M-18 Fahrwerk abgefallen

DDR-TKB
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M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » So 4. Mai 2008, 11:19

Hallo zusammen,

ich kann mich schwach daran erinnern, das mir mal jemand erzählt hat, das er einen ehemaligen Agrarpiloten kennt, bei dessen M-18 eine Seite des Hauptfahrwerkes abgefallen ist. Ich bin der Meinung das es auf dem GFP (?) Glövzin gewesen sein kann.

Kann irgendjemand etwas genaueres zu dem Vorfall berichten?
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DDR-TKB
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Mi 14. Mai 2008, 07:34

Es lebe das Internet :-D :-D :-D

Ich habe Kontakt zu dem Piloten aufgenommen. Er scheint sehr kooperativ zu sein. Ich treffe mich warscheinlich mitte Juni mit Ihm und werde die Geschichte zu dem Vorfall niederschreiben und er wird mir sogar Fotos von der Landung seiner M-18 mit nur einem Hauptfahrwerk zur Verfügung stellen. :-D
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DM-SMD
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Ungelesener Beitragvon DM-SMD » Mi 14. Mai 2008, 19:00

Interessante Geschichte. Ich freu mich schon auf Deinen Bericht.

Außerdem hat Deine Signatur mein Interesse geweckt. Die Z-37A-2 D-EOXE war eigentlich ein Schulflugzeug. Wurde sie für diese Fuchsködereinsätze umgebaut?
Antwort bitte in einem neuen Thread, um die M-18 Geschichte nicht zu stören.
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DDR-TKB
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Do 10. Jul 2008, 14:12

Also, morgen ist es soweit,

ich treffe den Piloten.

Das Sind die Fragen, die ich ihm stellen werde. Wer will darf gerne Ergänzen.

FRAGEN:

- Kennung der Maschine

- Startort

- Landeort

- Datum

- Unfallhergang

- Wie bist du auf des Fehlen des Fahrwerks aufmerksam geworden

- Verletzungen ???

- Schaden an der Maschine
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DDR-TKB
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Sa 12. Jul 2008, 00:17

Wie gesagt bin ich heute bei dem Piloten gewesen und er hat mir unglaubliche Bilder und einen Bericht mitgegeben.

Hier ist ein kleiner Vorgeschmack:

Bild

Einen umfassenden Bericht + einmaliges Bildmaterial werde ich demnächst hier veröffentlichen.

Weiterhin hat er mir von dem Vorfall berichtet, bei dem ein M18 Pilot tötlich verunglückt ist. Es war die einzige Maschine, die die Interflug verloren hat. (DDR-TKD)
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Flugi
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon Flugi » Sa 12. Jul 2008, 18:14

... ich habe seit Mai die ganze Zeit gegrübelt, wie wohl bei einer M-18 das Fahrwerk abfallen kann? :-?
Das Bild zeigt jetzt die Lösung, das Rad ging lediglich verlustig. Das gab es bei anderen Typen auch schon. Nun kann ich wieder ruhig schlafen. :wink:
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » So 13. Jul 2008, 13:39

Flugi hat geschrieben:... ich habe seit Mai die ganze Zeit gegrübelt, wie wohl bei einer M-18 das Fahrwerk abfallen kann? :-?
Das Bild zeigt jetzt die Lösung, das Rad ging lediglich verlustig. Das gab es bei anderen Typen auch schon. Nun kann ich wieder ruhig schlafen. :wink:



Ich hab die Geschichte vor ca 13 Jahren gehört. Desshalb waren nur noch Bruchstücke vorhanden.

Freut mich, das du jetzt keine Schlafstörungen mehr hast. :-D :-D :-D
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Mo 14. Jul 2008, 01:24

26.02.1987, gegen 14:00 Uhr, GFP Glövzin

Nachdem die M18A (DDR-TKF) am linken Fahrwerk (Bremse) gewartet wurde, ist das Rad nicht komplett auf den Achsstummel aufgeschoben worden, was zur Folge hatte, das die Sicherungsmutter nicht ihren Zweck erfüllte.

Der Pilot rollte die Maschine nach der Beladung zum ersten Start des Tages.
Als beim Start das Fahrwerk entlastet wurde, und das Flugzeug abhebte spürte der Pilot einen Schlag und dachte sich zunächst, dass er über eine Unebenheit auf der SLB gerollt sei.
Später stellte sich heraus, dass es das linke Rad war, das gegen die Landeklappen geprallt war.
Er begann den Streueinsatz auf einem Feld, das unmittelbar in der Nähe des GFP Glövzin lag und machte am Ende des Feldes die erste Wende. Als er die zweite Wende über dem GFP machte fielen Ihm die umherlaufenden Mitarbeiter auf dem GFP auf und dann sah er auf dem Schnee das abgefallene Rad liegen.

Es bestand keine Funkverbindung, da bei den M18 nach deren Auslieferung aus Polen die Funkgeräte entfernt wurden weil die Funkgeräte sehr anfällig waren. Nach damaligen Bestimmungen waren Flugzeuge mit defekten Funkgeräten gesperrt, jedoch Flugzeuge, die keines besaßen nicht.

Gemäß den grundsätzlich getroffenen Absprachen im Bezug auf solche Gefahrensituationen flog er die Maschine nach Kyritz, weil der Flugplatz dort viel geräumiger war als der GFP Glövzin.

Er wurde dort schon von einem Aufgebot an Rettungskräften erwartet worden.

Da das Flugzeug noch ca 500 Liter Kraftstoff an Bord hatte, entschloss er sich aus Sicherheitsgründen, diesen noch aufzubrauchen. Das bedeutete, dass er noch 1,5 Stunden in der Luft bleiben musste.

Als ich Ihn fragte, was ihn in dieser Zeit alles durch den Kopf ging, sagte er, dass sein grösstes Problem der viele Kaffe gewesen ist, den er vor dem Start getrunken hat und das dieser gewissermaßen seinen Tribut zu fordern begann.

Die verschneite SLB in Kyritz war frisch gewalzt und desshalb sehr eben und glatt gewesen.
Die noch vorhandene Bremsscheibe des nicht mehr kompletten linken Fahrwerkes ersetze nach dem Aufsetzen bei der Landung die ersten Meter problemlos das fehlende Rad bis diese wegflog.

Danach drehte sich die Maschine.

Das betreffende Fahrwerk ist nach der Landung ausgetauscht worden. Bei der technischen Untersuchung hat man festgestellt, dass es frei von Schäden war.

Die M18A hat keine weiteren Schäden davongetragen.
Zuletzt geändert von DDR-TKB am Mo 14. Jul 2008, 09:42, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Mo 14. Jul 2008, 01:27

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Re: M-18 Fahrwerk abgefallen

Ungelesener Beitragvon DDR-TKB » Mo 14. Jul 2008, 01:29

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