Warum bestellten DDR-Firmen keinen Mi-8M (Mi-17)?

Inklusive der Modernisierungstypen Mi-8M, Mi-17 (Export) sowie Mi-171 und Mi-172.
EA-Henning
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Warum bestellten DDR-Firmen keinen Mi-8M (Mi-17)?

Ungelesener Beitragvon EA-Henning » Do 16. Okt 2014, 13:24

Der Mi-8M, ausgeliefert ursprünglich in den Varianten Mi-8MT (Inland) und Mi-17 (Export), ist bekanntlich eine modernisierte Ausführung des allseits bekannten Mi-8.

Der Mi-8 besitzt den Triebwerkstyp Klimow/Isotow TV2-117 mit rund 1267 kW Startleistung (~1500 PS Startleistung, ~ 1000 PS Dauerleistung).
Der MI-8M besitzt den Triebwerkstyp Klimow/Isotow TV2-117 mit rund ~2000 bis 2200 PS Startleistung, ~ 1500 PS Dauerleistung.

Warum hat eigentlich keiner in der DDR den leistungsfähigeren Typ bestellt? Interflug hätte eine höhere Hubleistung im Kranflug gehabt. Es wäre auch kein völlig neues Triebwerk gewesen, da der Mi-24 der NVa ebenfalls dieses Triebwerk besitzt.

War der Typ nicht lieferbar, zu teuer im Kauf, zu teuer im Unterhalt oder schlich nicht erforderlich?
Gut, im Falle IF wurde ja bekannt, das man ab den 1990er jahren mit dem Kamow KA-32 liebäugelte.
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bluemchen
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Re: Warum bestellten DDR-Firmen keinen Mi-8M (Mi-17)?

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 24. Jan 2020, 22:04

Die Fragen von Henning oben sind leider nicht beantwortet und ganz eigentlich hat diese legendäre Maschine es doch gar nicht verdient, so gänzlich unbeachtet zu sein.

Deswegen mal einen Blick - nicht nach Dresden mit dem Mi-8T Überflug - sondern an das andere Ende der Welt, nach Jakutien.
Die Alrosa Airline bekommt dank Finanzspritzen Mi-8MTW-1 Maschinen.

Mi-8MTW-1.png
Q.: https://www.aex.ru/news/2020/1/24/207629/

Für die Aufgaben in der Region ist die Ausstattung/Ausrüstung angepasst und gewährleistet den Betrieb an autonomen Stützpunkten an nicht ausgerüsteten Standorten. Sie ist für den Transport von Fracht und Passagieren sowie für den Einsatz im Rahmen des Sanitätsflugprogramms bestimmt.
Zum Beispiel sind
die Hubschrauber mit Plätzen für 23 Passagiere ausgestattet und es besteht die Möglichkeit, die Kabine mit einem medizinischen Modul und Passagiersitzen weiter auszustatten.
Darüber hinaus wurden die Maschinen für den Einbau einer externen Aufhängung und eines Bordauslegers mit Winde (LPG-150M) modifiziert.
Der Mi-8MTV-1 ist in der Lage, eine bis zu 4 Tonnen schwere Fracht an der Außenaufhängung zu befördern - natürlich abhängig von der Flugreichweite/Aktionsradius, der Höhe der Start-/Landeplätze über NN, der Lufttemperatur und anderen Faktoren.

Es ist sicher nicht vermessen zu sagen, daß es ein Fluggerät ist, welches in seinen Eigenschaften und Flugfähigkeiten wirklich einzigartig ist.
Warum IF damals auf die Mi-8M verzichtete, bleibt wohl ein Geheimnis.
R.
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*Träger der Roten Mainelke und des aberkannten Status GDR, gedient in Fremden Streitkräften*


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