Russische Fernfliegerkräfte

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Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 12. Aug 2017, 13:19

Als Gründungstag der russischen Langstrecken-Luftstreitkräfte gilt der 23. Dezember 1914.
An diesem Tag billigte Zar Nikolaus II. die „Bestimmungen zur Organisation eines Geschwaders von Luftschiffen ‚Ilja Muromez‘“.


Fernflieger.png

Im Thread soll es aber weniger um die Historie gehen - die kann man im Wiki nachlesen - sondern um die im heutigen Bestand befindlichen Maschinen wie den
- strategischen raketentragenden Bomber Tu-160, Tu-95MS, Langstreckenbomber Tu-22M3 ...
deren Einsatzzeit noch bis in die Jahre 2040 ... reichen wird, somit interessant für uns in den Dingen der technischen Weiterentwicklungen.
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Re: Russische Fernfliegerkräfte / TU-160

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 12. Aug 2017, 14:40

Die Tupolew TU-160, der "Weiße Schwan", findet im Forum verschiedentlich schon seine Erwähnung.

Weißer Schwan.png

Angelehnt an die Tupolew TU-144 fliegt die TU-160 seit 1981 und es gibt die Bestrebungen, das größte Kampfflugzeug der Welt bis in die Jahre 2040 weiterfliegen zu lassen.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung des PAK FA "T-50" -ab jetzt Suchoi-57 soll die TU-160 in einer parallelen technologischen Hightech Weiterentwicklung wieder in Serie weitergebaut werden.
Die Produktion wurde bereits zielgerichtet wieder aufgenommen. „Die Tu-160M2 soll laut Entwicklern und Experten eine Maschine für die Übergangsphase werden.
Das wäre also die letzte und modernste Version vor dem Auftakt der Serienproduktion des [i]künftigen
Langstreckenbombers PAK DA“.
[/i]
Ein Update dazu vom Januar an anderer Stelle Неуязвимый «Белый лебедь»: Ту-160 получит защиту от всех ракет
füge ich hier nochmal ein: https://tvzvezda.ru/news/opk/content/20 ... ource=smi2
EIne Maschinenübersetzung ist zumindest verständlich, wenngleich nicht flüssig. (paar Worte dazu vlt. noch...)

Aktuell nach TACC - http://tass.ru/armiya-i-opk/4476344 (2. Teil) werden für die Piloten der TU-160 m2 bereits Trainingssimulatoren für diese "Art" von Flugzeugen geschaffen.
Denn individuell angelehnt an die bestehende Maschine
ist aber im Allgemeinen die TU-160 m2 eine völlig neue Maschine. „Die Luftfahrtindustrie entwickelt sich sprunghaft und gegenüber dem Flugzeug der "Ausgangszeit" werden neue Materialentwicklungen, Motoren und technologische Lösungen im Mittelpunkt stehen“ - sagte der Oberbefehlshaber Bondarev.

EInsatzbereit soll sie bereits 2021 sein, außer der bestehenden robusten Struktur soll die gesamte Ausstattung neu sein - geplant ist etwa eine neue Anlage für die elektronische Kampfführung des Herstellers KRET, aber auch ein grundsätzlich neues Trägheitsnavigationssystem.
Die Maschine wird nicht nur modernisierte Triebwerke erhalten, sondern auch neue elektronische Bordausrüstungen sowie neue Kommunikations-, Navigations- und Feuerleitsysteme.
Die neugebauten Triebwerke des Typs NK-32 sollen den Angaben zufolge jetzt im August getestet werden.
Manches ist nicht ganz eindeutig, mal sehen, wie sich alles auseinander posementiert.
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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 1. Sep 2017, 23:33

Update

Am 28. August hat das Verteidigungsministerium von der Firma Tupolew eine (nach Etappe 1) modernisierte TU-160 zurückerhalten.
Ebenso zwei neue, verbesserte TU-95 MS wie eine modernisierte TU- 22 M3.
Die aufgerüsteten Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 haben die notwendigen Voraussetzungen, Boden- und Flugversuche sind vollendet", so die Firma.

