AN-124 "Ruslan" aus Neuproduktion?

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AN-124 "Ruslan" aus Neuproduktion?

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mo 4. Jun 2018, 01:04

Auch wenn das Forum derzeit geschlossen ist, läuft die Geschichte ja weiter, das erwähnte ich schon an anderer Stelle

… und da die AN-124 "Ruslan" ein angestammtes Forum-Thema ist, eröffne ich mal ein interessantes Thema dazu:
"Wird es eine Neuproduktion geben" >frage<

Hintergrund der Gedankenspiele oder ist es schon mehr … - der Überlegung ist - auch nachvollziehbar:
- Die Maschine der Superschwer-Klasse hat einen weltweiten Markt
- Zwei Drittel der Flotte wurden in Uljanowsk produziert
- Heute erfolgt dort die Wartung, die Erhaltung der Lufttüchtigkeit und die Verlängerung der Lebensdauer
- Die russischen Designer haben seinerzeit nicht weniger als die Ukrainischen eingebracht

Prämisse nach internationalen Regeln wäre die Produktion unter gleichen Namen mit der Ausnahme: Wesentliche Elemente werden in einem neuen Gewand produziert / integriert.
Man denkt dabei an: Geänderte Avionik / Chassis-Design / neue Triebwerke /
Nach dem Vice der OAK Alexander Rogosin wäre das eine sehr schwierige, aber lösbare Aufgabe .

Die Russische Flugzeugindustrie kann ein schweres Langstreckentransport Flugzeug AN-124 "Ruslan " modernisieren und seine Freigabe unter einer anderen Marke wieder aufnehmen. Dies wurde am Sonntag durch das Mitglied der RF-Präsidentschafts-Kommission für die Luftfahrt-Entwicklung Yuri Sitnic auf dem Radiosender "Goworit Moskwa" angekündigt."

Darauf beruft sich Tass: http://tass.ru/ekonomika/5259164
und an anderer Stelle: http://tass.ru/ekonomika/5258436
jeweils brandneu am 03. Juni.

Bleiben wir dran am Thema und sehen, ob aus der heißen Luft mehr wird. Das "schwierig aber lösbar" braucht Ressourcen, nicht zuletzt Finanzielle.
- Die wiederum gehen (derzeit) konform mit der Entwicklung der Energiepreise, die zwar seit jeher volatil sind, ein Aufwärtstrend unübersehbar ist.
R.
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Re: AN-124 "Ruslan" aus Neuproduktion oder: Wie weiter?

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 26. Apr 2019, 22:23

Antonow´s 124, die "Ruslan", hat schon viel Raum im Forum bekommen - es gibt kaum einen schillernderen Vogel in der kommerziellen Nutzung und nach der Herkunft.
Seiner Zeit in und von der "ganzen" Sowjetunion gebaut, gingen nach dem Zusammenbruch offenbar die Rechte an das Konstruktionsbüro in Kiew über.
Es folgte die Zeit der Holzköpfe, die bis heute andauert und mit der Zeit wurden aus diesen echte Hartholzköpfe. Heute. Eine Ukraine, die aus der Zusammenarbeit mit seinem Nachbarland nationalistisch gebrämt komplett aussteigt, ist doch der Galgenvogel des Jahrhunderts. Leider kann einem diese Politik nicht am Hintern vorbei gehen, hängen doch aus gemeinsamer Vergangenheit -neben den Menschen- Wirtschaftsgüter dran.
Das ist die Situation, mit der die RF zurecht kommen muß, bekannt, aber nochmal erwähnt.

Die Debatten um die Ruslan ebben nicht ab und es wird sehr konträr zu Werke gegangen. Natürlich zu Recht. Die Aussagen/ Vorstellungen im Sommer 2018 - siehe oben. - Sind die schon wieder zu revidieren?
Im Januar 2019 lesen wir diesen Aufsatz: "Braucht jemand den Riesenjet wirklich ?" https://sptnkne.ws/k5qv
"... Es hat ja schließlich auch einen Grund, warum weder Boeing noch Airbus ein vergleichbares Transportflugzeug entwickeln. „Nicht, dass sie das technisch nicht könnten. Sie sehen einfach keinen Markt dafür. Die An-124, die jetzt noch fliegen, reichen völlig aus, noch für die nächsten zwei Jahrzehnte“, sagt Gussarow laut der Zeitung."

Aufmerksamkeit verdient auch der historische Abriß, jetzt eben vom April: https://sptnkne.ws/mpE4
Dabei meine ich nicht die Betrachtung zur C-5 Galaxy , sondern die Problematik, die sich eben mit den Jahren und den vorhin genannten Holzköpfen abspielt:
..."Seit 2014 können die russischen „Ruslans“ keine neuen Triebwerke aus der Ukraine mehr bekommen. Selbst Ersatzteile für die älteren Motoren, die eine GÜ benötigen, fehlen: Der ukrainische Hersteller (Motor Sitsch) liefert gar nichts mehr nach Russland – nicht einmal Schrauben oder Bolzen."
- Wenn es nicht aus der Luft gegriffen ist, daß von dem Flottenbestand von 36 Maschinen etwa die Hälfte zur Ersatzteilversorgung dient, würfe das ein recht fragwürdiges Licht auf die Lage.

Gut, daß man mit Salis Ende ´18 aus dem Nato-Geschäft ausgestiegen ist. Seine Maschinen mit dem Nato-Kriegsgerät verschleißen zu lassen, war, abgesehen vom politischen Aspekt, eigentlich ein Alptraum.

Die Diskussion wird weiter gehen, konträr natürlich
R.
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Re: AN-124 "Ruslan" aus Neuproduktion?

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 28. Apr 2019, 00:19

Ich sehe dennoch mittelfristig einer Kapazitätskrise bei den großen Frachtflugzeugen aufziehen.

Während die An-124 der Spezialist für besondere und vor allem übergroße Fracht ist (und bald nur noch gewesen sein wird), ist auch absehbar, daß die 747-8F nicht mehr lange weitergebaut wird. Auch sie verfügt über diese so praktische und besonders für große (lange) Frachtstücke so wichtige Nose Cargo Door. Wenn die An-124 sowie die 747-400F und -8F einmal nicht mehr sein werden, wird übergroße Fracht wohl stehenbleiben müssen. Es ist ja nichts neues in Entwicklung.

Mit dem Umrüsten alter Passagierflugzeuge ist es nicht getan. Diese werden bestimmt keine Nose Cargo Door oder ein aufklappbares Heck bekommen. Nicht einmal für die früher einmal geplante A380F war eine Nose Cargo Door vorgesehen.

Der Fortschritt im Flugzeugbau scheint sich inzwischen nur noch auf die Triebwerke und die Cockpit-Automatisierung zu konzentrieren. Neue Grundentwürfe gibt es nur noch sehr selten.
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Thomas

Heute schon für irgend etwas sensibilisiert worden?


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