Automatischer Radiokompass ARK-9

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Kilo Mike Sierra
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Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 21. Sep 2009, 17:08

Ich suche für ein Restaurierungsprojekt die technische Dokumentation zum ARK-9 (keine Bedienungsanleitung).
Hierbei interessiert besonders die Steckerbelegung und der Schaltplan (auch Übersichtsschaltplan) des Bedienteiles.

Bild

Der Automatische Radiokompass ARK-9 fand u.a. in neueren oder modernisierten Antonow An-2 sowie auch in den Hubschraubern Mil Mi-8 und Kamow Ka-26 Verwendung.
Im englischen Sprachgebrauch wird dieses Funknavigationsgerät als Automatic Direction Finder (ADF) bezeichnet.
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Thomas
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Funkfeuer02 » Sa 13. Feb 2010, 21:07

Hallo Thomas,

die Dokumentation zum "Radiokompass" habe ich schon bei eBay gesehen - momentan jedoch leider nicht.

Aber interessant finde ich die eingestellte Frequenz auf Deinem geposteten Bild:

380 kHz.

In meiner Datenbank habe ich über 80 Funkfeuer, die diese Welle benutzen bzw. benutzten.
u.a. solche historisch wertvollen Stationen wie Gompitz und - vielleicht beabsichtigt - KMS = Karl-Marx-Stadt.

Referenz zu Deinem Nick? :roll:

Gruß FF02
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Material über Funknavigationsanlagen? Leider nicht - die Technik war eben da und funktionierte!
(Aussage des Leiters eines Flugplatzmuseums)

Kilo Mike Sierra
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 14. Feb 2010, 14:58

Voll erwischt.
Ja, ich mußte für das Foto einfach 380 kHz einstellen.

Nach der Dokumentation zum ARK-9 suche ich immer noch, aber sie ist mir kürzlich bereits in Aussicht gestellt worden.

Für den Vorläufer, den ARK-5, habe ich eine technische Dokumentation aus dem Jahre 1951. Diese ist mit dem Vermerk "Geheim" versehen. Also stellt bitte keine detaillierten Fragen. :lol:
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Thomas
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » So 14. Feb 2010, 16:38

Die Frequenz 380 kHz ist mir auch noch im Kopf :lol:
Ich habe solche ARK bedient, in meiner Erinnerung ließ
sich die Frequenz nicht einfach so einstellen sondern
mußte (im Kopf) "zerlegt" werden. Diese "Einzelstücke"
habe ich dann eingegeben. Es gab auch (selten) Stellen
nach dem Komma z.B. XX,5- das waren die kleinsten
Schritte 0,5 kHz. Bei dem ARK-Bild oben läßt sich aber
keine Kommastelle eindrehen.
Nun ja, Hilfe zur Verkabelung ist mein Text keine :roll:
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Anfang sky
Endeground

Kilo Mike Sierra
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 16. Feb 2010, 02:27

Flieger Bernd hat geschrieben:Die Frequenz 380 kHz ist mir auch noch im Kopf :lol:
Ich habe solche ARK bedient...

Zum verblichenen Funkfeuer KMS habe ich natürlich das passende Gedenkvideo.
(Wenn man unten rechts klickt, kann man das Video auch im Vollbildmodus anschauen.)

Der nächtliche Flug erfolgt mit 250 kt in 9.000 ft Höhe auf der Luftstraße W4 in östlicher Richtung, d.h. von Erfurt nach Dresden. Über dem Funkfeuer Karl-Marx-Stadt (KMS, 380 kHz) wird eine Kursänderung nach links von 99° auf 64° ausgeführt.

Man beachte auch die wohlklingende Morsekennung.
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Thomas
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon DDA » Di 16. Feb 2010, 11:18

ARK-9 in MiG-21? Hab ich bisher noch nicht gehört. Zumindest in den in den LSK der DDR geflogenen Versionen war überall ein ARK-10 installiert.