Подробнее на ТАСС: http://tass.ru/armiya-i-opk/4522129
In den für die Modernisierung nach Tupolew übertragenen Luftfahrtkomplexen wurde die notwendige Arbeit durchgeführt, alle Träger- und Akzeptanz-Lieferflüge wurden erfolgreich bestanden, die Flugzeuge wurden an die Orte ihrer Hauptbasis verlegt.
( 10 strategische TU-95 MS wurden bisher von Tupolew modernisiert, von den im (Alt)Bestand befindlichen 16 TU-160 "Weißer Schwan" wurde bis dato die Hälfte repariert und modernisiert )

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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 10. Nov 2017, 01:36

Obiges Update im Auge behaltend, kommt manchmal auch der Zufall zu Hilfe und um es nicht zu verdaddeln, die aktuelle Ergänzung dazu:

1.) Wenn der Stellv. Minister für Verteidigung der RF, Yuri Borisov, erklärt "... alle 16 Tu-160 seien (in der Kasaner Werft) modernisiert worden" und wieder in "Operation" gestellt, gibt es keinen Grund es anzuzweifeln.
Damit wäre das Systemupdate auf die Maschinen sehr ambitioniert verlaufen.
Nach meinem Dafürhalten wird damit in der Kasaner Werft eine Linie frei für zukünftige Aufgaben - die TU-160 m2.

2.) In diesem Monat bereits wird der Prototyp der -160 m2 mit der Werksnummer 804 (die wollen wir uns mal merken) von der Endmontage in die Flugversuchs Abteilung überführt.
Der Erststart dieses Prototypes ist gegenwärtig auf Ende des nächsten Jahres, also 2018, vorgesehen und der Beginn der Serienproduktion für das Jahr 2023 (d.h., zwei Jahre später als ursprünglich geplant). Geplant ist die Beschaffung von 50 Maschinen für die strategischen Fliegerkräfte.

3.) Die strategische Maschine für die Zukunft, der sogen. PAK DA, perspektivischer komplexer Langstrecken Jet, ist resultierend aus der obigen Umorientierung in die Zukunft verschoben.
Zur Erinnerung:
Im Jahr 2015 wurde bewusst die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Produktion von Tu-160 Bombern in einer modernisierten Version der Tu-160 M2 geführt und die Finalisierung der neuen Generation Bomber PAK DA damit zu verschieben auf einem späteren Zeitpunkt

Die Robustheit Tupolews "Weisen Schwans" gab das her ebenso wie das Potential zu weitreichenden Modernisierungen. Somit eine
vernünftige ökonomische Entscheidung im militärisch-industriellen Komplex.
# # #
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( http://tass.ru/armiya-i-opk/4713488 )
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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 17. Nov 2017, 00:51

Nun gibt es heute doch noch die Überraschung [zu Pkt. 2 siehe oben] Die TU-160 M2 wird aus der Halle gerollt in Kasan -

Wohlgemerkt Mit Kameras!! : Eingebettet in https://de.sputniknews.com/videos/20171 ... -russland/

Als 20´ Video - Großer Bahnhof in Kasan anläßlich des 90. JT des Flugzeugwerkes C. Gorbunow und seiner Tupolew: https://www.youtube.com/watch?v=wFEWXpYOmy4

Und nach Vice Premier Dmitry Rogozin soll die Flugerprobung bereits im Februar ´18 beginnen nach dem Tass Artikel heute Abend (ursprünglich erwartete man den Erstflug am Jahresende ´18)
http://tass.ru/armiya-i-opk/4735665

Putin ist Schuld
R.
(Einen Blick in die Zukunft der Fernfliegerkräfte liefert lenta.ru/news - in Wissenschaft und Technik: https://lenta.ru/news/2017/11/15/tupole ... ource=smi2 )
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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 25. Jan 2018, 16:59

