Funkfeuer in der DDR

Auch der Flugsicherungsdienst war unter dem Dach der INTERFLUG organisiert.

Moderator: Kilo Mike Sierra

Flieger Bernd
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Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Fr 25. Jan 2008, 15:50

OuterMarker und MiddleMarker -- ich kann mich erinnern:
Das waren die lütten "Pieper" (oder "Klingel") im ILS (oder noch wichtiger bei NDB-Anflug)
zur Höhenkontrolle.
Flugsicherung verlangte auch oft "report outermarker" für die Einordnung der nächsten
Anflüge oder zur Übergabe zum Tower zwecks Landeerlaubnis.

Ich meine es gab vor langer Zeit manchmal auch einen "InnerMarker",
d.h. es gab 3 solcher "Klingelpieper" :?:

Weitermachen 8-) FlieBe.
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danielduesentrieb
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon danielduesentrieb » Do 26. Nov 2009, 22:23

Hallo!

Zur Technik einige Angaben.

Bis in die 70 iger Jahre arbeite im NDB RSF Reinsdorf eine Original Lorenzanlage.

Diese Anlagen waren auch in anderen Streckenfunkfeuern bei der Interflug im Einsatz

Natürlich mit Röhren, redundante Anlagen, das übliche halt.

Diese Sender wurden, wie alle anderen NDB Sender durch transistorisierte NBD - Sender, entwickelt im Haus Lorenz Leipzig zusammen mit Ingenieuren und Technikern der IF im Zuge einer Neuerervereinbarung ersetzt.

Die bisherigen Langdrahtantennen konnten an die neuen Sender problemlos angepasst werden.

Gruß
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Kilo Mike Sierra
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Fr 27. Nov 2009, 11:51

Vielen Dank für die Information.
Ich wollte schon immer wissen, von welchen Herstellern die Sendeanlagen stammten.

Die älteren Röhrensender waren also ein (westdeutsches?) Lorenz-Fabrikat.

Die neuen 100-Watt-Transistorsender (SNS 577 J) sollen eine Weiterentwicklung aus einem DDR-Schiffsender gewesen sein. Wer war der Hersteller dieser Anlagen?
Lorenz Leipzig kenne ich leider nicht. Ist das ein alter Name für einen späteren VEB?
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Thomas

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist jetzt überraschenderweise auch von der Politik aufgegriffen worden.
Glaubt man dort, damit den Mangel an menschlicher Intelligenz kompensieren zu können?

Romeo Victor
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon Romeo Victor » Di 15. Dez 2009, 21:55

Ich habe noch alte Karten aus dem AIP der DDR
1. BarthAnflug NDB RWY 09 von 09 DEC 73 NDB Barth 285 BH und LM 398 H Karte vom NDB Approach RWY 27 LM 398 B

2. Dresden KGSP/NDB RWY 22 von 01 NOV 73 NDB Dresden 342 KW LM 407 F LO 370 FS GRM 335

und weitere Oldies - Erfurt STD Intrument Depature RWY 10 AND 28 von 25 MAY 72
muss leider Schluss machen, bei Interesse einfach melden.
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon Funkfeuer02 » Mi 16. Dez 2009, 12:46

INTERESSE ! :roll:

freue mich auf Kontakt via eMail oder Skype.
Danke schon mal,

Gruß Funkfeuer02
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Material über Funknavigationsanlagen? Leider nicht - die Technik war eben da und funktionierte!
(Aussage des Leiters eines Flugplatzmuseums)

Romeo Victor
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon Romeo Victor » Mi 21. Apr 2010, 18:20

Scannen0036.jpg
Barth DEC73 NDB Anflug RWY 09
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mikealpha
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon mikealpha » So 21. Aug 2016, 19:30

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Vielen Dank für die Information.
Ich wollte schon immer wissen, von welchen Herstellern die Sendeanlagen stammten.

Die älteren Röhrensender waren also ein (westdeutsches?) Lorenz-Fabrikat.

Die neuen 100-Watt-Transistorsender (SNS 577 J) sollen eine Weiterentwicklung aus einem DDR-Schiffsender gewesen sein. Wer war der Hersteller dieser Anlagen?
Lorenz Leipzig kenne ich leider nicht. Ist das ein alter Name für einen späteren VEB?


Lorenz Leipzig wurde später zu RFT Studiotechnik
Die SNS 577 hatten für die Seefahrt 50 Watt HF und bei der Flugsicherung wurden sie auf 100 W getrieben.
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mikealpha
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon mikealpha » So 21. Aug 2016, 19:51

Von Leipzig aus war in Richtung Norden das RSF Reinsdorf in Betrieb,
in Richtung Süden MRN Machern


Das Lorenz VOR von 1968 LEG in Mutzschlena.
In 1992 wurde es gegen eine neues von Lorenz ersetzt,
Von den Ingenieuren bei der Projektirrung konnte sich keiner an diese alten Anlagen aus dem Hause Lorenz erinnern.

Ist denn keiner Leipzig angeflogen???

Zum Peiler kann ich nur beitragen, dass seid 1971, meinem Eintrittsdatum in die Flugsicherung, kein Peiler mehr arbeitete.
Vorher wurde immer einer auf der Südseite periodisch zu den Messen errichtet.
Ich denke die aufwendige Abfliegerei hat das Projekt Peiler sterben lassen.
Gruß
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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 1. Sep 2016, 17:40

mikealpha hat geschrieben:...
Das Lorenz VOR von 1968 LEG in Mutzschlena.
In 1992 wurde es gegen eine neues von Lorenz ersetzt,
Von den Ingenieuren bei der Projektirrung konnte sich keiner an diese alten Anlagen aus dem Hause Lorenz erinnern.

Ist denn keiner Leipzig angeflogen???
...

Das Drehfunkfeuer LEG bei Leipzig war wahrscheinlich eine Anlage der ersten Generation der C. Lorenz AG, so wie auf jeden Fall Nunsdorf NUF eine war.
Als Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre die VOR-Anlagen (Hermsdorf HDO und Leipzig LEG) installiert bzw. ersetzt wurden, installierten die SEL*-Techniker Anlagen der vierten Generation (System 4000). Diese Leuten kannten die Anlagen der ersten Generation nicht mehr aus eigener Anschauung.

*) Zu dieser Zeit firmierte das Unternehmen als Standard Elektrik Lorenz AG (SEL).

Warum hätte es geholfen, Leipzig anzufliegen, um sich an die alten Funkfeuer zu erinnern?
(Diese Frage verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.)


Ich glaube, um 1990 bekam der Flughafen Leipzig auch eine DME-Entfernungsmeßanlage.
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Thomas

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Re: Funkfeuer in der DDR

Ungelesener Beitragvon mikealpha » Do 8. Sep 2016, 12:23

Off Topic
Ich glaube, um 1990 bekam der Flughafen Leipzig auch eine DME-Entfernungsmeßanlage.


Etwas später ich erinnere mich so um 1992 wurde das VOR LEG mit der 4000 SEL und DME in Betrieb genommen.

1972 wurde beim Lorenz VOR das Zinkgegengewicht am Dach erneuert.
Das alte Zink haben wir gut verhökert... :-)
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