VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Moderator: Kilo Mike Sierra

heiko76
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VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon heiko76 » So 2. Nov 2014, 18:49

Die belgische VLM Airlines möchte ab April 2015 den Suchoi Superjet 100 im Liniendienst einsetzen.
Für die Dauer von 12 Jahren wurden bereits die ersten zwei Maschinen bei Ilyushin Finance geleast.

Siehe auch --> flugrevue.de

Auch die mexikanische Interjet betreibt den russischen Regionaljet in ihrer Flotte.

Bleibt zu hoffen das der kleine Jet doch noch ein Erfolg wird und öfters mal auf (west)europäischen Flughäfen zu sehen ist.
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Flieger Bernd
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Do 20. Nov 2014, 18:35

http://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Superjet_100

Er soll die in Russland noch zahlreich eingesetzten Tupolew Tu-134 und Jakowlew Jak-42 ersetzen.
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heiko76
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon heiko76 » Mi 25. Feb 2015, 02:47

Die ersten zwei SSJ für VLM werden die Maschinen mit der Seriennummer 95090 und 95091
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bluemchen
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 7. Mär 2015, 20:22

Hey Jungs - hier gibt es erst einmal einen Dämpfer :-joy: - Ist das nun ein politisches Ding am Zwickel???

Suchoi-Regionaljet kommt erst 2016 nach Belgien
VLM Airlines verschiebt Superjet-Übernahme

Aeroflot stockt ihre Flotte mit inzwischen der 18. Maschine auf, fliegt 40.000 Stunden und die Belgier zicken (EASA-Zulassung)?
Da dachte man schon, endlich ordentliche Signale aus der westlichen Welt ... Aber mit Mühlen im softigen Gang.
http://www.flugrevue.de/zivilluftfahrt/ ... hme/613766

Pffffffffffffffffffffffff
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 7. Mär 2015, 22:52

Die Verzögerung der EASA-Zertifizierung geht auf VLM Airlines selbst zurück. Da die Fluggesellschaft die Long-Range-Version des Flugzeuges auch auf Flughäfen einsetzen möchte, wo 737 und A320 nicht hinkommen, muß Suchoi das Flugzeug mit zusätzlichen speziellen Klappenstellungen für Start- und Landungen zertifizieren, die bislang nicht Standard waren. Auch der geplante Einsatz am Flughafen London-City mit seinem 5,5 Grad steilen ILS-Gleitweg erfordert Modifikationen des Flugsteuerungssystems und zusätzliche Zertifizierungsflüge.

Seit Herbst letzten Jahres befinden sich 13 Superjet im Liniendienst bei Interjet und fliegen u.a. zwölf mal wöchentlich auf der Route von Monterrey (Mexiko) nach Houston (Texas).
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon heiko76 » Sa 7. Mär 2015, 23:08

Nachdem ja vor ein paar Tagen die ersten beiden zukünftigen Maschinen eine Seriennummer bekamen um so überraschender war diese Meldung.
Aber wie sagt man "Gut Ding will Weile haben"
Hierzu mal eine kleine Frage am Rande: Was macht den Unterschied zwischen einem normalen ILS-Anflug und einem Steilanflug wie in LCY? Die Spanne zwischen 2,5°bis 3,5° in einem normalen ILS Anflug zu den 5,5° im erwähnten Steilanflug ist ja für "aussenstehende" nur marginal?


Interjet hat sich mit Sukhoi auf die Optionen für zehn weitere SSJ geeinigt.
Allerdings glaube ich diese Woche auch gelesen zu haben das die Optionen in feste Bestellungen gewandelt wurden. Aber da bin ich mir im Moment nicht mehr sicher.
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 8. Mär 2015, 03:05

Um die Anfluggeschwindigkeit auf einer scheinbar nur geringfügig steileren Flugbahn zu halten, muß mit weniger Schub oder sogar mit Leerlaufschub angeflogen werden. Bei Flugzeugen mit Strahltriebwerken ist ein Landeanflug mit niedrigem Schub jedoch potentiell gefährlich. Wird bei einem Goaround-Manöver("Durchstarten") am Minimum wieder Startschub gesetzt, dann dauert es nicht wie üblich drei bis vier Sekunden, bis die Startleistung zur Verfügung steht, sondern doppelt so lange. Diese ca. vier Sekunden zusätzliche Verzögerung sind nicht akzeptabel. Deshalb fliegen strahlgetrieben Verkehrsflugzeuge grundätzlich mit einem mittleren Schubwert an. Im Leerlauf anzufliegen, gilt sogar als grober Regelverstoß.

Damit ein strahlgetriebenes Verkehrsflugzeug den Flughafen London-City anfliegen darf, muß nachgewiesen werden, daß dies mit einem normalen mittleren Schubwert möglich ist. Erreicht werden kann das, indem das Flugzeug mit teilweise ausgefahrenen Spoiler-Klappen anfliegt. Dazu muß jedoch die Software-Logik des Flugsteuerungssystems modifiziert werden. Normalerweise fährt die Logik die Störklappen automatisch wieder ein, wenn die Schubhebel aus der Leerlaufstellung nach vorn bewegt werden. Dadurch werden Goaround-Manöver sicherer gemacht, denn wenn man vergisst, die evtl. ausgefahrenen Störklappen manuell wieder einzufahren, dann steigt das Flugzeug sehr schlecht oder sackt sogar durch.

Möglicherweise sind noch mehr Änderungen am Flugzeug erforderlich, aber da müsste ich nachforschen.
Natürlich müssen auch die Verfahrensanweisungen an die Besonderheiten des steilen Anfluges angepaßt werden. Die Besatzungen erhalten dazu auch eine besondere Schulung im Simulator.
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » So 8. Mär 2015, 18:52

Bei der TU-134 gab es die Rumpfklappe (Widerstand) um die Drehzahl der Triebwerke im Anflug hoch zu halten.

ILS mit GS 5,5 grd ? ? - Das ist ja irre, da spiele ich nicht mehr mit ! !
Das geht doch nur mit Umkehrschub, ein gesteuerter Absturz
ETBS, SXF Schönefeld Bahn 25 R hatte 3,3 grd - das ergab Sinkraten von 4-5 m/s
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Mo 9. Mär 2015, 21:19

DDR-SCZ_TU-134(N)_IF_Merseburg-03082010_S-Tikwe_31_W.jpg
Die von Bernd erwähnte Rumpfklappe an der TU-134 in eingeklapptem Zustand.
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Re: VLM Airlines - Sukhoi Superjet

Ungelesener Beitragvon heiko76 » Mo 9. Mär 2015, 23:45

Vielen Dank - KMS - für die ausführliche Erklärung

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Wird bei einem Goaround-Manöver("Durchstarten") am Minimum wieder Startschub gesetzt, dann dauert es nicht wie üblich drei bis vier Sekunden, bis die Startleistung zur Verfügung steht, sondern doppelt so lange. Diese ca. vier Sekunden zusätzliche Verzögerung sind nicht akzeptabel.


Wir sprechen hier also von ingesamt ca.8 Sekunden ... wen man die Geschwindigkeiten und Wege betrachtet die in der Luftfahrt in diesem Zeitraum zurücklegt werden dann ist das natürlich eine beachtliche Hausnummer.

Vielleicht könnten wir ja das Thema zur der Anflug-Procedure auch abtrennen und seperat besprechen.
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