Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste

Trägerraketen, Satelliten, Raumschiffe und Bodenanlagen
bluemchen
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Re: Weltraumpioniere - Waleri Bykowski i. Mem.

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Mi 27. Mär 2019, 23:03

Waleri Bykowski lebt nicht mehr

V. Bykowski.png
Q.: https://tass.ru/kosmos/6266212 " Am 27. März starb der Flieger-Kosmonaut der UdSSR,
zweimaliger Held der Sowjetunion, Oberst Waleri Fedorowitsch Bykowski.

Bykowsky war einer der ersten 20 Piloten, die für Weltraumflüge ausgewählt wurden (das erste Kosmonautenkorps mit Juri Gagarin).
- Bykowskis erster Flug vom 14. bis 19. Juni 1963 als Pilot-Kosmonaut des Raumschiffes "Vostok-5 " war gleichzeitig der gemeinsame Flug "Wostok-5 " und "Wostok-6 " , dessen Pilot-Kosmonautin und erste Frau im All, Walentina Tereschkowa, war.

- Der zweite Flug ins All von Bykowski war am 15. bis 23. September 1976 als Kommandant von Sojus-22 mit seinem Bordingenieur Wladimir Axjonow
Dieser Flug diente der Erprobung der Multispektralkamera MKF-6 vom VEB Carl-Zeiss-Jena.

- Während seines dritten Fluges vom 26. August bis 3. September 1978 war er Kommandant der Besatzung der vierten Exp. auf der Orbitalstation "Salut-6 " unter dem "Intercosmos-Programm ".
Gemeinsam mit dem NVA Oberstleutnant, Pilot Sigmund Jähn, starteten sie auf dem Raumschiff "Soyuz-31 " und kehrten mit der "Sojus-29 " zurück.

Waleri Bykowskis Gesamtflugzeit der drei Weltraumflüge belief sich auf 20 Tage 17 Stunden 48 Minuten 21 Sekunden.

R.I.P. Waleri
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Re: Weltraumpioniere - Waleri Bykowski i. Mem.

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 28. Mär 2019, 17:03

Die Stellvertreterin der Staatsduma Walentina Tereschkowa nannte den Kosmonauten Waleri Bykovski, mit dem sie gemeinsam mit den Raumschiffen "Wostok-5" und "Wostok-6" im Sommer 1963 im All waren zum geplanten Rendevous, ihren "Weltraumbruder".

Der Abschied von ihm findet am Freitag, 12 Uhr, im Haus der Astronauten im Moskauer Sternenstädtchen statt
.

Wir dürfen noch bemerken, das Waleri Bykowski als russischer Kosmonaut solch enge Bindungen zur DDR -und Deutschland nach der Vereinigung- hatte, wie kein anderer.
Das waren ursächlich der Erprobungsauftrag von Carl-Zeiss Jena auf der einen Seite, wie der gemeinsame Flug mit Sigmund Jähn, als erstem Deutschen im All, auf der anderen Seite.
Beide wurden nach der Rückkehr mit dem "Karl-Marx-Orden" und dem Stern eines "Helden der DDR" geehrt.
Beide wurden vom Magistrat von (Ost)Berlin zu "Ehrenbürgern der Stadt" mit der Urkunden-Nr. 91 und 92, eine Auszeichnung, auf die Waleri sichtlich immer sehr stolz war.
Bykowski war immer gern gesehener und häufiger Gast in der DDR wie später auch noch, so zu den traditionellen "Raumfahrttagen" in Morgenröthe-Rautenkranz - Jähns Heimat.
Wenn wir uns erinnern, war Bykowski noch vor seinem Ruhestand 1990 Direktor des Hauses der Sowjetwissenschaft und Kultur in Berlin, was sehr erklärlich ist.

Zum 25. Jahrestag des gemeinsamen Fluges Bykowski / Jähn gab es in Morgenröthe-Rautenkranz eine Ehren-Gala, wo es sich der Bundespräsident Johannes Rau nicht nehmen ließ, beide persönlich zu beglückwünschen.
Auch den 30. Jahrestag begangen beide noch in der neuen Raumfahrtausstellung in MR, aber schon zu dem 35. und 40. JT konnte Bykowski die Reise nicht mehr bewältigen. (Q.-Verweis: Tass gestern/heute und G.K. http://www.gerhardkowalski.com/?p=17830)

+ + +
R.
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Re: Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 5. Apr 2019, 22:00

Yuri´s Night 2019

Alle Jahre wieder, erobert ein Event den Planeten am 12. April =

Beginnen wir in WIEN: Hier ist das Programm im Naturhistorischen Museum Wien, Beginn 18:00 Uhr, im Mittelpunkt steht "Der Mond" >sup<
https://www.der-orion.com/aktuell/termi ... night-2019

