Absturz TU-154M Luftwaffe 11-02 vor Namibia

Moderator: Kilo Mike Sierra

E-Spez
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Absturz TU-154M Luftwaffe 11-02 vor Namibia

Ungelesener Beitragvon E-Spez » Di 24. Mai 2022, 20:19

https://www.youtube.com/watch?v=XBAswoJ5Ngs


Falls es einige noch nicht kennen.. >boes<
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Kilo Mike Sierra
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Re: Absturz TU-154M Luftwaffe 11-02 vor Namibia

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 24. Jun 2022, 15:01

Der Filmbeitrag ist ungewöhnlich gründlich in seiner Darstellung der Ereignisse und ihrer auslösenden Faktoren.
Das Unglück geschah in einer Zeit, als man beim Militär (sowohl Bundesluftwaffe als auch US Air Force) unbegreiflicherweise noch glaubte, man könne sich mit der Nachrüstung von TCAS bei Transportflugzeugen alle Zeit der Welt lassen. Und dann trafen gleich zwei Flugzeuge ohne TCAS in der gleichen Flughöhe aufeinander...

Danach ging es mit TCAS sehr schnell bei beiden Militärs.

Die im Film gestellte Frage nach dem ökonomischen Sinn eines Fluges mit nur zwölf Passagieren nach Südafrika lenkt etwas vom Thema ab. Während die Frage natürlich gestellt werden darf, gibt es jedoch keinen Zusammenhang mit dem Unfallhergang. Das Flugzeug hätte auch voll besetzt gewesen sein können und es wäre das gleiche passiert.

Viel beunruhigender sind da die unerkannten Fehler bei der Flugplanerstellung und bei der Übermittlung des Flugplanes sowie relevanter NOTAMs. Mir war bislang nicht bekannt, daß der Flugsicherung in Namibia kein Flugsicherungs-Flugplan der Tu-154 vorlag. Somit konnten die gar nicht wissen, daß da ein zweites Flugzeug flog. Aus Sicht der namibischen Flugsicherung war das ein Geisterflugzeug.

Nach Lage der Dinge erscheint es mir unzulässig, dem Kommandanten der Tu-154 die Alleinschuld oder Hauptschuld zuzuweisen. Der Unfall war viel mehr eine tragische Kollektivleistung, die zum großen Teil auf deutscher Seite und am Boden erbracht wurde.
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Thomas

Sollte man nicht die Vernunft anbeten, anstatt alle ihre Gegner?


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