Konnten beim ARK-9 zwei Sender gleichzeitig abgestimmt werden oder wozu dienen die zwei Abstimmeinheiten? Dafür scheint kein Speicher für vorabgestimmte Kanäle zu bestehen (Am ARK-10 konnten 10 Frequenzen voreingestellt werden)

Axel
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 16. Feb 2010, 15:41

Das mit der MiG-21 wollte mir jemand einreden. Da ich mir mangels jeglicher MiG-Kenntnisse nicht sicher war, habe ich mir in meinem obigen Beitrag eine sprachliche Hinteretür offengelassen und "in der MiG-21 wohl auch" geschrieben. Ich werde das ändern.
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Thomas
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 16. Feb 2010, 16:15

DDA hat geschrieben:...
Konnten beim ARK-9 zwei Sender gleichzeitig abgestimmt werden oder wozu dienen die zwei Abstimmeinheiten? Dafür scheint kein Speicher für vorabgestimmte Kanäle zu bestehen (Am ARK-10 konnten 10 Frequenzen voreingestellt werden)

Axel

Bei einer Installation mit nur einem Empfänger kann natürlich nur eine Frequenz aktiv sein. Es ist allerdings auch möglich, mit nur einem ARK-9 Bediengerät zwei ARK-Empfänger zu steuern. Zur Umschaltung zwischen beiden Empfängern dient der Knopf "UPRAWL." links oben.

Wie man zwischen den beiden einzustellenden Frequenzen ("OSN" und "REZ") hin- und herschaltet, ist mir leider auch noch nicht klar.

Flugi könnte mehr dazu wissen. Ich nähere mich ja erst diesem Thema, d.h. diesem konkreten Modell.
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Thomas
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon Flieger Bernd » Di 16. Feb 2010, 18:59

Zum verblichenen Funkfeuer KMS habe ich natürlich das passende Gedenkvideo.


Sauberer Überflug und die Kennung "five by five"

_... . ._. _. _.. 8-)
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Re: Automatischer Radiokompass ARK-9

Ungelesener Beitragvon max0685 » So 12. Feb 2012, 14:22

Das Thema ist nun schon etwas älter, ich hoffe KMS hat das Gerät zusammen. Da hier viele Vermutungen geäußert wurden, will ich mal Licht in das Dunkle bringen.
Der ARK-9 wurde für Schulflugzeuge konzipiert, er war auch in der L-29 eingebaut. Die Mig-21 (zumindest die älteren Typen) hatten den ARK-10.
Der ARK-9 hatte einen Empfänger und zwei gleiche Bedienteile. Es konnte aber nur ein Bedienteil zugeschaltet werden. Durch Drücken des Knopfes Uprawlenje wurde das BT zugeschaltet und das andere BT abgeschaltet. Ein direktes Umschalten beider BTs war nicht möglich. Am BT konnten zwei Frequenzen eingestellt werden. Am Drehschalter die Hunderter und die Zehnerstellen, am daneben befindlichen Poti wurde die Feinabstimmung vorgenommen. Die Umschaltung zwischen beiden eingestellten Frequenzen erfolgte durch einen externen Schalter (Fern-Nah).
In der Praxis wurde am rechten Knopf die Frequenz des FFF (4000m-Punkt) und am linken die Frequenz des NFF (1000m-Punkt) des eigenen bzw des Landeplatzes eingestellt. Daher auch die Bezeichnung am Umschalter Fern-Nah. Zur Navigation auf der Strecke wurde in der Regel das FFF belassen und im linken der gewünschte Sender eingestellt.Auf Grund des Frequenzbereiches eignete sich das Gerät gut als Rundfunkempfänger während des Fluges, die Wiedergabequalität war aber nicht besonders. Die Anzeige erfogte im Kombigerät mit dem Kreiselkompass (UGR-1).
Die Speisung erfolgte über 27V Bordnetz und Umformer PO250
Zum ARK-10: 9 Speicherplätze per Tastendruck abrufbar; 10.Taste (P) zur Frequenzeinstellung ohne Speicherung. Die ungeraden Kanäle für FFF, die geraden für die dazugehörigen NFF.Bei der Abstimmung war die von Bernd erwähnte Rechnerei notwendig, damals noch ohne Taschenrechner! Die Umschaltung Fern-Nah erfolgte manuell oder automatisch unter folgenden Bedingungen: FW ausgefahren, MRP (Markierungsemfänger) spricht an und der KWF zum NFF muß kleiner 20°sein. Fehlt eine Bedingung schaltet er wieder auf FFF zurück.
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