Hier ist das Programm in D = BREMEN / BRAUNSCHWEIG / KÖLN / WEIMAR / SEEHEIM / STUTTGART
https://yurisnight.de/events/

Hier ist die Welt: Afrika / Antarktika / Asien / Europa / Nord Amerika / Ozeanien / Süd Amerika
https://yurisnight.net/events/

Beeindruckend sind alleine 32 Events zu Yuri Gagarin in United States :-)

Der 12. April markiert seit 58 Jahren das Datum des Fluges Juri Gagarin´s in den Weltraum. In Russland ist es der "Tag der Kosmonautik" und es wird eine einzige "Gagarin-Lektion" Cosmos-it es us " veranstaltet.
Seit 2016 wird es vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation in den Kalender der Bildungsveranstaltungen aufgenommen und für die Durchführung in allgemeinen Bildungsorganisationen empfohlen.
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Re: Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste - Yuri´s Night

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Do 11. Apr 2019, 15:11

Eine Ergänzung gibt es noch nach der DGLR- Bezirksgruppe München:

12. April 2019

Yuri´s Night: „50 Jahre Mondlandung – Sternstunde der Planetenforschung“ Vortrag Dr. Ulrich Köhler, DLR Institut für Planetenforschung, Berlin.
Moderation Dr. Peter Hofmann. Anschließendes Get-together.

Im Hauptgelände der TUM in der Innenstadt, Beginn 19:00 Uhr (tbc). - Ort und genaue Uhrzeit werden noch bekanntgegeben.
50 Jahre Mondlandung – Sternstunde der Planetenforschung
Für diejenigen Wissenschaftler, die sich mit der Entwicklung des Sonnensystems, der Entstehung der Planeten, ihrer Monde und auch der kleinen Körper des Sonnensystems beschäftigen, waren die erste Mondlandung 1969, aber viel mehr noch die fünf folgenden Exkursionen auf dem Erdtrabanten von unschätzbarem Wert. Die 382 Kilogramm Mondproben, die zur Erde gebracht wurden, gelten als der Heilige Gral der Planetenforschung, von fundamentaler Bedeutung für die Interpretation aller erdähnlichen Körper. Wie es so ist mit der Wissenschaft, blieben einige Fragen offen und noch viel mehr neue kamen auf.
Deshalb wäre eine Rückkehr zum Mond, auch mit Astronauten, aus Sicht der Forschung (und der Weiterentwicklung der Raumfahrt allemal) eine sehr gute Idee.
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Re: Weltraumpioniere - Alexej Leonow

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 11. Okt 2019, 15:22

Der ehemalige sowjetische Kosmonaut, Alexei Leonow, der als erster Mensch im Weltraum schwebte, ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

A. Leonoq.png

Das hat am Donnerstag das Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum mitgeteilt.
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Re: Weltraumpioniere - Alexej Leonow

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Fr 11. Okt 2019, 15:57

Alexej Leonow war ein besonderer Mensch

- Ende der 60-er Jahre gehörte er zum sowjetischen Mondprogramm. Das die UdSSR diesen Wettlauf ins All nicht für sich entschied, ist der Lauf der Dinge.
Aus seinem wissenschaftlichen Leben hebt ein Artikel im Sputnik Markantes hervor
Zitat:
Im Jahre 1971 war Leonow als Kommandant des Flugs Sojus 11 vorgesehen, der zur Raumstation Saljut 1 führen sollte. Aufgrund eines Tuberkulose-Verdachts bei seinem Piloten Kubassow wurde jedoch zwei Tage vor dem Start die komplette dreiköpfige Mannschaft ausgetauscht.
Das rettete Leonow das Leben, denn die Ersatzmannschaft von Sojus 11 erstickte wegen Enthermetisierung bei der Rückkehr des Raumschiffes.
Dieser Unfall überschattete den von ihnen zuvor aufgestellten Langzeitrekord im Weltall.

Leonow startete am 5. Juli 1975 im Rahmen des berühmeten Appolo-Sojus Projektes (die erste sowjetisch-amerikanische Kooperation im All) und koppelte zwei Tage später mit einem US-Raumschiff.


Von 1970 bis 1991 war er als stellvertretender Leiter des Juri-Gagarin Kosmonautentrainingszentrums tätig.

