INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
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Kilo Mike Sierra
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Während der Winterflugplanperiode wurde der Flughafen Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) also nicht bedient.
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Thomas
Ich fordere die Wiederaufnahme der Produktion der Typen
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bluemchen
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Mal noch´n Hinweis aus der nichtwerktätigen Bevölkerung an alle Weltenbummler:
Ich weiß, daß unser Kollege старый мешок alles digitalisiert, was mit Luftfahrt zusammenhängt. Sollte mich wundern, wenn in dem Fundus nicht etwas zu finden wäre ...
Leider ist er seit vorigem Jahr aus unbekannten Gründen nicht mehr aktiv gewesen, eine Anfrage über PN deswegen unzweckmäßig, aber über seine e-Mail könnte der Kontakt funktionieren.
Viel Erfolg
R.
(Wenn die auch nicht geht, habe ich irgendwo noch eine andere)
Ich weiß, daß unser Kollege старый мешок alles digitalisiert, was mit Luftfahrt zusammenhängt. Sollte mich wundern, wenn in dem Fundus nicht etwas zu finden wäre ...
Leider ist er seit vorigem Jahr aus unbekannten Gründen nicht mehr aktiv gewesen, eine Anfrage über PN deswegen unzweckmäßig, aber über seine e-Mail könnte der Kontakt funktionieren.
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R.
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Kilo Mike Sierra
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Zum Thema INTERFLUG-Flugpläne ist mir plötzlich eine interessante Erinnerung gekommen.
Irgendwann Mitte der 80er Jahre begab ich mich in der seit 1962 bis heute vom Weltluftverkehr abgekoppelten Provinzhauptstadt Karl-Marx-Stadt in das Reisebüro auf der Straße der Nationen (im Interhotel Moskau?), um wenigsten den aktuellen INTERFLUG-Flugplan zwecks Phantasieflugreisen zu ergattern.
Ich mußte warten, da vor mir eine Kundin gerade ihr Anliegen vortrug. Sie erklärte der Reisebüro-Mitarbeiterin, sie sei dabei auszuwandern und benötige ein Flugticket von Berlin-Schönefeld nach Sydney in Australien.
Was?! Australien?!!!
Schon halbwegs IF-kundig erkannte ich, daß die Mitarbeiterin ein Terminal des neuen Reservierungssystems INTERFLUG (RESI) vor sich hatte. Aufgrund dieser hochkomplexen Anfrage war mir klar, daß ich heute nicht mehr nach einem Flugplan fragen konnte, jedenfalls nicht ohne mich irgendwie vorzudrängeln. Dennoch wartete ich geduldig, denn diese maximal komplizierte Buchungsanfrage war einfach zu aufregend, um nicht dabei zu bleiben.
Die Kundin legte auf Anfrage einen DDR-Passport vor, etwas was ich zuvor noch nie gesehen hatte. Dann beantwortete sie noch ein paar Fragen zum gewünschten Abflugdatum und den eventuell mitreisenden Personen (keine). Ausgestattet mit diesen Informationen klimperte die Reisebüro-Mitarbeiterin minutenlang auf der RESI-Tastatur, ohne dabe sonderlich gestresst zu wirken (was ich unbedingt erwartet hätte). Schließlich stellte sie handschriftlich ein Ticketheft aus und nannte einen exorbitanten Preis, den die Kundin anstandslos hinblätterte. In welcher Währung das abgewickelt wurde, weiß ich nicht mehr, aber es ist für mich heute unvorstellbar, daß Qantas sich mit Mark der DDR hätte bezahlen lassen.
Sekunden später bekam ich meinen IF-Flugplan.
Ich hätte damals nie erwartet, daß man mit dem RESI-System einen Flug nach Australien hätte buchen, geschweige denn den Ticketpreis berechnen können. Von einer Mitarbeiterin des Reisebüros in KMS hätte ich auch nicht erwartet, daß sie eine so überaus außergewöhnliche Transaktion einfach so hinlegt. Das muß das Ticket ihres Lebens gewesen sein.
Ich war schwerstens beindruckt - nicht nur von der hochqualifizierten Mitarbeiterin, sondern auch von dem Fakt, daß man (irgendwie) von Karl-Marx-Stadt nach Australien auswandern konnte.
Irgendwann Mitte der 80er Jahre begab ich mich in der seit 1962 bis heute vom Weltluftverkehr abgekoppelten Provinzhauptstadt Karl-Marx-Stadt in das Reisebüro auf der Straße der Nationen (im Interhotel Moskau?), um wenigsten den aktuellen INTERFLUG-Flugplan zwecks Phantasieflugreisen zu ergattern.
