Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

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bluemchen
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 10. Jan 2018, 20:40

EA-Henning hat geschrieben:
Kilo Mike Sierra hat geschrieben:
Kilo Mike Sierra hat geschrieben:...
Wer unter diesen Bedingungen sucht, ist entweder auf Geld nicht angewiesen oder ist sich seiner Sache sehr sicher.

Ich denke, eher letzteres. Zu verschenken hat keiner was, jedenfalls nicht in der Höhe der Prämie.

Zum Einen: Ein (endlich) ernsthaftes Bemühen beider Seiten ist vertraglich erkenntlich, das ist sehr positiv
Zum Anderen: Entwickelt sich hier ein Pokerspiel? Dazu ist die Sache aber zu ernst. Wenn wir mitmachen, meine ich, die werden schon was wissen und ich lege mich zwischen Ersterem und Letzterem fest.
Was die verhandelten Summen betrifft - ohne kaufmännisches Risiko läuft nix. Dennoch sollte eine Sammlung geologischer Datensätze in der Hinterhand sicher ein gewisses Fangnetz vor dem freien Fall bei Nichterfolg sein. Somit ist eigentlich von unternehmerischer Seite das Risiko überschaubar.
Und was den Erfolg angeht -
ich tippe darauf!
R.
(Eine Beteiligung wird das nicht ergeben)

Ergänzend auch nochmal ein Artikel mit Kartenschema im Economist: https://www.economist.com/news/science- ... tical-ship
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*Träger der Roten Mainelke und des aberkannten Status GDR, gedient in Fremden Streitkräften*

Kilo Mike Sierra
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 12. Mär 2018, 19:58

Bislang war auch diese Suche leider noch erfolglos. Von den drei Monaten, die für das Absuchen des geplanten Gebietes vorgesehen war, sind zwei bereits verstrichen. Ocean Infinity ist aufgrund des günstigen Wetters gut vorangekommen und liegt im Plan. Am 4. März 2018 hatte man 16.000 der geplanten 25.000 km2 abgesucht.

Ich habe mich heute noch einmal erinnert, mit welchen Worten diese Suche initiiert worden war. "We think it is possible to identify a most-likely location of the aircraft, with unprecedented precision and certainty.” [David Griffin, Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO)]
In wörtlicher Übersetzung "Wir denken, daß es möglich ist, eine sehr wahrscheinliche Position des Flugzeuges mit beispielloser Genauigkeit und Sicherheit vorauszusagen."
CSIRO's hoch favorisiertes Suchgebiet (Area 1, südlicher Abschnitt) lag bei 35,6°S und 92,8°O. Dieses Gebiet ist von Ocean Infinity inzwischen abgesucht worden.

Beispiellose Genauigkeit UND Sicherheit?
Würde diese beispiellose Genauigkeit nicht allein schon ausreichend sein, um das Flugzeug mit Sicherheit zu finden?

Was hat man denn als Grundlage der Positionsbestimmung?
Die Inmarsat-Daten und die als Treibgut gefundenen Kleinteile. Es fällt schwer, diese Indizien mit Genauigkeit zu asoziieren.

Zu den gefundenen Flugzeugteilen gibt es interessante Erkenntnisse durch Meeresbiologen. Stellvertretend möchte ich dazu nur wenige Diskussionspunkte nennen.
Das gefundene Flaperon war auf allen Seiten, jedoch nicht vollständig mit Entenmuscheln bedeckt. Diese heften sich vorzugsweise an feste Oberflächen (Fels, Treibgut) und können nur direkt im Wasser überleben. Spätere Experimente ergaben, daß das Flaperon nur halb eingetaucht im Wasser treibt. Das steht im Widerspruch zur Verteilung der Muscheln auf allen Seiten des Teils. Daraus kann man folgern, daß das Flaperon eine gewisse Zeit nicht frei im Wasser getrieben ist, sondern vollständig untergetaucht war.
Die aufgefundenen Muscheln waren nur ca. einen Monat alt. Das läßt sich nicht in Übereinstimmung bringen mit der langen Zeit, während der das Flugzeugteil im Wasser gewesen ist.
Die chemische Zusammensetzung der Muschelschalen entsprach den Verhältnissen in einem relativ kühlen Meeresgebiet. Solche Meeresgebiete sind vom Fundort jedoch soweit entfernt, daß es nicht möglich ist, innerhalb eines Monates durch natürliche Drift zum Fundort zu gelangen.

Mangels Ahnung von Meeresbiologie kann ich diese Erkenntnisse nicht beurteilen. Sind die Fakten und die daraus gezogenen Schlußfolgerungen korrekt, dann bröckeln alle Theorien, die auf diesen Fundstücken basieren.

Je länger das Flugzeug nicht in den berechneten Suchgebieten gefunden wird, um so bröckliger werden auch die aus den Inmarsat-Daten abgeleiteten Theorien. Sogar zu den Daten selbst werden jetzt mehr und mehr Zweifel geäußert. Das Nichtauffinden der 9M-MRO reicht allein jedoch nicht aus, um die Echtheit der Inmarsat-Daten in Frage zu stellen.
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 29. Mai 2018, 14:23

Ocean Infinity hat heute bekanntgegeben, daß die Suche nach der malaysischen Boeing 777 9M-MRO erfolglos geblieben ist und eingestellt wird.
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 11. Dez 2018, 17:37

Seit September 2018 läuft wieder so etwas, was ich als Schmierenkampagne gegen den Kapitän der verschwundenen malaysischen 777 empfinde. Gemäß einer neuen „sensationellen“ Untersuchung soll der Kapitän auf Facebook zwei Instagram-Modellen „nachgestellt“ haben. Einmal soll er unter einem der Fotos die Worte „Gerade geduscht?“ gepostet haben, was als sexuell anzüglich und an anderer Stelle sogar als „pervers“ bewertet wurde.
Auch soll er an anderer Stelle im Internet den malaysischen Premierminister kritisiert haben.

