Strukturen LSK GSSD

Flugplätze der Bruderarmee
schelle2011
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Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon schelle2011 » Fr 23. Nov 2012, 21:57

Eventuell passt das Thema ja hier hin.
In der GSSD Fliegerei hatte ja jemand den Hut auf. Oft wird der UK-20 in Wünsdorf genannt, was nur bedingt zutrifft.
Für den Südraum hatte das 61. Gardejagdfliegerkorps den Hut auf mit 2 Jagdfliegerdivisionen und 1 Jagdbombenfliegerdivision. Stab in Wittenberg, Gefechtsstand Merseburg.
Für den Nordraum war das 71. Gardejagdfliegerkorps zuständig mit 1 Jagdfliegerdivision und 1 Jagdbombenfliegerdivision. Stab und Gefechtsstand auf FP Wittstock.

Entgegen von Publikationen in Rote Plätze und Wikipedia erfolgte Auflösung des 61. Gardejagdfliegerkorps im Jahre 1980 und des 71. Gardejagdfliegerkorps im Jahre 1988.

In der Zeit 1980 - 1988 gab es auch keine 16. Luftarmee sondern die Luftstreitkräfte der GSSD ( Offizielle Bezeichnung ).

Bei interesse folgende Themen auf http://www.lsklv-ddr.de
61. Gardejagdfliegerdivision
71. Gardejagdfliegerdivision
16. Luftarmee
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Flieger Bernd
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Sa 24. Nov 2012, 18:35

schelle2011 hat geschrieben: ... Entgegen von Publikationen in Rote Plätze und Wikipedia ....


sehr guter Hinweis
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historienquax
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon historienquax » Fr 18. Sep 2020, 23:27

schelle2011 hat geschrieben:Entgegen von Publikationen in Rote Plätze und Wikipedia erfolgte Auflösung des 61. Gardejagdfliegerkorps im Jahre 1980 und des 71. Gardejagdfliegerkorps im Jahre 1988.

Klarstellung: Die Angaben im Buch Rote Plätze von 2007 hinsichtlich der Auflösung der beiden Korpsstäbe für 1980 und 1990 sind richtig. Die Behauptung des Nutzers schelle2011 von 2012 ist nicht zutreffend.
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 19. Sep 2020, 23:09

Das ist auf Grund der dynamischen Strukturentwicklungen rsp. -Veränderungen ein nicht einfaches Thema.

- Auf die "Roten Plätze" fehlt mir der Zugriff, da nicht erschwinglich (falls überhaupt verfügbar) und wiki hat so seine Schwachstellen.
Ich neige dazu, schelle2011 in seinen damaligen Ausführungen zu folgen, deswegen meine Frage zu
historienquax hat geschrieben:Klarstellung: Die Angaben im Buch Rote Plätze von 2007 hinsichtlich der Auflösung der beiden Korpsstäbe für 1980 und 1990 sind richtig. Die Behauptung des Nutzers schelle2011 von 2012 ist nicht zutreffend.

- ließe sich dazu noch ein Wort mehr verlieren?

Ich versuche einen Kontakt zum inzwischen (hier) inaktivem Kollegen schelle, wahrscheinlich wenig erfolgversprechend. Oder Henning versucht es mal.
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon historienquax » Sa 19. Sep 2020, 23:40

Wenn man mit der Feldpostnummer des Wittstocker und Wittenberger Korps nach ehem. Personal dieses Verbandes in sozialen Netzwerken oder Internetforen recherchiert dann wird man Angaben darüber finden wann diese ihren Dienst am jeweiligen Standort geleistet haben. Auch bis wann.
Man kann auch den persönlichen Kontakt zu ihnen suchen und sich das nochmals bestätigen lassen.
In der Vergangenheit wurden diese Recherchergebnisse vom genannten User infrage gestellt und die Macher sowie der Inhalt von Rote Plätze verunglimpft. Ein solches Verhalten ist inakzeptabel.
Entsprechende Beweise wurden zudem, sofern in Form von Beiträgen von Internetforen dargelegt, gelöscht damit diese nicht mehr sichtbar sind.
Man könnte das auch als eine Form von Geschichtsfälschung bezeichnen.

In Rote Plätze wurde unter Wittenberg (Flugplatz) formuliert: "1947-1980* Stab, Fliegerkorps (61 gw. iak)" und "*bis 1980 unbestätigt"
Und unter Wittstock (Flugplatz): "1947-1990 Stab, Jagdfliegerkorps (3 iak/71 gw. iak)"
Soweit der Stand von 2007.