Ich mußte warten, da vor mir eine Kundin gerade ihr Anliegen vortrug. Sie erklärte der Reisebüro-Mitarbeiterin, sie sei dabei auszuwandern und benötige ein Flugticket von Berlin-Schönefeld nach Sydney in Australien.
Was?! Australien?!!!
Schon halbwegs IF-kundig erkannte ich, daß die Mitarbeiterin ein Terminal des neuen Reservierungssystems INTERFLUG (RESI) vor sich hatte. Aufgrund dieser hochkomplexen Anfrage war mir klar, daß ich heute nicht mehr nach einem Flugplan fragen konnte, jedenfalls nicht ohne mich irgendwie vorzudrängeln. Dennoch wartete ich geduldig, denn diese maximal komplizierte Buchungsanfrage war einfach zu aufregend, um nicht dabei zu bleiben.
Die Kundin legte auf Anfrage einen DDR-Passport vor, etwas was ich zuvor noch nie gesehen hatte. Dann beantwortete sie noch ein paar Fragen zum gewünschten Abflugdatum und den eventuell mitreisenden Personen (keine). Ausgestattet mit diesen Informationen klimperte die Reisebüro-Mitarbeiterin minutenlang auf der RESI-Tastatur, ohne dabe sonderlich gestresst zu wirken (was ich unbedingt erwartet hätte). Schließlich stellte sie handschriftlich ein Ticketheft aus und nannte einen exorbitanten Preis, den die Kundin anstandslos hinblätterte. In welcher Währung das abgewickelt wurde, weiß ich nicht mehr, aber es ist für mich heute unvorstellbar, daß Qantas sich mit Mark der DDR hätte bezahlen lassen.
Sekunden später bekam ich meinen IF-Flugplan.
Ich hätte damals nie erwartet, daß man mit dem RESI-System einen Flug nach Australien hätte buchen, geschweige denn den Ticketpreis berechnen können. Von einer Mitarbeiterin des Reisebüros in KMS hätte ich auch nicht erwartet, daß sie eine so überaus außergewöhnliche Transaktion einfach so hinlegt. Das muß das Ticket ihres Lebens gewesen sein.
Ich war schwerstens beindruckt - nicht nur von der hochqualifizierten Mitarbeiterin, sondern auch von dem Fakt, daß man (irgendwie) von Karl-Marx-Stadt nach Australien auswandern konnte.
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Thomas
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Weltenbummler67
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Bei den Flugpreisen Mitte der 80iger Jahre - muss das - auch als oneway . ein stolzer Preis in Valuta gewesen sein.
Gehe mal davon aus, dass die besagte Kundin noch nicht im Rentenalter war, ein Pass besaßen aber doch die wenigsten noch nicht Rentner
Viele andere die (aus)reisen wollten, hatten wohl doch deutlich mehr Probleme als diese Dame (meine Vermutung)
und an (selbst einmalige) NSW Reisen war doch als normal sterblicher DDR Bürger nicht zu denken
Gehe mal davon aus, dass die besagte Kundin noch nicht im Rentenalter war, ein Pass besaßen aber doch die wenigsten noch nicht Rentner
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Andreas K.
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Kilo Mike Sierra hat geschrieben:Zum Thema INTERFLUG-Flugpläne ist mir plötzlich eine interessante Erinnerung gekommen.
In welcher Währung das abgewickelt wurde, weiß ich nicht mehr, aber es ist für mich heute unvorstellbar, daß Qantas sich mit Mark der DDR hätte bezahlen lassen.
Ich war schwerstens beindruckt - nicht nur von der hochqualifizierten Mitarbeiterin, sondern auch von dem Fakt, daß man (irgendwie) von Karl-Marx-Stadt nach Australien auswandern konnte.
Sehr interessant.
Ich würde vermuten, dass es ein Flug mit JAT über BEG war, denn JAT war ja die einzige Airline aus dem "Osten" (bewusst in ""), die nach Australien flog und damit wahrscheinlich erste Wahl von hier. Ab BEG mit DC-10, ich meine, über BKK und SIN und vorher noch ein Stop im Mittleren Osten.
Viele Grüße und noch
Merry XMas
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Andreas K.
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Re: INTERFLUG FLUGPLÄNE ZUM TAUSCH
Weltenbummler67 hat geschrieben:und an (selbst einmalige) NSW Reisen war doch als normal sterblicher DDR Bürger nicht zu denken
Mein Bruder durfte Ender der 1980er Jahre mal Verwandschaft in Spanien besuchen und nutzte dafür den wöchentlichen Aeroflot Linienflug SXF - MAD (SU299 / SU300).
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