Ein Luftfahrt-Autor hat kürzlich versucht, diese Vorwürfe zu verifizieren, hat aber nur sehr wenige und völlig harmlose Online-Kommentare des Kapitäns gefunden. Vielleicht wurden sie ja in der Zwischenzeit gelöscht ...

Im Untersuchungsbericht der malaysischen Polizei wurden die Internet-Aktivitäten des Kapitäns jedoch als normal eingestuft.

Selbst wenn der Kapitän Online-Fan der beiden jungen Frauen gewesen ist oder moderat regierungskritisch, wie konstruiert man da einen Zusammenhang zum Verschwindenlassen eines Verkehrsflugzeuges?
Die heutigen Meinungsschaffenden schaffen das offensichtlich.
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Mo 21. Jan 2019, 16:03

Ich habe gehört(!), daß man vor einigen Wochen damit begonnen hätte, die Authentizität der Immarsat-Daten zu untersuchen.
Ich finde dazu leider nichts. Kennt jemand eine Quelle, die das bestätigt?
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 3. Feb 2019, 19:53

Wie tief will der Journalismus des 21. Jahrhunderst eigentlich noch sinken?

Kürzlich hat ein Mathematik-Professor der Universität Cardiff eine auf der Analyse von durch Unterwassermikrofone aufgefangenen akustischen Signale basierende Theorie veröffentlicht und dabei zwei mögliche Absturzorte ermittelt.
Was macht die Presse daraus? „Rätsel um MH370 gelöst!“ Einige schrieben sogar von „endgültig gelöst“, obwohl nach wie vor niemand nichts gefunden hat und schon gar kein Flugschreiber ausgewertet worden ist. Jedesmal, wenn eine neue Theorie kursiert, kommen die Krawallmedien mit derartigen Schlagzeilen.
Kurz vorher wurde noch eine ganz andere Kuh durch das mediale Dorf der Weltpresse getrieben, als jemand bei Google Earth eine intakte(!) 777 im Dschungel von Thailand entdeckt haben will.

Dabei ist es ohne das Verdrehen der Tatsachen durch die Medien schon verrückt genug. Jetzt hat der Führer eines indonesischen Fischerbootes auf einer Pressekonferenz erklärt, er und seine drei Kollegen hätten das vermißte Flugzeug in ca. zwei Kilometer Entfernung von ihrem Boot im Meer (in der Straße von Malacca) aufschlagen gesehen.
Warum meldet er diese Beobachtung erst fast fünf Jahre später? Wie soll man dieser Aussage Glauben schenken?
Das wäre ein Betätigungsfeld für echte Journalisten. Leider Fehlanazeige.
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Re: Verlust einer Boeing 777-200 der Malaysian Airlines

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Do 7. Feb 2019, 23:45

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:...
Jetzt hat der Führer eines indonesischen Fischerbootes auf einer Pressekonferenz erklärt, er und seine drei Kollegen hätten das vermißte Flugzeug in ca. zwei Kilometer Entfernung von ihrem Boot im Meer (in der Straße von Malacca) aufschlagen gesehen.
Warum meldet er diese Beobachtung erst fast fünf Jahre später? Wie soll man dieser Aussage Glauben schenken?
...

Und wie steht das im Einklang mit den Satcom-Pings des Flugzeuges, die noch Stunden später empfangen wurden?
Da müsste dann ja ein anderes Flugzeug als Lockvogel mit einer Satcom-Anlage herumgeflogen sein, in der die gleiche "SIM Karte" wie bei der 9M-MRO gesteckt hat.

Entweder war der Flug wirklich ein "erfolgreicher" erweiterter Selbstmord oder er hatte ein ganz anderes Ziel, ist dort aber aufgrund von Treibstoffmangel nicht angekommen, z.B. wegen eines Planungsfehlers*. Es wäre ein zumindest plausibles Szenario, denn bei einer so katastrophal gescheiterten Entführung würde sich ganz bestimmt keine drahtziehende Gruppierung zu der Tat bekennen und das Stellen von Forderungen erübrigt sich dann ebenso.

In dem riesigen, aber erfolglos abgesuchten Meeresgebiet wäre der Flug nur angekommen, wenn er wirklich stundenlang auf geradem Kurs gen Süden geflogen wäre. Genauso gut könnte das Flugzeug aber auch einen ganz anderen Weg geflogen sein und trotzdem zu den Zeiten der Satcom-Pings über diese anhand der Inmarsat-Daten ermittelten bogenförmigen Standlinien geflogen sein. Die Zuversicht der Planer dieser Unterwassersuche basierte auf der sehr idealisierten Annahme, daß jemand das Flugzeug ziellos auf das Meer hinausgeflogen und keinerlei Kurs- oder Höhenänderung vorgenommen hat.

*) Derartiges gab es schon, als am 23. November 1996 eine entführte Boeing 767 der Ethiopian Airlines mit dem erzwungenen Flugziel Australien wegen Treibstoffmangels im Meer niedergehen mußte.
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