Das grundsätzliche Problem ist das hier in der Vergangenheit keine sachliche Diskussion möglich war. Das ist sehr bedauerlich.
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon schelle2011 » So 20. Sep 2020, 23:14

Wenn der MOD mich schon bittet....
Im Gegensatz zu manchen Schreiberlingen hatte ich in den damaligen Jahren direkt damit zu tun und werde ja wohl wissen was ich gearbeitet habe.
Organisation des Zusammenwirken gehörte halt mit dazu.
Nicht akzeptabel ist das jahrelange Contra gegen Personen, die aus ihrer Dienstzeit andere Erkenntnisse haben wie die vielen selbsternannten Forscher mit ihrem Halbwissen.
Nicht umsonst will aus dem einstigen Kommando LSK/LV keiner mit diesen "Forschern" und ihrem Forenklientel zu tun haben. Denn auch gestandene Stabsoffiziere mögen diese Art und Weise des erniedrigenden abkanzeln durch anonyme Nicks nicht über sich ergehen lassen. Dann lachen sie lieber über die Dummheit der Anderen und Schweigen und reden über die Dienstzeit im internen Kreis der monatlichen Stammtische.
Meine Äußerung lautete: "Die Korpsstäbe sind als solche aufgelöst worden."
Das bedeutet nicht, dass sie verschwunden sind- sondern andere Aufgaben zu erfüllen hatten. Kopf einschalten.
Zu den Aufgaben hatte ich auch schon Anmerkungen gemach. Die Fliegerdivisionen waren Wünsdorf direkt unterstellt.
Es mangelt diesen Personen (Forschern) eigentlich an vielen Details. Wie : Keine Ahnung über Aufgaben und Strukturen ab dem Zeitpunkt als GSSD innerhalb der CA als Militärbezirk eingestuft war. Gleichwohl zu der Zeit als 16. Luftarmee im Frieden diesen Titel nicht trug sondern LSK der Gruppe war ( Titel 16. Luftarmee nur im Krieg) und die Luftverteidungung ein Element der Luftverteidigung der UdSSR war.... oder gar der Luftverteidigungsgruppierung "Norden" .... bis hin zu Aufgaben und Strukturen Neuorganisation der Luftverterdigung in Westrichtung ab 1988.
Aber es nutzen ja auch keine Diskussionen. Wenn es der anderen Seite sehr an Grundwissen fehlt, über die man sich an gewisses Verstehen von Details heranarbeiten könnte, gleiten dann diese Diskussionen in absurden Anschuldigungen ab. Wie im Vorbeitrag geschehen.
Da muß ich mich dann von keinem anonymen Beitragschreiber unfurzen lassen.
Ich bin es über die Jahre aber auch Leid, sinngemäß der Kuh etwas vom Fliegen zu verstehen zu geben. Es hat auch keinen Zweck.
Wenn es um "Meinungshoheit" geht - und das schon seit aufkommen NVA-Forum - muß ich mich nicht ständig mit Märchen anderer offen auseinandersetzen. Ich brauche keine Meinungshoheit- die anderen mit ihrem Publikationen brauchen die Meinungshoheit.
(Wobei ich Einschränken muß: Es gibt ja auch Publikationen von NVA-Offz aus ihrem Dienstumfeld. Die streiten aber auch nicht um Meinungshoheit.)
Dann bleiben es halt Märchen. Ich weiß wie und was damals gewesen ist, die anderen Mitstreiter im Kommando und den LVD wissen es
( und Schweigen ) und das reicht.
Ich gehe dieses Jahr in Rente und fröne dann anderen Hobbys. Mein umfangreiches VS-Archiv mit Originaldokumenten wird sicher der Reisswolf oder das Feuerchen fressen. Alles Dokumente aus eigenem VS-Schrank und nicht von Dritten zusammen geklaubt.

Das ist halt wichtig zum Verstehen von Abläufen. Bsp: Vor einigen Jahren wurde ein Ex NVA-Oberst quasi von den "Besserwissern" an die Wand genagelt. Auslegung über den Inhalt eines Befehls war der Grund. Die "Besserwisser" mit obskurer Auslegung und Hineininterpretation. Bis der Oberst dann schrieb, dass er als Stellv. Kommandeur des Führungsorgans und Stabschef den "Befehl Überführung von Frieden in Krieg" erarbeitet habe und es war damals so und so. Das ließen die "Besserwisser" nicht gelten und machten ihn übel nieder und er löschte dann auch seinen Nick.
Sie stellen also ihr Halbwissen über die Wahrheit des Zeitzeugen.