Nach der Roll-out-Zeremonie am 16. November vergangenen Jahres -s.o.- , begannen vorige Woche die Flugtests der TU-160 M sowie mit einem Demo-Flug heute, am 25. Januar.
TU-160 M 2.png
TU-160 M 2.png (591.46 KiB) 781 mal betrachtet

Der Präsident W. Putin war aus dem Anlaß zu Gast im Gorbunow.Werk Kasan, welches ebenfalls zur UAC (United Aircraft Corporation) gehört.
Wenn ich es richtig gedeutet habe, wurde der Staatschef eingeladen, mit der modernisierten Version mitzufliegen und er erinnerte sich daran, vor anderthalb Jahren mit dem Vorgängermodell geflogen zu sein.
(Nu ja, zugegeben, für mich wäre das auch ein unvergessliches Erlebnis)

TU-160M.png
TU-160M.png (523.63 KiB) 781 mal betrachtet


Um einmal von der strategischen Aufgabe des "Weißen Schwans" abzuweichen, gab es in letzter Zeit Gelüste von einem gewissen Klientel, diese Maschine in einer Abwandlung als exklusiven, gewissermaßen einmaligen Privatjet privat rsp. geschäftlich nutzen zu können.
Derartige Anfragen wurden bishe von verantwortlicher Seite rigoros zurückgewiesen, was nachvollziehbar ist, wenngleich es Kapital gebracht hätte.

Und mit W. Putin heute gibt es neue Töne in die Zukunft, deswegen dieser Einwurf:

... Putin betonte, dass er die Kohärenz der weiteren Arbeiten an der Tu-160 nicht bezweifelte. Er wiederholte die Notwendigkeit, die Zivilluftfahrt zu entwickeln, einschließlich der zivilen Version der Tu-160. Ein solches Flugzeug wird gefragt sein, obwohl es viel Arbeit in Anspruch nehmen wird, fügte er hinzu.
"Wir müssen eine bürgerliche Version machen", sagte Putin. "Die Tu-144 ging aus der Produktion, warum? - .... Und jetzt ist die Situation anders.
Jetzt sind große Unternehmen erschienen, die dieses Flugzeug nutzen könnten."
Der Präsident wies darauf hin, dass es schneller ist, nach New York zu fliegen als von Kaliningrad nach Wladiwostok.

Wie klingt das für die Erben der TU-144 >frage<
Es ist Musik in den Ohren. Dann warten wir, was die Zukunft bringt
R.
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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Fr 26. Jan 2018, 08:51

bluemchen hat geschrieben:Um einmal von der strategischen Aufgabe des "Weißen Schwans" abzuweichen, gab es in letzter Zeit Gelüste von einem gewissen Klientel, diese Maschine in einer Abwandlung als exklusiven, gewissermaßen einmaligen Privatjet privat rsp. geschäftlich nutzen zu können.
Derartige Anfragen wurden bishe von verantwortlicher Seite rigoros zurückgewiesen, was nachvollziehbar ist, wenngleich es Kapital gebracht hätte.

Und mit W. Putin heute gibt es neue Töne in die Zukunft, deswegen dieser Einwurf:

... Putin betonte, dass er die Kohärenz der weiteren Arbeiten an der Tu-160 nicht bezweifelte. Er wiederholte die Notwendigkeit, die Zivilluftfahrt zu entwickeln, einschließlich der zivilen Version der Tu-160. Ein solches Flugzeug wird gefragt sein, obwohl es viel Arbeit in Anspruch nehmen wird, fügte er hinzu.
"Wir müssen eine bürgerliche Version machen", sagte Putin. "Die Tu-144 ging aus der Produktion, warum? - .... Und jetzt ist die Situation anders.
Jetzt sind große Unternehmen erschienen, die dieses Flugzeug nutzen könnten."
Der Präsident wies darauf hin, dass es schneller ist, nach New York zu fliegen als von Kaliningrad nach Wladiwostok.

