A 310 Einführung / Beinahecrash

Die INTERFLUG betrieb 3 Airbus A310-304.

Moderator: Kilo Mike Sierra

EA-Henning
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » So 20. Apr 2008, 14:12

Es soll, wie ich hörte, auch Ausfälle des FMS gegeben haben, da dieses wohl nur für Flüge bis 12 Stunden ausgelegt war. Dies betrifft natürlich nicht den oben genannten Flug. Daraufhin soll wohl die Software des FMS im A310 in allen Exemplaren geändert worden sein.
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Kilo Mike Sierra
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 20. Apr 2008, 16:07

So bekommt auch das FMS seinen Service Pack...

Diese Modifikationen der Avionics-Software sind nichts ungewöhnliches. Sie dienen einerseits der Korrektur von Fehlern (zum Glück meist nur "Nuisance"-Problemchen), andererseits auch der Implementierung von neuen Features.
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Thomas
Seitdem ich die Zeitung abbestellt habe und keine Nachrichten mehr einschalte, bin ich viel besser informiert.

IH_IF-310
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon IH_IF-310 » Do 24. Jun 2010, 17:53

Seit über 20 Jahren habe ich Flugangst, hervorgerufen durch meine (leider) Teilnahme an dem von Euch beschriebenen "Test"-Flug des A 310. Wir waren zwei Journalisten an Bord, wer der Zweite war, weiß ich nicht, und wurden so unfreiwillig Zeuge des Beinahe-Crashs. Seit über 20 Jahren versuche ich Stück für Stück herauszubekommen, was damals eigentlich passiert ist. Es ist ja nie offiziell darüber etwas bekannt geworden. Ich habe aber u.a. mit einem älteren Piloten gesprochen, der damals bei der Flugsicherung gearbeitet hat. Der hat mir schon einiges erzählt. Nun bin ich wieder um etliches schlauer und kann die seit damals existierende Flugangst besser in den Griff bekommen.
Ich hatte als Rundfunk-Reporterin in den entscheidenen Minuten mein Reportergerät an, da ich gerade mit der Chefstewardess ein Interview geführt habe. Es müsste also die Panik an Bord sogar akustisch zu belegen sein. Aber das Band habe ich nach der Landung und der Rückkehr ins Funkhaus Berlin nicht mehr in der Hand gehabt.
Ich weiß, wer in dem entscheidenden Momenten im Cockpit saß und wem wir die glückliche Landung zu verdanken haben. Aber die vielen Feuerwehren und Krankenwagen auf dem Rollfeld haben mich doch nachdenklich gemacht. Wäre ja auch ziemlich blöd gewesen, wenn die Interflug plötzlich nur noch ein paar Piloten und Stewardessen gehabt hätte...
Oder was soll man von diesem Ereignis halten?
Frage: Kann so etwas eigentlich normalerweise passieren?
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EA-Henning
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Do 24. Jun 2010, 18:09

Nunja, sieh es mal so: die vielen Feuerwehren und Rettungswagen sagen Dir: es steht jemand bereit. Bei mir in der Stadt gabs vor jahren mal einen Unfall, wo die beiden Fahrer erst durch Zufall im folgenden Frühjahr gefunden wurden - weil keiner bereitstand. Ja, und es ist durchaus richtig, das man ab- und zu tatsächlich in Gefahr schwebt. Trotzdem ist die Chance, im Flugzeug zu verunglücken gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln sehr gering.

Was garantiert nicht einfach ist, die Flugangst zu besiegen.
Normalerweise passiert nichts, aber eine kleine Möglichkeit gibts immer. Nimm die Statistik, dann bist Du rein theoretisch sicherer als Deine Mitmenschen, da Du schon in einer brenzligen Situation warst.
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Do 24. Jun 2010, 19:37

Heh IH_IF-310 - willkommen in der Runde !
Gut, daß Du hier geschrieben hast.