Wenn im Vorbeitrag genannt Wikipedia angesprochen wird: Was stimmt denn dort noch. Ich kenne viele stimmige Einträge in Urversion und die Klage der Eröffner das sie sich den Dritteinträgen/Veränderungen nicht erwehren können. Auch wenn diese den stimmigen Ureintrag völlig verhundsen.
Von Lexikon und Wahrheit finden wir dort doch schon sehr wenig.

Stefan Büttner schätze ich sehr und wir hatten über die Jahre etliche befruchtende Auseinandersetzungen ohne die Öffentlichkeit. Selbst wenn ich ihm gegenüber einiges klar stellen konnte und er das auch verstand- muß er ja in seinen Publikationen nichts ändern. Steht ihm ja frei.

:mg:
Mehr wird von mir zu dieser Thematik nicht kommen.
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mo 21. Sep 2020, 11:16

Ich gebe zu - da hat mich schelle gestern einfach umgehauen. Schon das schelle da ist, das hatte ich nicht erwartet, unverhofft ist nicht so oft :-) .
Und
die Quintessenz zum Thema muß ich nicht formulieren 1.) daß es in den Strukturen schlicht eine Kriegs- und eine Friedensstruktur gibt, gewissermaßen zwei paar Schuhe einer Sache. Das ist einfach so, ohne in die Details zu gehen.
2.)
schelle2011 hat geschrieben:Meine Äußerung lautete: "Die Korpsstäbe sind als solche aufgelöst worden."
Das bedeutet nicht, dass sie verschwunden sind- sondern andere Aufgaben zu erfüllen hatten ...
Das ist wohl des Pudels Kern.
Daß damit zum Thema eigentlich gesagt ist, was nötig, sehe ich auch so.
Nicht, daß schelle hier nichts mehr zu sagen hätte >grins< - wir sind interessiert, das will ich ausdrücklich betonen
Und
Glückwunsch für schelle´s neuen Lebensabschnitt - aber: Vorsicht, auch der birgt seine Fallgruben und will gemeistert sein. Bin mir aber sicher - er kommt gut rüber
In dem Sinne
Viele Grüße und Danke für den Beitrag
R.
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon schelle2011 » Mo 21. Sep 2020, 13:28

Ergänzend. Nartürlich lese ich auch russ. Foren und ich weiß um die Angaben der User dort und das so mancher der o.g. Forscher sich dort auch tummeln.
Wenn ein User dort schreibt, dass er zB in Wittstock von 1970-1991 beim einerm bestimmten Verband (Postfach) durchgängig war, hebt das doch die herrschenden Strukturen nicht auf.
Man kann doch Strukturen nicht aus der Historie reißen.

Nehmen wir Kommando Landstreitkräfte NVA- eigentlich nur gebildet für Ausbildungsangelegenheiten und vor allem um die von NVA zu stellende Berliner Gruppierung bereits in Friedenszeiten parat zu haben. Die entsprechenden Truppenteile/Einheiten wurden dorthin bereits zusammengefasst unterstellt und auch das Führungsorgan samt Gefechtsstand der Gruppierung war bereits im Frieden vorhanden. Denn die Vorwarnzeiten für einen Angriff der NATO verkürzten sich ständig.

Bsp:
Ebenso waren diverse Kriegsstrukturen auch bei der CA/GSSD vorbereitet. Was war denn ab den 70gern das Jagdfliegerkorps Wittstock mit Auslösung höherer Stufen der Gefechtsbereitschaft ? Es war nichts weiter wie das schon im Frieden gebildete Führungsorgan der Luftverteidigungsgruppierung "Norden". Denn die betreffenden Fliegerdivisionen waren mit Auslösung höherer Stufen direkt Wünsdorf 16. Luftarmee unterstellt.
Nun ging CA aber mit neuen Strukturen daran die sich verkürzenden Vorwarnzeiten zu stellen. Nämlich Zeiten der Umunterstellung zun streichen und in dem Kriegsstrukturen bereits im Frieden gebildet wurden. Die Fliegerdivisionen waren bereits im Frieden dem Armeestab unterstellt und mit der Auflösung des Korps an sich als allg. Führungsorgan ( bestimmte Stabsbereiche Korps wurde nämlich Stabsbereiche der Armee) war dort bereits im Frieden das Führungsorgan der LV-Gruppierung "Norden". Dort war dann bereits im Frieden unser (LSK/LV DDR) vorgesetzte Gefechtsstand der Luftverteidigung in Küstenrichtung. Wir hatten dazu extra Offiziere als operative Gruppe der 3. LVD auf dem Gefechtsstand Wittstock. Wir hatten ein extra dazu ausgebautes Nachrichtensystem der Führung und des Zusammenwirkens. Diesen LV-Gefechtsstand unterstanden operativ bereits im Frieden die GSSD Kräfte in Küstenrichtung, als auch 3, LVD NVA, als auch Nordgruppe/PVA soweit in Küstenfront vorgesehen... bis hin zur Luftabwehr der Marinekräfte VOF in diesem Raum.