Wie klingt das für die Erben der TU-144 >frage<
Es ist Musik in den Ohren. Dann warten wir, was die Zukunft bringt
R.


Siehe dazu auch hier:

viewtopic.php?f=148&t=2655
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Flieger sterben nicht, sie fliegen nur höher!

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Re: Russische Fernfliegerkräfte

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 26. Jan 2018, 23:00

In einem Feed fiel mir eben noch etwas vor die Füße und es bietet sich an der Stelle sogar an, eingefügt zu werden.
Es ist ein Stück Historie, die 50:50 u.U. auch anders hätte verlaufen können.

Der "Weiße Schwan" taucht im Forum verschiedentlich auf und es ist möglich, daß es an anderer Stelle schon mal angedeutet wurde:

- Zu Sowjetzeiten war die Flotte der "TU-160" in der damaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjet-Republik Українська Радянська Соціалістична Республіка, УРСР; disloziert. Nur als Faktum.
Dann kam mit Gorbatschow die Wende mit dem Zerfall der riesengroßen Union, wann war das?
Und wiederum als Faktum ohne näher darauf einzugehen, hatte die neue Ukraine plötzlich auch viele Taucherstiefel zu tragen, was sie nicht konnte.
... Wie z.B. diese besagte Flotte: Besatzungen / Bodencrews / Wartungsbasen waren eben irgendwie zersplittert oder weg mit der Folge, das dieser (eigentliche Tupolew´sche Schatz) über die Jahre ungenutzt vor sich hin rottete.

Und es grenzt wiederum an ein gewisses Wunder, daß die gesamte Tupolew-Produktion an TU-160 in der Ukraine nicht komplett ruiniert wurde.
Angesichts der Staatsmisere beschloß man 1998, die auf der Airbasis Pryluky abgestellte Flotte zu verschrotten:
- 10 Maschinen wurden daraufhin Schrottopfer,
- 8 Maschinen - die mit den wenigsten Flugstunden, das muß man positiv anmerken, waren das Geld zum bezahlen offener Erdgasrechnungen (!) an die RF und
- eine Maschine - die Bord-Nr. 26 - ging an des Museum Poltawa.

- Einen Vorgang gibt es noch um die Maschine mit der Bord-Nr. 24, den ich nicht recht deuten kann, im Zusammenhang mit US-Senatoren (die ja dort regelmäßig ein- und aus gingen).
Ich könnte mir spekulativ vorstellen, das diese Maschine transatlantisch verhökert werden sollte, was ukrainische Beamte (angesichts russischer Interessen (?)) verhinderten ... Vlt. weiß einer mehr darüber.

Das aus den "geretteten" 8 Maschinen nun wiederum Neues entstehen würde, war auch zum damaligen Zeitpunkt nicht abzusehen.
Nach Peskow gab es ... auf einmal viel Kontroverse, ob es sich lohnt zu aktualisieren", sagte er ... -Jetzt erkennen alle die Richtigkeit und die Solidität der Entscheidungen zu Gunsten seiner tiefen Modernisierung, dass das passiert ".

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Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 17. Aug 2018, 20:14

Auch wenn der Thread mit der Ilja Muromez beginnt, soll es bei der TU-22 der Fernfliegerkräfte nicht um das "Urmodell" von 1968 gehen,
---> hier in einem Archivbild der Tass vom 16.08. in dem betreffenden Artikel http://tass.ru/armiya-i-opk/5461074

TU-22 Archiv Tacc.png
TU-22 Archiv Tacc.png (543.37 KiB) 240 mal betrachtet
sondern ganz aktuell um den Paukenschlag in KASAN vom 16. August - dem RollOut der ersten fertiggestellten Umrüstung der bereits modernisierten TU-22m3, der TU-22m3m.

Bilder vom RollOut in der Tass vom 16. Aug. http://tass.ru/armiya-i-opk/5462092

(Die geschriebene "3" im Attachment der Typbezeichnung würde ich eher als "sße" / "z" lesen, Henning wüßte es wahrscheinlich besser.)

