Jakowlew Jak-42

Moderator: Kilo Mike Sierra

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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 19:47

Die JAK-42 ist weiterhin Interessant.
Wer sich weiterhin die JAK-42 im vorderen Rumpfbereich betrachtet, stellt fest, das die Kabinentür bei frühen JAK-42 sehr tief ist, d.h. die Oberkannte vordere Kabinentür ist unter der Fensterreihe positioniert. Spätere JAK-42 haben eine normale vordere Kabinentür.
Die tiefliegenden Türen sind einem schnellem Handling sicher zuträglich, nur warum verschwanden die wieder?
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 20:01

CCCP-42302_JAK-42_OKB-Jakowlew_Monino-2009_Armin-Schulz_01_W.jpg
Der vierte Prototyp mit der Werknummer 427401004 und dem Kennzeichen CCCP-42302 flog auch ausschliesslich als Erprobungsflugzeug.
Heute ist es ein Exponat im Museum der Luftstreitkräfte Monino.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 5. Mär 2013, 20:38

EA-Henning hat geschrieben:Die JAK-42 ist weiterhin Interessant.
Wer sich weiterhin die JAK-42 im vorderen Rumpfbereich betrachtet, stellt fest, das die Kabinentür bei frühen JAK-42 sehr tief ist, d.h. die Oberkannte vordere Kabinentür ist unter der Fensterreihe positioniert. Spätere JAK-42 haben eine normale vordere Kabinentür.
Die tiefliegenden Türen sind einem schnellem Handling sicher zuträglich, nur warum verschwanden die wieder?

Ich stimme Dir zu. Auf manchen Flughäfen gabe es vielleicht nur kleine Gangways.
Die Tür dürfte nach oben gewandert sein, als die sogenannten Jetbridges auftauchten. An die Jak-42 in der ursprünglichen Ausführung hätten diese nie andocken können.
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Thomas

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist jetzt überraschenderweise auch von der Politik aufgegriffen worden.
Glaubt man dort, damit den Mangel an menschlicher Intelligenz kompensieren zu können?

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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 22:51

RA-42421_JAK-42d_Kuban_ FRA-28022004_M-Wettig_01_W.jpg
RA-42421 der Kuban-Airlines. Die Fluggesellschaft stellte 2012 ihren Betrieb ein. Kuban Airlines betrieb 7 Jakowlew Jak-42 und 5 Jakowlew Jak-42D.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 22:54

RA-42413_JAK-42D_Tulpar-Air_MAKS-17082011_Axel-Pohl_01_W.jpg
Diese JAK-42D wurde 2011 auf der MAKS zum Kauf angeboten. Sie ist als Salonmaschine/VIP-Flugzeug eingerichtet.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 22:58

RA-42344_JAK-42D_RusAir_MAKS-17082011_Axel-Pohl_01_W.jpg
RusAir hat 3 Exemplare der JAK-42 in ihrer Flotte. Nach einem Unfall mit einer TU-134A im Jahre 2011 wurde der Fluggesellschaft das AOC entzogen.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 23:01

RA-42320_JAK-42D_AST-Air_Moskau-2009_Armin-Schulz_02_W.jpg
RA-42320 ist eine JAK-42D der ASTAIR.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Di 5. Mär 2013, 23:19

Das Central Air-Mobile Rescue Team des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz betreibt 2 JAK-42D.
RA-42446_JAK-42D_Mic-Rossii_Bytkowice-2008_H-Tikwe_01_W.jpg
RA-42446 JAK-42D MIS-Rossii in Bytkowice
RA-42446_JAK-42D_MChS_Domodedowo-17082011_Axel-Pohl_01_W.jpg
RA-42446 JAK-42D MIS-Rossii in Moskau Domodedowo.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mi 6. Mär 2013, 16:58

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:
EA-Henning hat geschrieben:Die JAK-42 ist weiterhin Interessant.
Wer sich weiterhin die JAK-42 im vorderen Rumpfbereich betrachtet, stellt fest, das die Kabinentür bei frühen JAK-42 sehr tief ist, d.h. die Oberkannte vordere Kabinentür ist unter der Fensterreihe positioniert. Spätere JAK-42 haben eine normale vordere Kabinentür.
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Die Tür dürfte nach oben gewandert sein, als die sogenannten Jetbridges auftauchten. An die Jak-42 in der ursprünglichen Ausführung hätten diese nie andocken können.

Die "tiefergelegte" Tür vorne links war ursprünglich auch nur ein Notausgang. Man legte ihn so tief, damit man das Flugzeug ohne weitere Hilfsmittel wie Rettungsrutschen verlassen konnte.
Als offizielle Eingänge dienten bei der Jak-42 nur der Zugang über die Hecktreppe sowie die Tür vorne rechts. Ihren Abmaßen nach zu urteilen, war diese Tür aber wahrscheinlich nur eine Service-Tür (z.B. zur Entgegennahme des Caterings), aber nicht unbedingt für den Einstieg der Passagiere gedacht.

Bei den Prototypen/Vorserien-Modellen besaß der Notausgang vorne links sogar einen außen angebrachten Hydraulikzylinder, der die Tür gegen den Luftstrom nach außen öffnen konnte (siehe hier). Im Windschatten der als Deflektor offen gehaltenen Tür, hätte die Testflugbesatzung im Notfall das Flugzeug per Fallschirm verlassen können (ähnlich wie beim Vorserien-Modell der Tu-144). Ich weiß jedoch nicht, wie sichergestellt wurde, daß man beim Sprung wirklich gefahrlos unter die Tragfläche kam, d.h. ohne sie auch nur zu streifen.

Die später höher angeordnete Tür vorne links wurde natürlich als Eingangstür genutzt.
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Re: Jakowlew Jak-42

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mi 6. Mär 2013, 18:38

Ich war gerade auf Abwegen und habe nachgeschaut, was bei Wikipedia über die Jak-42 geschrieben steht.

Die englische Wikipedia behauptet, die Jak-42 hätte zwei Bordtreppen besessen: eine im Heck und die andere an der besagten Tür vorne links.
Ob man das wirklich glauben kann?
Selbst im Verkaufsprospekt von Aviaexport steht nichts von einer zweiten Treppe. Wenn diese Tür benutzt wurde, stand immer eine niedrige Gangway davor.

In der deutschen Wikipedia steht zu lesen
Kurz nach dem Beginn des Flugbetriebs gab es eine Zahl von Unfällen auf Grund von Vibrationen in der Hecksektion des Flugzeugs. Daraufhin wurde der Flugbetrieb eingestellt, bis Jakowlew 1985 die notwendigen Modifikationen durchgeführt hatte.

Unrichtiger kann man dieses für die Einsatzgeschichte des Flugzeuges so wichtige Ergeignis wirklich nicht darstellen.
Es gab keine "Zahl von Unfällen", sondern einen einzigen.
In der Hecksektion gab es kein Problem, sondern am Höhenleitwerk.
Vibrationen gab es überhaupt nicht, sondern die Verstellspindel der trimmbaren Höhenflosse war gebrochen, woraufhin das das Flugzeug steuerlos abstürzte.
Das Grounding der Jak-42 zur Erforschung der Unfallursache und technischen Modifikation der Maschinen dauerte nicht bis 1985, sondern nur bis Anfang 1984.

Von einer Enzyklopädie muß man wesentlich mehr Korrektheit erwarten können.
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Thomas

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