In der Regel finden sich dazu auch keine Aussagen auf russ. Foren. Da dort noch die unterschriebene Geheimhaltung gilt- besonders für Kriegsstrukturen.

Ab den neuen Strukturen der Luftverteidugung ab 1988 wurde alles noch mal ganz anders.

Aber: Was wissen die selbsternannten "Forscher" davon ? Oder der komische Nick vor mir ? Nix.
Aber die Klappe aufreißen und einen verunglimpfen- nur wegen der Meinungshoheit.
Nur weil sie das Puzzle mangels Grundkenntnisse nicht zusammen bekommen.

:mg:
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Di 22. Sep 2020, 13:22

Moderationshinweis

Bei allen Emotionen bitte die Polemik immer auf der Sachebene führen, das ist im Interesse Aller
# # #
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Re: Strukturen LSK GSSD

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 22. Sep 2020, 22:30

Volle Zustimmung, Rainer. Manche subjektiv-emotionale Zusatzbemerkungen muß man erst einmal runterschlucken, bevor man schreibt.

Wenn es um die Frage der Meinungshoheit geht, ist mir früher zuerst immer nur Wikipedia eingefallen. Heute scheint es in Politik und Medien fast überall nur noch um Meinungshoheit und die eigene moralische Höherwertigkeit zu gehen. Da werden Fakten oder rationale Begründungen schnell zum Störfaktor, der mit aller Macht bekämpft werden muß.

Zeitzeugen (aller Seiten) sollten zuerst gehört werden und Historiker sind schlecht beraten, ihre Theorien im Widerspruch zu ihnen zu entwickeln.
Geschichte, vor allem die jüngere, ist ein hochgradig interessantes Gebiet. Es lohnt sich, den Dingen selbst auf den Grund zu gehen, anstatt sich die Welt von anderen erklären zu lassen, die an Wahrhaftigkeit nicht im geringsten interessiert sind.

Damit meine ich nicht das hier gerade im Forum geschehene Aufeinanderprallen von Meinungen und Fakten (je nach Sichtweise), sondern den sogenannten gesellschaftlichen Diskurs. Noch vor wenigen Jahren war es für uns alle selbstverständlich, kontroverse Meinungen zu tolerieren und zu diskutieren. Heute wird die andere Meinung mittels einer schnell greifbaren Moralkeule einfach niedergeknüppelt und der Andersmeinende teilweise skrupellos diffamiert, anstatt sich in fairer Art und Weise dem Meinungsstreit zu stellen und selbst belegbare Argumente vorzubringen.

Laßt es uns deshalb in diesem Forum weiter so handhaben, wie wir es gewohnt waren. Immerhin ist das Thema hier aufgrund der widersprüchlichen Angaben sofort besonders interessant geworden. Keine "Fernsehdoku" wird sich die Mühe machen, so weit ins Detail zu gehen oder die Dinge tiefgründig zu recherchieren. Hier liegt die Stärke der Internet-Foren. Dort gibt es fast immer Mitglieder, die tief in die Materie einsteigen, weil es ihnen wichtig ist. Für die Öffentlichkeit ist es sehr nützlich, wenn diese Mitglieder ihre Recherche-Ergebnisse und Schlußfolgerungen öffentlich machen (z.B. in einem Forum). Der nächste Schritt, wäre ein Buch zu publizieren. Das ist aber viel aufwendiger und kompliziert - und es fehlt der sofortige Widerspruch oder die Richtigstellung durch mitlesende Zeitzeugen.
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Thomas

Normalität ist ein hohes Gut.


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