Von der TU-22m3 fand ich in der Iswestija von Nov. 2017 https://iz.ru/663570/aleksei-ramm/ubiit ... at-arsenal dieses photographisch top-feine Bild mit einer Dynamik ohnegleichen
TU-22m3m.png
Preisfrage: Start oder Landung >frage<

In diesem Artikel der Iswestija wird die waffentechnische Modernisierung der -m3 beschrieben, die uns weniger interessiert, zu den allg. flugtechnischen Daten in diesem Schema - screenshot aus dem kleinen Video - :
TU-22m3m Schema 1.png
TU-22m3m Schema 1.png (216.22 KiB) 240 mal betrachtet

Zur Besatzung der Maschine gehören zwei Piloten und zwei Operatoren, will ich sie mal nennen.
Die Geschwindigkeit max liegt im guten Mach 2 -Bereich mit variabler Tragwerkgeometrie - ein sehr schönes Luftbild in der "Unten"ansicht im ob. gen. Artikel http://tass.ru/armiya-i-opk/5461074 ,
die Reichweite max bei 7000 Km - bedeutender ist allerdings der operative Einsatzradius, der mit 2.200 Km benannt wird (nichtberücksichtigt die Luftbetankung).
bei einer praktischen Gipfelhöhe von 14.000 m.
Die Waffenzuladung beträgt 12 t normal / 24 t maximal und
das Fluggewicht max 126 t, mithin ein ordentliches Schwergewicht, das eben auch bewegt werden will ...

ff.
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Re: TU-22M

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 17. Aug 2018, 23:42

Was das "bewegt werden will" betrifft, so übernehmen das zwei durchaus moderne Turbojets Kusnetzow NK-25 im Rumpf, die im Nachbrenner-Regime beachtliche 245 kN / TW an das Zugseil bringen.
Die "flugrevue" bringt dieses militärische Triebwerk in der Rubrik - "Schubgiganten" auf dem Platz 1 >sup< https://www.flugrevue.de/flugzeugbau/tr ... 6?seite=11

Um das mit einzuflechten, sieht man hier, das die "M" - Entwicklungen sicherlich für "Modernisierung" stehen, jedoch gegenüber der Ur-TU-22 die "M" praktisch eine Neuentwicklung ist, die mit dem Grundmuster nichts mehr gemein hat (deswegen ob. der Rückblick darauf).
Und an ein weiteres Upgrade vom Upgrade wird auch schon gedacht - die NK-25 könnten künftig von den NK-321 der TU-160 ersetzt werden (Schubgleich, aber evtl. sparsamer?).
Was den Rumpf betrifft, handelt es sich um eine äußerst robuste Monocoque- Konstruktion in der Verwendung von Alu-Leg., hochfesten wie hitzebeständigen Stählen, Titan und Mg-Leg. nach dem Artikel.
Dazu gibt es auch ein interessantes Bild aus dem Modernisierungsprozess. Es mag die Perspektive vlt. täuschen, aber es stellt sich mir doch die Frage, wie der Ausschuß der Operatoren im Notfall wohl erfolgt: Senkrecht ? Da scheint mir der Platz oben eben zu knapp. Bliebe die Variante nach- schräg außen, denn die Luken sind recht großzügig gestaltet. Damit wäre auch eine Kollisionsgefahr mit den Piloten (abgesehen von den vorderen Luken) umgangen. (Es ist auch eine getriggerte Steuerung wahrscheinlich - erst hinten, danach vorn) ... Der "Schräg"ausschuß würde aber auch einen Schwenkmechanismus des Katapultsitzes erforderlich machen (vlt. hat @max eine Vermutung), interessant allemal.

TU-22m3m monocoque.png
TU-22m3m monocoque.png (956.04 KiB) 230 mal betrachtet
BildQuelle Tass: http://tass.ru/armiya-i-opk/5461074

Das war nur mal ein Gedankensplitter für ein (Über)lebenswichtiges Detail, vermutlich überflüssig.

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