Zum Anderen unterstrich Leonow immer wieder seine tiefe Verbundenheit mit Juri Gagarin. Da Leonow den Absturz Gagarins mit der MiG-15UTI sekundär miterlebte, (an anderer Stelle haben wir das thematisiert)
arbeitete er unentwegt an der Aufklärung der Umstände. Seine Theorie dazu wollte er in den letzten Jahren immer wieder belegen. Ich weiß nicht, ob er diese, seine Herzensangelegenheit, zum Abschluß bringen konnte.

Das Leben ist endlich
Rainer
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Re: Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Sa 12. Okt 2019, 00:57

Ein Jahr voller Verluste ...
Immer mehr Helden, Idole oder einfach nur Vorbilder aus unserer Jugend gehen jetzt von uns. Es schmerzt.

Neue Helden oder wenigstens Vorbilder gibt es erstaunlich wenige, dafür um so mehr "Nachbilder".
Wer hat denn in den letzten Jahren vergleichbare Pionierarbeit geleistet wie die ersten russischen und amerikanischen Raumfahrer?

Der technische Fortschritt schreitet nur noch evolutionär voran, revolutionäres gibt es schon seit langer Zeit nicht mehr. In den 60er, 70er und zum Teil in den 80er Jahren ging es da ganz anders zu: Computer, Raketen, Mondlandung, Überschallflugverkehr, Luftkissenfahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, Fernsehen, Kernreaktoren, TV-Satelliten, Herztransplantation, usw. Da war es leicht, zu wissen, was man mal werden will, wenn man groß ist.

Was haben wir heute? Eine ideologisch befeuerte Krise, die die Naturwissenschaften immer mehr kompromittiert, eine von Politikern und Medien betriebene Spaltung der Gesellschaft, falsche Helden, die man zu Gagarins und Aldrins Zeiten ausgelacht hätte. Die junge Generation weiß leider so gut wie nichts über die Zeit, die sie "verpaßt" hat. Bald wird man wohl Menschen für tot erklären, weil sie off line sind.

Mit Alexej Leonow geht jemand, den ich der Generation Vernunft zurechne.
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Thomas

Heute schon für irgend etwas sensibilisiert worden?

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Re: Weltraumpioniere - Alexej Leonow

Ungelesener Beitragvon bluemchen » Sa 12. Okt 2019, 20:11

Das Raumfahrt verbindet, schrieb ich an anderer Stelle und - es ist mehr als eine Floskel

Die amerikanischen Astronauten Andrew Morgan und Christine Cook begannen um 13:44 Uhr (MESZ) von der Internationalen Raumstation (ISS) aus einen weiteren Außeneinsatz, um zwei Wasserstoff-Nickel-Batterien durch leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien zu ersetzen. Die Nasa begleitet jeweils diese Einsätze (MCC und TV)
Warum erwähne ich das hier:

Die U.S. National Aeronautics and Space Administration (NASA) unterbrach am Freitag eine Live-Übertragung ihrer zwei Astronauten im All, um über den Tod des russischen Kosmonauten Alexej Leonow, der als erster Mensch in der Geschichte in den Weltraum ging, zu berichten.

Das hat es bisher, meine ich, nicht gegeben.

Auch der ESA Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner würdigte am 11. Okt.in einem Schreiben an Roskosmos_Chef Dimitri Rogosin die herausragende Leistung dieses russischen Kosmonauten und Pioniers im All.

Dem Pressedienst der staatlichen Körperschaft "Roskosmos" zufolge, findet der Abschied und die Beisetzung des Kosmonauten am 15. Oktober auf dem Föderalen Gedenk-Militärfriedhof Mytischtschi / Rayon Moskau statt.

R.
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Re: Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » So 13. Okt 2019, 00:59

Rainer "Blümchen", Deine Berichte sind unbezahlbar.
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Thomas

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Re: Weltraumpioniere - Gagarin war der Erste

Ungelesener Beitragvon Kilo Mike Sierra » Di 15. Okt 2019, 19:01

Kilo Mike Sierra hat geschrieben:...
Der technische Fortschritt schreitet nur noch evolutionär voran, revolutionäres gibt es schon seit langer Zeit nicht mehr. In den 60er, 70er und zum Teil in den 80er Jahren ging es da ganz anders zu: Computer, Raketen, Mondlandung, Überschallflugverkehr, Luftkissenfahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, Fernsehen, Kernreaktoren, TV-Satelliten, Herztransplantation, usw. Da war es leicht, zu wissen, was man mal werden will, wenn man groß ist.
...

Musik-Synthesizer, Tragflügelboote und ferngesteuerte Mondautos (Lunochod) habe ich noch vergessen.

Hätte Juri Gagarin damals nur pausenlos auf sein Handy geglotzt, wäre er nie in den Weltraum gekommen.
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Thomas

Heute schon für irgend etwas sensibilisiert worden?


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