Zu Deinem Problem - kann ich gut verstehen.
Ich fliege garnicht gern als Passagier !
Das ist allerdings keine Flugangst sonder ein unruhiges Gefühl,
hilflos augeliefert sein, ich weiß was passiert, kenne jedes Geräusch
und kann nur stillsitzen und warten.
Ich kenne einige Katastrophen aus nächster Nähe und war auch selber nahe dran - hat mich
im Cockpit überhaupt nicht berührt, der Job wird gemacht.

Leider habe ich keinen guten Rat für Dich ...
mach noch einmal einen Flug im Cockpit mit
(nicht nur mal kurz reingucken ) und erlebe wie das
so läuft und was die Jungs da machen ... wieder Vertrauen finden

Gruß, FlieBe
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EA-Henning
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Do 24. Jun 2010, 19:47

Ich meinte, sowas wird sogar im Simulator angeboten.
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Flieger Bernd
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Do 24. Jun 2010, 19:59

EDGE-Henning hat geschrieben:Ich meinte, sowas wird sogar im Simulator angeboten.

Gut gemeint, Henning, aber das wird nicht der Erfolg sein - keine echte Stimmung,
so platonisch ...
wenn auf dem Simulator die Triebwerke brennen könnte ich glatt ein Nickerchen machen :-P
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon IH_IF-310 » Do 24. Jun 2010, 22:36

Wer lässt denn einen Passagier ins Cockpit? Ich habe schon oft gedacht, dass ich lieber da vorn als hinten im Passagierbereich sitzen würde. Und Simulator ist ja wohl nichts!
Du hast schon recht. Es ist vor allem ein mulmiges Gefühl, was für mich schon ein Erfolg ist, da meine "Angst" nur noch unterschwellig da ist. Habe mir Fernhilfe eines netten Psychologen geholt, der sich mit diesem Thema seit langem befasst und mir gute Tipps gegeben hat, wie ich mich selbst in den Griff bekomme. Ich fliege heute mit Todesverachtung! Aber dass Mit-Fliegen mein Hobby wird, wäre sehr übertrieben. Ich mach's, weil es schade ist, jetzt die Welt wegen meiner dummen Angst nicht zu sehen...
Am liebsten würde ich selbst fliegen, aber aus dem Alter bin ich ja wohl raus.
Danke übrigens an alle für die netten Antworten.
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 25. Jun 2010, 12:49

IH_IF-310 hat geschrieben:...
Frage: Kann so etwas eigentlich normalerweise passieren?

Diese Frage verstehe ich nicht so richtig.
Es ist ja immerhin einmal passiert. Oder sollte es heißen, ob es noch einmal passieren könnte?
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Thomas
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Re: A 310 Einführung / Beinahecrash

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Fr 25. Jun 2010, 13:22

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:
IH_IF-310 hat geschrieben:...
Frage: Kann so etwas eigentlich normalerweise passieren?

Diese Frage verstehe ich nicht so richtig.
Es ist ja immerhin einmal passiert. Oder sollte es heißen, ob es noch einmal passieren könnte?

Aus Sicht des Passagiers nach zu vollziehen. Es heisst immer, Fliegen ist absolut sicher. Allerdings besteht wie überall im Leben ein Restrisiko. Das ist außerdem wie beim Zahnarzt. Alle sagten bisher: "das tut nicht weh" oder :"das kann gar nicht wehtun". Tat es aber immer! Dazu kommt das subjektive Sicherheitsempfinden: Im Flieger kann man mal nicht so eben eine Vollbremsung machen und rechts ranfliegen. Im Auto jedoch meint man, das zu können - und meist geht das ja auch. Oder in der Eisenbahn meint man, mit der Notbremse eingreifen zu können. Wobei letzteres zumindes technisch nicht geht, da ich dier Strecke nicht sehe und wenn es rummst, ist es sowieso zu spät.

Ein weiteres beispiel: ich fliege sehr gern! Ich gehe NIE auf meinen Balkon - da habe ich Angst!
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