png
Международная космическая станция.png (697.88 KiB) 73 mal betrachtet


************************************* Weil oben angesprochen -

- Ja, der letzte Shuttle-Flug startete am 8. Juli 2011 und mit der Landung der Atlantis am 21. Juli 2011 ging das Space Shuttles Programm endgültig zu Ende.. Ja, ein Stück Raumfahrtfaszination.

Der Shuttle war das komplizierteste Gerät, das je gebaut wurde und genau deswegen konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Er war viel zu teuer, bis 1985 konnte dennoch eine hohe Startrate eingehalten werden, bis zu 9 Missionen jährlich.

Für alles "für" und "wieder" brauchte es aber einen eigenen Thread.
# # #
R.




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